Entries tagged as snooker

12 Mar 2007 Münzen, anyone?

Mal 'ne Frage am Rande: Wir haben ja alle irgendwelche mehr oder weniger perversen Hobbies. Ich z.B. spiele Snooker.

Ist also zufällig jemand, der dieses Blog liest, Numismatiker?

Ja? Dann bitte mal per E-Mail melden, danke. Weitermachen.

09 Mar 2007 Nicknames

Snooker-Spieler werden traditionell mit ihren Nicknames angekündigt – meine favorisierte Paarung nach Nicknames wäre wohl Anthony »Sheriff Of Pottingham« Hamilton gegen James »The Thai-Phoon« Wattana, obwohl das spielerisch vermutlich eher weniger interessant wäre.

Eingeführt hat diese Namen der Vater aller Snooker-Announcer, Alan Hughes – sozusagen der »Stadionsprecher« bei der Weltmeisterschaft im Crucible Theatre in Sheffield. Hughes verpasst so ziemlich jedem, der ansatzweise jemand ist auf der Main Tour, einen Spitznamen – nicht immer zur Begeisterung der Spieler.

06 Mar 2007 An Stelle eines Lebenszeichens

Blubb.

Im Moment bricht hier ein bißchen der Damm – viel (schöne, erbauliche) Arbeit mit einer neuen Codebasis für s9y-Templates, die Dame meines Herzens zieht demnächst um und ich muss World Snooker Championship 2005 am PC üben, wenn ich dazu komme. Da kann man das Bloggen schon mal vergessen, wenn man sich noch dazu über den unaufhaltsamen Aufstieg des HSV wie Phönix aus der Asche freuen muss. Außerdem ist heute scheinbar mein DVD-Brenner abgeraucht. Mift.

Kurz: Chaos.

19 Feb 2007 Der Krimi von Newport

Als ich heute nachmittag im Videotext den Zwischenstand des Finales der Welsh Open nachschaute (Snooker-Turniere werden üblicherweise in 2 Sessions über den Tag verteilt gespielt), wollte ich schon abwinken: Neil Robertson, »The Melbourne Machine«, lag bereits mit 6-2 gegen Andrew Higginson in Front, lediglich 3 Frames (Spiele) fehlten dem jungen Australier zum Turniersieg in Newport.

Dann schlug pünktlich zu Beginn der Evening Session das Stündchen des Andrew Higginson, der sich als Qualifikant ohne Weltranglistenposition durch die Untiefen der Qualifikation und die Hindernisse des Hauptfeldes ins Finale gekämpft hatte, wobei er nebenbei noch ein Maximum Break (das perfekte Spiel im Snooker – das von Higginson war durchaus kein Selbstgänger) ablieferte. Die ersten 6 Frames des Finals gingen direkt an den tapferen Higginson, der mangels Erfolg bereits aus der Main Tour gefallen war, sich nun jedoch mit durchaus mutigem Spiel zurückmeldet. Es sah aus, als könne der britische Underdog das Wunder wahr machen und als erster Spieler ohne Weltranglistenposition seit 1979 ein Main-Tour-Turnier gewinnen, zumal er sich zusehends in einen Rausch spielte.

Der Rausch stieg ihm jedoch scheinbar zu Kopf, Robertson kam zurück ins Spiel, spielte auf, als habe es die letzten 6 Frames nicht gegeben und gewann schließlich doch noch 9-8. Spannung pur, Drama galore, großer Sport.

(So. Und nun ist erstmal Ruhe mit Snookerposts – bis Ende März, wenn die China Open starten …)

16 Feb 2007 The Nugget schlägt The Pocket Dynamo

Ich gebe zu, ich mag Graeme Dott ganz einfach nicht – vollkommen subjektiv. Der Mann ist mir unsympathisch und spielt für meine Begriffe langweiliges, unattraktives Snooker. Niemandem habe ich die Weltmeisterschaft weniger gegönnt, seitdem ich Snooker verfolge.

Ich gebe zu, ich war ein wenig begeistert, als ich heute nacht in der Aufzeichnung sah, wie Steve Davis Dott schlug, weil ich Dott gerne ausscheiden sehe. Andererseits ist es eine wahre Freude, Steve Davis zu sehen.

Davis wird im August 50, was für einen Snookerprofi bereits ein stattliches Alter ist. Die meisten, gegen die er heute antritt, könnten seine Söhne sein, viele von ihnen waren noch gar nicht geboren, als Davis 1978 Profi wurde. Er war sechs Mal Weltmeister und müsste mit Sicherheit nicht mehr aktiv spielen, aber Steve Davis hat ein Ziel – an seinem 50. Geburtstag will er in den Top 16 der Weltrangliste sein. Derzeit sieht's nicht schlecht aus.

Das bemerkenswerteste aber ist, was gestern auch im Match gegen Dott klar zu sehen war – Steve Davis spielt nicht »alt«, im Gegenteil. Er geht die heute üblichen langen Einsteiger an, was mit nicht mehr unbedingt perfekten Augen keine Leichtigkeit ist. Er ist nach wie vor meisterhaft bei taktischen Stößen, versucht aber meines Erachtens auch, sich darauf nicht zu verlassen, sondern nach Möglichkeit potbare Bälle anzugehen. Und bei all dem hat er natürlich den unschätzbaren Vorteil von fast 30 Jahren Profierfahrung, welcher ggf. altersbedingte Schwächen in der Konzentration über viele Frames kaschiert. Und auf seine »alten Tage« wird er nun mit seiner Grimassenschneiderei, in der ich oft ein »Wieso tu ich mir das eigentlich noch an?« zu sehen glaube, auch noch unterhaltsam.