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13 Mar 2007 Auf dem Weg ins Crucible Theatre

Derzeit laufen die letzten Qualifikationsmatches zur Snooker-WM 2007 in Sheffield. Dabei treffen die 16 »Überlebenden« der Qualifikation auf 16 gesetzte Spieler. Die Ergebnisse gibt es im Snookerblog.

Der erste Tag bot in meinen Augen bereits die erste Überraschung – der mir bislang nahezu unbekannte Mark Allen konnte sich gegen Robert Milkins durchsetzen. Des weiteren weiter: Ian McCulloch, der junge Mark Selby und Altmeister John Parrot.

22 Oct 2006 Gestern morgen in der Fussgängerzone

Zu den akustischen Quälgeistern, die hiesige Kleinstadtfussgängerzonen zu bieten haben, zählen unter Anderem die Jungs mit der Drehorgel, gerne auch "Leierkasten" genannt. Üblicherweise nudeln die Leierkästen hierzulande Uraltschlager oder Volkstümliches, aber scheinbar scheint das Sommermärchen mittlerweile auch die Drehorgelszene erfasst zu haben.

Jedenfalls habe ich gestern allen Ernstes die Leierkasten-Version von "'54, '74, '90, 2006" von den Sportis gehört. Nudelig-quälgeistig wie immer, natürlich. Ob es mittlerweile einen Ringtone-to-Leierkasten-Converter gibt?

16 Jul 2006 WM-Stöckchen

Ein WM-Stöckchen von André. Schau'n 'mer mal:

Das schönste WM-Erlebnis?

Das klingt jetzt irgendwie unpatriotisch, aber die Erkenntnis, dass es halb so wild sein würde, am Abend des Finales arbeiten zu müssen, weil Deutschland nur um Platz 3 spielen würde, war sehr beruhigend.

Das beste Spiel?

Deutschland - Argentinien. Spannung, Intensität und guter Fussball.

Lieblingssprechchor?

Neben den diversen Lieferanten-Varianten fand ich noch "Berlin, Berlin, wir pfeifen auf Berlin" ziemlich klasse. (Wobei ich mir immer noch nicht ganz sicher bin, ob es nicht doch "scheißen" hieß ...)

Schönstes Trikot?

Ist doch klar: Das Petze-Shirt.

Weltmeister des Herzens?

"Mein" Finale war Deutschland - Argentinien.

Bestes WM-Bier?

Krombacher aus dem Party-Fässchen bei 31°. Dazu eine Familienpackung Aspirin, bitte.

Lieblingsspieler?

Bei der WM, nehme ich an? Carlos Tevez hat mich sehr beeindruckt. Dado Prso ebenfalls.

TV-Höhepunkt?

Deutschland - Polen, ganz knapp gefolgt von Deutschland - Portugal. Spannung siegt über schönes Spiel. Ein achtbarer dritter Platz geht an Argentinien - Japan.

(Außer Konkurrenz die Anregung von Steffen Simon (?) beim Spiel Schweiz - Ukraine die Strafräume als Werbefläche zu vermieten.)

TV-Tiefpunkt?

Beckmann.

Dann ganz lange nix, dann Sarah Kuttners völlig sinnfreie WM-Reportagen, dann die überflüssige WM-Comedy im ZDF, deren Namen ich schon erfolgreich verdrängt habe.

War's schön?

Klasse war's. Mit sporadischen Tiefpunkten.

Und jetzt? Mehr Fußball oder reicht's?

Kann kaum abwarten, dass die Bundesliga-Saison losgeht.

Und wer kriegt das Stöckchen?

Ah, ein "Wer liest hier, den ich lese?"-Test!

Jörg, Torsten und ... ach, komm: thilde.

11 Jul 2006 Von Dummköpfen und Kopfstößen

Wenn ich mir die sich langsam aufklärende Kopfstoß-Geschichte rund um die Sportkameraden Materazzi und Zidane so durch den Kopf gehen lasse, dann frage ich mich, was dümmer ist: Einen stolzen Italiener hochnäsig wie einen Balljungen zu behandeln oder einen aus Algerien stammenden Franzosen als Terroristen-Bastard zu beleidigen?

11 Jul 2006 About Sportfreunde

Ach ja, die Sportis. Das waren noch Zeiten ...

Rückblende, ca. Anfang des Jahrtausends. Kieler Woche, es ist kalt, fieser Nieselregen von allen Seiten - auf norddeutsch: "Schietwetter". Man zwingt mich, ein Konzert zu besuchen, weil amouröse Verstrickungen Beistand benötigen. Der betreffende Act waren nicht Sportfreunde Stiller, die mir (Und wahrscheinlich manch' anderem.) damals so gar nichts sagten - damals spielten sie noch im undankbaren Vorgruppen-Slot. Aber witzig waren sie, irgendwie naturbreit und ... anders (Bitte bedenken: Das war Jahre vor Kettcar, Tomte & Konsorten ...). "Lass uns Wellenreiten gehn."

Vorspulen auf nahezu Jetztzeit. WM, Dortmund, Deutschland - Italien (Erinnere ich mich richtig?), irgenwann mitten im Spiel. Ein guter Teil der 65.000 anwesenden Kehlen fängt nach guter, englischer Fußballtradition an zu singen (Böse Zungen würden behaupten, dass täten Engländer nur, wenn das Spiel langweilig werde.) - aber nicht die Stadionklassiker Marke "You'll never walk alone", sondern allen Ernstes ein Liedchen dieser kleinen Kombo aus dem Großraum München.

Wie fühlt man sich wohl, wenn ein paar 10.000 Leute einfach so, ohne Karaoke-Unterlage und nicht bei einem Konzert einen Song singen (Naja. Gröhlen.), den man selbst geschrieben hat? In Berlin auf der Fanmeile war es bestimmt auch nett, aber Dortmund, das muss richtig Gänsehaut erzeugt haben.