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01 Apr 2009 IE6/2009: 1. Quartal

„Marktanteil“ des verhassten IE6 im ersten Quartal 2009:

Damit kommt der „Lieblingsbrowser“ aller Netzgestalter auf Seiten, zu deren Zahlen ich Zugang habe, im Mittel im ersten Quartal des Jahres 2009 auf einen Anteil von weniger als 7 Prozent.

Vergleichwerte sind natürlich sehr willkommen – traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

01 Apr 2009 Endlich schmerzfreies MP3-Shoppen für Linux-Nutzer

Vorweg: Das hier ist ausdrücklich kein Aprilscherz.

Offenbar seit heute läuft der deutsche MP3-Store von amazon. Und endlich hat mal jemand an die „armen“ Nicht-Windows-Nutzer gedacht. amazon bietet:

  • eine Linuxversion der notwendigen Downloadsoftware (die sogar funktioniert und als deb-Paket verfügbar ist!)
  • DRM-freies MP3-Format (256 kbps variable Bitrate)
  • sowohl Kauf von einzelnen Songs als auch ganzen Alben

Der Download des kostenlosen Testsongs klappte problemlos, die Datei ließ sich ohne Mucken mit allen gängigen Mediaplayern unter Linux abspielen.

So soll es sein. Wenn jetzt noch das tatsächliche Einkaufen (ganz normal über den amazon-Einkaufswagen) problemlos funktioniert, ist amazon für meine Begriffe hier ein echter Coup gelungen.

17 Mar 2009 Support the support team

Ein gutes Supportforum ist oft wesentlicher Faktor für ein Open Source-Projekt. Erst recht dann, wenn Dokumentation fehlt, lückenhaft oder nur teilweise übersetzt ist. Zudem kann natürlich im direkten Kontakt sehr viel spezifischer auf die individuelle Problemstellung eingegangen werden.

Das Supportforum für s9y wird zu Recht oft gelobt – es reagiert normalerweise schnell und kompetent, was z.T. an der (noch) recht überschaubaren Benutzerzahl, aber eben auch am persönlichen Engagement etlicher Benutzer dieses Forums liegt. Kurz: Das Forum funktioniert.

Ein paar Dinge gibt es aber dennoch, von denen ich zumindest mir wünschen würde, dass sie (noch) stärker befolgt würden:

  1. Blog-URL angeben!
    Sofern das Blog, um das es geht, auf einem Server liegt, der von außen erreichbar ist, gebt bitte immer einen URL zum Blog an, damit man es sich „live“ ansehen kann. Das gilt speziell, aber nicht nur für Template- bzw. CSS-Fragen.
  2. Geduld mitbringen!
    Ja, die meisten Helfer gucken täglich, teilweise mehrmals täglich ins Forum. Gerade am Wochenende oder über Feiertage kann es aber durchaus auch mal anders sein.
  3. Gemeldete Probleme in Ruhe lassen! (Oder dokumentieren.)
    Es ist sicherlich lästig, wenn etwas im eigenen Blog nicht funktioniert. Es ist aber genauso lästig, wenn der Folgepost auf eine Problemmeldung ein lapidares „Hab's selbst gelöst!“ ist. Wenn Ihr ein Problem selbst behebt, dokumentiert bitte im Forum, wie Ihr es behoben habt, damit andere mit dem selben Problem die Lösung im Forum finden können. Auch ist es eher kontraproduktiv, ein Problem „durch Entfernen“ zu lösen (etwa bei Plugins, die nicht zu funktionieren scheinen). Ein Problem, das nicht mehr existiert, kann nicht gelöst werden.
  4. Suche benutzen!
    Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man zuerst die Suchfunktion des Forums bemüht, um nachzusehen, ob vielleicht schon eine Lösung dokumentiert ist.

Zum Schluss noch ein Hinweis für die deutschsprachigen Nutzer der Forums: Es existiert ein spezielles Forum „Generelles in Deutsch“, was durchaus der relativ großen deutschsprachigen Benutzerzahl geschuldet ist. Dennoch: Wenn Ihr auch nur im Ansatz des Englischen mächtig seid, solltet Ihr in Erwägung ziehen, ein passendes Forum im englischen Teil zu wählen. Damit können nicht nur auch Helfer, die nicht des Deutschen mächtig sind, zur Problemlösung beitragen, es können auch solche Benutzer von den Antworten profitieren. Niemand reißt Euch den Kopf ab, wenn Euer (Schul-)Englisch etwas holpert, versprochen!

06 Mar 2009 s9y: Was es nicht ist

s9y ist kein Content Management System. Punkt. Es ist eine Blogengine, welche man mit ein wenig Bereitschaft zu Kompromissen und Handarbeit durchaus als CMS zweckentfremden kann, das ja. Aber – das lehrt zumindest der Alltag als freier Einzelkämpfer an der Netzgestaltungsfront immer wieder – es ist eben kein „echtes“ CMS. Wie komme ich (ganz subjektiv übrigens) zu dieser Erkenntnis?

Rein optisch ist es überhaupt kein Problem, s9y wie ein CMS aussehen zu lassen. Spätestens mit dem großartigen neuen Magazin-Template Kinetic hat Bulletproof-Mitentwickler Don Chambers eine hervorragende (allerdings kostenpflichtige!) Basis für den Betrieb einer solchen Seite geschaffen. Auch andere s9y-Templates (wie etwa Mimbo) lassen sich durchaus für Seiten im Magazinstil mit „corporate look“ anpassen.

Da wäre zum einen das Plugin für statische Seiten. Es funktioniert hervorragend, bietet viele Möglichkeiten und leistet unter dem Strich genau das, was es soll – in der Umgebung, für welche es gedacht ist: In einem Blog. Wer ein paar wenige statische Seiten wie etwa ein Impressum, eine „Über mich/uns“-Seite, Datenschutzhinweise etc. anlegen will, wird damit bestens bedient. Dabei reden wir aber von einer überschaubaren Anzahl von statischen Seiten! Ab einer gewissen Anzahl, sagen wir mal: ab 10 bis 15 statischen Seiten, wird die Verwaltung und Pflege aber eben doch, nun ja … zäh, speziell, wenn diese Seiten auch noch über eine relativ komplexe Hierarchie sortiert werden sollen. Sowohl die Anzahl als auch die komplexe Hierarchie aber sind typisch für CMS-artige Seiten.

Ein weiterer Punkt ist die Seitennavigation. Auch in diesem Bereich ist s9y auf Blogs ausgelegt – es gibt verschiedene Seitenleistenplugins, welche unterschiedliche Navigationsformen (Kategorien, Tags, letzte Einträge, letzte Kommentare usw.) möglich machen. So ziemlich jedes Template, das in jüngster Zeit erschienen ist, bietet eine konfigurierbare Navigationsleiste, über welche man gezielt bestimmte Bereiche des Blogs verlinken kann; die Einrichung dieser Leiste erfolgt normalerweise über die sogenannten „theme options“ in der Verwaltungsoberfläche und ist „idiotensicher“, sprich: Man muss keinerlei Änderungen am Templatecode vornehmen.

Was die Navigation aber – bislang – nicht bietet, ist eine Automatisierung in diesem Bereich, welche meiner Meinung nach für ein „echtes“ CMS unabdingbar ist. Darunter stelle ich mir eine automatisch erzeugte Sekundärnavigation vor, welche die über die konfigurierbare Navigationsleiste angelegte Primärnavigation ergänzt. Beispielsweise so: Ich wähle in der Primärnavigation einen „Bereich“ der Seite an, etwa eine Kategorie von Einträgen zu einem bestimmten Thema. Dazu wird dann (z.B. in der Seitenleiste) eine speziell auf diesen Bereich abgestimmte Sekundärnavigation (Subkategorien des Bereiches, zugeordnete statische Seiten etc.) ausgegeben.

Wohlgemerkt: Ich habe derzeit selbst keine Lösung für diese „Probleme“, bestenfalls Workarounds, welche meistens so aussehen, dass man entsprechende Lösungen hart ins Template kodiert. Das ist zeitaufwändig, fehleranfällig und schränkt den Endbenutzer durchaus ein, weil praktisch jede Erweiterung der Seite, die eine Ergänzung der Navigation erfordert, auch eine Anpassung des Templates notwendig macht. Zudem gibt es durchaus Fallbeispiele, in denen diese notwendigen Kompromisse akzeptabel sind; z.T. wiegt auch die Tatsache, dass man sich nicht in ein unbekanntes CMS einarbeiten muss, sondern die vertraute (und bewährte!) Blogengine zweckentfremden kann, die Einschränkungen durch diese Kompromisse auf.

Nochmal ganz deutlich: Ich rate nicht generell davon ab, s9y als CMS einzusetzen, speziell nicht für eher überschaubare Seiten. Aber man sollte sich vorher bewußt machen, mit welchen Kompromissen man – meiner (praktischen) Erfahrung nach – rechnen muss.

03 Mar 2009 Drop it

Dropbox ist ein kostenloser Dienst, um Dateien vom eigenen PC online abzulegen und optional mit anderen zu teilen. Ein Online-Backupmedium also, welches immerhin – steigerungsfähige, dazu gleich mehr – 2GB Speicherkapazität bietet.

Dropbox

Interessant dabei die Umsetzung unter Linux: Nicht nur gibt es (vorbildlich) ein Ubuntu-Repository für die Applikation, welche den Rechenknecht mit Dropbox verbindet, die Installation funktioniert auch noch ebenso streßfrei wie die Software – leider nicht immer üblich bei Software von Drittanbietern.

Die Dropbox-Software integriert sich unter Gnome in SystemTray und den Dateimanager nautilus. Es wird ein lokaler Ordner angelegt, dessen Inhalte automagisch mit Dropbox sychronisiert werden. Einfacher geht es eigentlich nicht. Zugriff auf die abgelegten Daten ist im Übrigen auch von einem anderen Rechner über das Webinterface möglich.

Mund wässrig gemacht? Wer Dropbox ausprobieren möchte, kann mir einen Gefallen tun und mir (und sich!) 250 MB zusätzlichen Speicherplatz sichern (in dem er/sie genau diesen Link zur Anmeldung nutzt).