Entries tagged as web

08 Oct 2007 webzwonull hat irgendwie ein PR-Problem

Samstag, auf einer merkwürdigen Einweihungsparty einer merkwürdigen Wohngemeinschaft in einem merkwürdigen (aber sehr schönen) Haus wurde ich S. vorgestellt. S. ist so einer, der »was mit Computern« macht – Softwareentwickler ist der junge Mann halt. Und die sind ja mitunter etwas hinterher, wie folgender Dialog illustriert:

(Man hatte sich ein Weilchen über CMS, Typo3, Serendipity – kannte er nicht; Schlamperei – usw. unterhalten.)

Er so: »AJAX, sagt Dir das was?« – Ich so: »Klar …« – Er so: »Also, da werden nur die Teile einer Seite aktualisiert, die wirklich aktualisiert werden müs … – Ich so: »Klar. Gmail und so.« – Er so: »Gmail???«

01 Oct 2007 Rubin-Interview

Wochen hat es gedauert, bis ich vorgestern endlich mal dazu kam, das sehr, sehr, sehr lange NY Times-Interview mit Rick Rubin (via Nerdcore) zu lesen. Rubin hat so ziemlich alles produziert, was man in den letzten 20 Jahren gehört haben sollte, und ganz nebenbei noch aus Johnny Cash eine noch größere Legende gemacht.

Nun soll Rubin also die dahinsiechende Musikindustrie vor dem Ruin retten, einen Moloch, der sich über Jahrzehnte an der Kreativität anderer sattgefressen hat und dem nun – kurz vor dem Platzen – die eigene Kreativität fehlt, um das eigene Fell zu retten. Das Zauberwort according to Rick lautet Vernetzung plus Flatrate:

"You would subscribe to music," Rubin explained, as he settled on the velvet couch in his library. "You'd pay, say, $19.95 a month, and the music will come anywhere you'd like. In this new world, there will be a virtual library that will be accessible from your car, from your cellphone, from your computer, from your television. Anywhere. The iPod will be obsolete, but there would be a Walkman-like device you could plug into speakers at home. You'll say, 'Today I want to listen to ... Simon and Garfunkel,' and there they are. The service can have demos, bootlegs, concerts, whatever context the artist wants to put out. And once that model is put into place, the industry will grow 10 times the size it is now."

Man bezahlt also eine pauschale Summe und hat dafür überall, wo man Musik hören möchte und kann, Zugriff auf eine riesige virtuelle Musik-Bibliothek. Hm.

Das klingt ein wenig nach »Radio 2.0« bzw. »radio on demand«, was grundsätzlich ja eine hübsche Idee ist. Man würde es vermutlich mit irgendeiner Form von sozialem Netzwerk verknüpfen, welche dynamische Playlisten generieren kann usw. usf. DRM wäre überflüssig – wozu downloaden, kopieren, brennen, wenn man doch überall und jederzeit hören kann, wonach einem gerade ist … die Frage ist halt: Haben die das nochmal durchgerechnet? Kriegt man tatsächlich alle Plattenfirmen und Künstler dazu, zu dieser Bibliothek beizutragen? Sind 20 Dollar wenig genug?

01 Oct 2007 Accessibility Blog Parade

Robert und das Team vom MAIN_blog veranstalten eine Blog-Parade zum Thema Accessibility.

Los geht es am 10.10., Schluss ist am 11.11., und ich denke, ich werde zumindest versuchen, einen Eintrag beizutragen, zumal ich über Robert gerade einen tieferen Einblick in das Thema in Bezug auf Bulletproof bekomme.

Bulletproof ist derzeit bestenfalls »einigermaßen« barrierefrei, soll jedoch in kuhzünftigen Releases in diesem Bereich mit Expertenhilfe verbessert werden. Warum das geschehen soll, warum Barrierefreiheit nicht nur die interessieren sollte, die dazu gesetzlich angehalten sind usw., das erkläre ich dann in einem Beitrag zur Parade :-)

Auf jeden Fall gilt: Wer in beliebiger Form Erfahrungen und Meinungen zum Thema dieser Blog-Parade beitragen kann, sollte das unbedingt tun. Ich bin gespannt, was alles beigetragen wird.

21 Sep 2007 Frisch tapezieren gefällig?

Großartige Hintergrundtapeten für jeden Desktop (ca. 7 000 Stück) finden sich im Desktop Nexus, einer Webseite, die sich dem »Social Wallpapering« verschrieben hat.

(via Smashing Magazine)

07 Sep 2007 Facebook - nicht mein Ding?

Ich will ja gerne zugeben, dass ich Facebook so weit ganz witzig und unterhaltsam finde. Sagenhaft Neues kann ich dort allerdings nicht entdecken – klassisches Web 2.0-Ding halt, social networking Community. Ein Account mehr eben. Der ursprüngliche Sinn von Facebook, das Vernetzen mit ehemaligen Mitschülern, Kommilitonen und Kollegen, geht mir einigermaßen am Allerwertesten vorbei, weil das normalerweise bzw. in der überwiegenden Mehrzahl Kontakte wären, auf die ich weitestgehend verzichten kann.

Zu meinen Facebook-Friends habe ich größtenteils auch so Kontakt – über die jeweiligen Blogs, über andere Communities, per Email. So gesehen ist Facebook für mich zunächst mal zusätzlicher »Streß«, d.h. eine Geschichte mehr, die im täglichen Netzabstecher abgeklappert werden will, deren Interface aber für meine Begriffe eher umständlich ist. Zumindest umständlicher, als Blogfeeds im Feedreader und Emails im Mailclient durchzupflügen. Nun ja, ich finde es ja auch schon denkbar unglücklich, dass die primäre Plattform zum Informationsaustausch zu Serendipity ausgerechnet ein Webforum ist ;-)

Ansonsten emfinde ich die Mehrzahl der Applikationen in Facebook als »Spielkram«. Oft unterhaltsamer Spielkram, aber eben nicht mehr als das. Nutzwert habe ich dort bislang vergeblich, allerdings zugegebenermaßen auch nicht sehr intensiv, gesucht. Dem einzigen neuen Kontakt, den ich persönlich bislang dort geschlossen habe, wäre ich ohne Facebook vermutlich auch so über den Weg gelaufen. Überzeugt mich vom Gegenteil, aber irgendwie …