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26 Nov 2009 Handbrake 0.9.4 - Die Änderungen

Handbrake, das Schweizer Armeemesser des Video-Encodings ist auf den Tag genau nach einem Jahr in der neuen Version 0.9.4 erschienen. Neben der Ausdünnung der Presets und der Konzentration auf Kodierung in einem Durchlauf („single pass“) mit konstanter Qualität beherrscht Handbrake nun auch endlich „abschaltbare“ Untertitel.

Wer also – wie ich – Video gern mit mehreren Tonspuren und Untertiteln kodiert, braucht nunmehr nur noch ein Werkzeug – Handbrake. Die „soft subtitles“ direkt von DVD werden als Bitmaps direkt in Matroska-Container (nur mit denen funktioniert es so) als seperate Spur abgelegt. Damit entsprechen sie inklusive Bildschirmposition und Formatierung ziemlich genau eins zu eins den Originaluntertiteln, und das ohne großen Aufwand oder OCR-Fehler. Und im Gegensatz zu einer Entwicklerversion, die ich zwischenzeitlich schon einmal getestet hatte, spielt nun auch mein stationärer Videoplayer den Kram inklusive perfekt synchronen Untertiteln korrekt ab.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist für meinen Geschmack die Bedienung in der neuen Version – man muss sich aber im Grunde nur daran gewöhnen, dass man erst eine weitere Audio- oder Untertitel-Spur zum Video hinzufügt und dann die Einstellungen an dieser Spur vornimmt, sonst werden diese nicht wie gewünscht übernommen. Dafür, auch das ist äußerst positiv, wird Handbrake nun nicht mehr von Sonderzeichen wie „'“ oder „&“ im Dateinamen der Videodatei „verwirrt“.

09 Aug 2009 Doch nochmal: Untertitel

Nach diversen Testreihen muss ich das leidige Thema Untertitel auf der WD TV nun doch nochmal rekapitulieren.

Was man eigentlich will

Eigentlich will man dem MKV-Container Untertitel im SUB-Format mitgeben, da bei diesem Format der fehleranfällige und zeitraubende Schritt OCR entfällt. Mir ist es jedoch (bislang?) nicht gelungen, SUB-Untertitel so zu generieren, dass die WD TV sie lesbar darstellt. Sollte jemand eine Methode kennen: Immer raus damit!

Ebenso will man die Untertitel definitiv mit in den MKV-Container einbinden („muxen“); das ist einfach aufgeräumter und ebenfalls weniger fehleranfällig, allein, weil man die Untertiteldatei so nicht versehentlich löschen kann.

SRT to the rescue

Die Übergangslösung, bis Handbrake nicht hart kodierte Untertitel unterstützt und das alles automagisch in einem Rutsch erledigt, ist also, Untertitelspuren separat via OCR ins SRT-Format umzuwandeln und diese mittels mkvtoolnix nachträglich in den Container einzufügen.

Dabei ist mir ein erster Nachteil des MKV-Containers aufgefallen: MKV unterstützt anscheinend weder Formatierungen in noch Positionierung von SRT-Untertiteln. Beides nutzt, soweit ich das getestet habe, die WD TV aber auch bei seperaten Untertitel-Dateien nicht, insofern ist es egal.

Zum Erzeugen der SRT-Dateien verwende ich mittlerweile doch SubRip an Stelle von VobSub bzw. SubResync aus dem VobSub-Paket. SubRip bietet zwei klare Vorteile:

  1. Es kann einmal via OCR erkannte Zeichen in einer Datenbank speichern. Das beschleunigt den Erkennunsprozeß ungemein, wenn man diese Datenbank regelmäßig (manuell) speichert. SubResync hingegen setzt das OCR bei jedem Programmstart zurück
  2. Ebenfalls sehr nützlich ist die Funktion, gängige OCR-Fehler automagisch bereinigen zu lassen. Optisch ähnliche Buchstaben werden dabei zusammenhangsabhängig korrigiert. Auch das tut SubResync nicht.

Die WD TV besteht übrigens nicht darauf, Untertitel in Unicode serviert zu bekommen, somit kann man die Wahl der Kodierung getrost SubRip überlassen. Enthält eine Untertitelspur Zeichen, die Unicode notwendig machen, bietet SubRip das automagisch an.

15 Jul 2009 WD TV HD Media Player

WD TV

Von der WD TV war hierzublog nun schon etliche Male die Rede. Zeit, das neue Spielzeug auch mal ausführlich vorzustellen.

Die WD TV aus dem Hause Western Digital ist ein HD Media Player. Genauer gesagt ist diese winzige Kiste die eierlegende Wollmilchsau unter den stationären Media Playern.

Man schließt sie wahlweise über HDMI oder Composite Video (Cinch) an ein Fernsehgerät an. Was auch immer die WD TV an den über zwei USB-Anschlüsse bereitgestellten (mit FAT32, NTFS oder HSF+ formatierten) Datenträgern findet, spielt sie ab.

DivX, Xvid, H.264, MP3, OGG, FLAC, JPG, PNG – you name it, you got it. Ein gängiges Format für Video, Audio oder Bilder, mit dem die WD TV nichts anfangen kann, wäre mir noch nicht bekannt. Angeblich kann die Kiste sogar direkt auf DVD-Images zugreifen, was ich allerdings noch nicht ausprobiert habe.

Kurz zusammengefasst: Die kleine Kiste leistet genau das, was man will – Multimedia-Inhalte aller Art von USB-Datenträgern abspielen. LAN kann sie nicht, WLAN kann man ihr angeblich mit einem kruden Hack ebenso beibringen wie das Annehmen eines USB-Hubs, um die Anzahl der verfügbaren USB-Ports zu erhöhen. (Wer's braucht …) Aufnehmen kann man damit (ich bin versucht, zu sagen: leider) auch nicht, und mit einem SCART-Anschluss kommt man ebenfalls nicht weit.

Die mitgelieferte Software zur Medienkonvertierung kann man getrost ignorieren, es gibt genug freie Software, die das, was dieser MediaConverter leistet, besser und bequemer tut. Auf jeden Fall aber sollte man stets die aktuelle Firmware für die WD TV einspielen. Je nach Auslieferungszustand der WD TV kommt man erst damit in den Genuss von z.B. Untertiteln und Kapiteln in MKV-Containern.

Fazit: Für derzeit (Stand: Juli 2009) um die 85,- Euro (ohne Datenträger!) bietet die WD TV stressfreie HD-Medienwiedergabe am TV-Gerät. Wer auf Streaming verzichten kann, ist hier bestens bedient.

14 Jul 2009 Zum letzten Mal (hoffentlich!): Untertitel

Nach viel rumprobieren und einigen Testläufen nehme ich nun alles, was ich jemals zum Thema „Untertitel“ behauptet habe zurück und behaupte das Gegenteil. Naja, fast. Wir erinnern uns: Es geht darum, auf einem Windows-System eine Untertitelspur zu einem H.264-Video zu erzeugen.

In der Tat will man generell .sub-Untertitel – die werden direkt aus der .vob-Datei des Films gezogen, laufen nicht über ein OCR … wenn sie nur nicht von z.B. der WD TV nahezu unleserlich dargestellt würden. .sub-Untertitel kann man mit VobSub, genauer gesagt mit dem VobSub Ripper, direkt aus der IFO-Datei einer DVD ziehen.

Die WD TV als zickige Diva (beim Thema Untertitel, und nur da!) möchte aber nun lieber .srt-Untertitel angefüttert bekommen, und auch das noch vorzugsweise in Unicode. Ob die dann „lose“ neben der Filmdatei auf dem Datenträger liegen oder in den Container mit eingemuxt werden, ist ihr hingegen herzlich egal (so lange zusammen gehörende Dateitypen den gleichen Dateinamen vor dem Präfix haben).

Das entsprechende Tool dafür im VobSub-Paket nennt sich SubResync. Da kommt dann wieder Texterkennung ins Spiel, aber das ist nun mal nicht zu vermeiden, wenn man Grafik (.sub) nach Text (.srt) umwandeln will. Wichtige Optionen in SubResync sind zum einen die Erzeugung von Unicode, zum anderen sollte man nur bei gegebenem Anlass die Datenbank leeren. In der merkt sich SubResync bereits erkannte Zeichen, und das beschleunigt das Unterfangen doch kollossal.

08 Jul 2009 WD TV, MKV und SRT

VobSub-Untertitel sind grundsätzlich eine feine Sache, nur nicht in MKV-Dateien, die auf einer WD TV angezeigt werden sollen. Die WD TV rendert VobSub-Untertitel anscheinend ohne irgendeine Form von „Rand“, man hat also rein weiße Schrift in den Untertiteln, was je nach darunter liegendem Filmmaterial mehr oder weniger unlesbar ist.

Die Lösung ist denkbar simpel: Man kann anstelle der VobSub-Untertitel ebenso gut mittels mkvtoolnix SRT-Untertitel zuschaltbar in den MKV-Container muxen. Die rendert die WD TV dann entsprechend der Voreinstellungen im System, wo man u.a. einen Rahmen einstellen kann.