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02 Apr 2008 Oreos

Ich kenne sie aus diversen US-Serien dem Namen nach, gesehen hatte ich sie jedoch in deutschen Supermarktregalen bis gestern noch nicht: Oreos. In solchen Fällen kann ich meinen Hang zur amerikanischen Esskultur ja immer nur schwer bremsen, was mich am Beispiel von Erdnussbutter auch schon mal an den Rande meiner eigenen Körperbeherrschung gebracht hat.

Oreos finde ich eigentlich ganz lecker, allerdings kann ich maximal vier davon essen, ehe ich einen Kakaoschock erleide. Und natürlich muss man sie auseinander nehmen.

18 Feb 2008 Spontan-DVB-T neben MythTV

Computer bereiten uns Probleme, die wir ohne sie nicht hätten.

(unbekannte Quelle)

Wie wahr. Seit Monaten läuft hier unfallfrei eine Terratec T² USB und versorgt MythTV als digitalen Videorecorder mit DVB-T. Zum aufnehmen ist das super, aber MythTV ist nicht unbedingt das ideale »Leichtgewicht«, um mal eben ein wenig TV zu schauen.

Soeben habe ich mal Kaffeine ausprobiert, danach mplayer und xine. Nirgendwo ein Bild.

Die Lösung brachte schließlich die Ausgabe von vlc: Das laufende mythbackend blockiert logischerweise das Videogerät, ergo muss man es zunächst über sudo /etc/init.d/mythtv-backend stop abklemmen. Danach klappt es auch mit Kaffeine.

15 Feb 2008 Bundesvisionsongcontest auf Kiel gelegt

Gestern irgendwann zwischen Snooker und wegdämmern erwischte ich beim Durchzappen nochmal den Schnelldurchlauf des höchst albernen Bundesvisionsongcontests – ein beeindruckendes Schaulaufen musikalischer Unfähigkeit. Die traditionell überzähe Abstimmung habe ich bereits nicht mehr im Wachzustand erlebt – umso diebischer habe ich vorhin gegrinst, als ich las, dass die für meine Begriffe einzige halbwegs hörbare Nummer »Auf Kiel« von Subway To Sally das Rennen gemacht hat, offenbar zur offensichtlichen Verwunderung von Stefan Raab …

12 Feb 2008 Katinka Buddenkotte: »Ich hatte sie alle«

Man muss eine Rezension dieses Buches vermutlich einfach so anfangen. Also: Katinka Buddenkotte hatte sie alle – beschissene Jobs mit skurrilen Kollegen, kranke Beziehungen mit merkwürdigen Typen, unglaubliche Begegnungen mit durchgeknallten Ärzten, Therapie und Bassisten (letzteres, und darauf lege ich Wert, zumindest der Chronologie des Buches folgend in genau dieser Reihenfolge).

Katinka Buddenkotte schreibt darüber, witzig und wortgewandt, und hat nur ein Problem dabei: Ihre satirischen Erzählungen verlieren signifikant an Witz, wenn sie nicht von Jürgen von der Lippe vorgelesen werden. Aber das geht den meisten so.

(Die Erzählung »Ich hatte sie alle« ist übrigens übelste Verleumdung an den Menschen, die ein völlig unterschätztes Instrument zu bedienen wissen, jawohl!)

20 Jan 2008 Ein paar Gedanken über den Masters-Sieger 2008

Wer es nicht gesehen hat: Wir sprechen über Mark Selby, der seinem neuesten Spitznamen »Marvellous« (»Wunderbar«) heute abend beim 10-3 über Stephen Lee alle Ehre gemacht hat, indem er alle 5 Frames der Evening Session gewann. Und zwar mit beeindruckendem Snooker, was ihn endgültig zum neuen Publikumsliebling und -magneten neben Ronnie O'Sullivan gemacht haben dürfte – sowohl im Wembley beim Masters als auch im Allgemeinen.

Für meinen Geschmack unterscheidet sich dieser Mark Selby sowohl von dem, der im letzten Jahr erst als dritter ungesetzter Spieler ins Finale der Weltmeisterschaft vordringen konnte (wo er bekanntlich John Higgins unterlag), als auch von dem, der bei der UK Championship denkbar knapp gegen sein Alter Ego O'Sullivan verlor. Bei der WM 2007 war Selby ein Rohdiamant, dem noch sehr viel eher sein anderer Nickname »The Jester from Leicester« gut zu Gesicht stand. Sein Spiel war längst noch nicht ausgearbeitet und abgerundet, er dürfte damals durchaus vom Außenseiterstatus profitiert haben und fiel vor allem durch seine Späße und Grimassen auf.

Bei der UK Championship war deutlich eine seiner Stärken, die er anscheinend seit der letzten Saison noch weiter ausgebaut hat, zu bewundern: Safety-Spiel. Eine Taktik, die zum einen gegen Marco Fu zum längsten jemals im TV übertragenen Frame eines Ranglistenturniers führte, die zum anderen gegen O'Sullivan im Finale lange erfolgversprechend schien und doch letztlich nicht reichte, um das Finale zu gewinnen.

Aber Selby hat es scheinbar nicht dabei bewenden lassen, sein Safety-Spiel bis nahe zur Unlösbarkeit zu perfektionieren – beim Masters war ein sehr kompletter Selby zu sehen, der durchaus nach wie vor schwierige Stöße gründlich durchdachte, aber auch in der Lage war, hohe Breaks nicht nur zu spielen (er beendete das Turnier mit dem höchsten Break des Turniers), sondern sie auch durch wohlüberlegtes Positionsspiel flüssig aufzubauen.

Mark Selby wird keine Eintagsfliege sein, und er ist weit mehr als ein skurriler Showman, dem die Herzen der Damen zufliegen. Er ist offensichtlich auf dem besten Weg, ein kompletter und abgerundeter Spieler zu werden, der alle Facetten des Spiels beherrschen will und gleichzeitig unterhaltsam für das Publikum spielt. Möge die Übung gelingen.