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18 Sep 2009 Nie wieder Kneipenfußball

Der Spieltag der Euro-League fällt bekanntlich auf den Tag, an dem ich für meinen Teil üblicherweise mit netten Menschen im Eingeweide einer Kneipe sitze, Bier trinke und dummes Zeug rede. (Wir nennen es Stammtisch.)

Speziell wenn die einzige Dame dieser – arg dezimierten – Runde, welche sich so gar nicht für Fußball interessiert, aus beruflichen Gründen verhindert ist, kann man da doch das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden und mal dafür sorgen, dass die Fernseher, die in besagter Kneipe ohnehin an der Wand hängen, mal für was Sinnvolles genutzt werden.

Tja. War jetzt gestern, glaube ich, nicht die beste Idee.

Aber immerhin weiß mein Stammtischbruder M. jetzt, was grün ist und nach Fisch stinkt. Wonach stinkt eigentlich Rapid Wien?

15 Jul 2009 WD TV HD Media Player

WD TV

Von der WD TV war hierzublog nun schon etliche Male die Rede. Zeit, das neue Spielzeug auch mal ausführlich vorzustellen.

Die WD TV aus dem Hause Western Digital ist ein HD Media Player. Genauer gesagt ist diese winzige Kiste die eierlegende Wollmilchsau unter den stationären Media Playern.

Man schließt sie wahlweise über HDMI oder Composite Video (Cinch) an ein Fernsehgerät an. Was auch immer die WD TV an den über zwei USB-Anschlüsse bereitgestellten (mit FAT32, NTFS oder HSF+ formatierten) Datenträgern findet, spielt sie ab.

DivX, Xvid, H.264, MP3, OGG, FLAC, JPG, PNG – you name it, you got it. Ein gängiges Format für Video, Audio oder Bilder, mit dem die WD TV nichts anfangen kann, wäre mir noch nicht bekannt. Angeblich kann die Kiste sogar direkt auf DVD-Images zugreifen, was ich allerdings noch nicht ausprobiert habe.

Kurz zusammengefasst: Die kleine Kiste leistet genau das, was man will – Multimedia-Inhalte aller Art von USB-Datenträgern abspielen. LAN kann sie nicht, WLAN kann man ihr angeblich mit einem kruden Hack ebenso beibringen wie das Annehmen eines USB-Hubs, um die Anzahl der verfügbaren USB-Ports zu erhöhen. (Wer's braucht …) Aufnehmen kann man damit (ich bin versucht, zu sagen: leider) auch nicht, und mit einem SCART-Anschluss kommt man ebenfalls nicht weit.

Die mitgelieferte Software zur Medienkonvertierung kann man getrost ignorieren, es gibt genug freie Software, die das, was dieser MediaConverter leistet, besser und bequemer tut. Auf jeden Fall aber sollte man stets die aktuelle Firmware für die WD TV einspielen. Je nach Auslieferungszustand der WD TV kommt man erst damit in den Genuss von z.B. Untertiteln und Kapiteln in MKV-Containern.

Fazit: Für derzeit (Stand: Juli 2009) um die 85,- Euro (ohne Datenträger!) bietet die WD TV stressfreie HD-Medienwiedergabe am TV-Gerät. Wer auf Streaming verzichten kann, ist hier bestens bedient.

29 Jun 2009 DVD-»Ersatz«: MKV mit Untertiteln

Komprimiertes Video wird immer wichtiger im „Pantoffelkino“. Ob man nun gemütlich am Laptop oder am Fernseher, welcher (wie bei mir seit einiger Zeit) z.B. über eine WD TV befeuert wird, gucken möchte: Die DVD ist nicht mehr unbedingt das Medium der Wahl.

Was man will, ist ziemlich klar: Einen MKV-Container mit H.264-Video, AAC-Tonspur(en) und – idealerweise – zuschaltbaren VobSub-Untertiteln.

Das Tool dafür – unter Windows, MacOS und Linux! – wäre normalerweise Handbrake, eine Art „Schweizer Armeemesser“ in puncto Videokodierung. Der Haken aber ist, wie ich bereits bei Kristian (in den Kommentaren) feststellte, dass Handbrake derzeit nur „hart einkodierte“ Untertitel bietet. („Softe“ sind allerdings bereits in Arbeit; es ist jedoch nicht abzusehen, wann die Version 0.9.4 des Programms erscheinen wird, in der das implementiert sein soll.)

Bis dahin bleibt nur, Handbrake ausschließlich Video und Audio zu überlassen und die Untertitel nachträglich in den MKV-Container einzubinden – denn die Möglichkeit zu „soften“ Untertiteln bietet dieses Containerformat durchaus.

Für das Auslesen der Untertitel von DVD gibt es meines Wissens kein platformübergreifendes Programm. Unter Windows erledigt z.B. VSRip diesen Job ganz gut, Linux-Nutzer können subtitleripper verwenden. Mac-Nutzern kann ich persönlich mangels Mac leider nichts empfehlen, vielleicht kann jemand über die Kommentare aushelfen?

Das Tool, welches die Untertitel in den MKV-Container einbindet („(re)muxing“), tut seinen Dienst wieder auf allen drei Plattformen: mkvtoolnix nimmt die mit Handbrake erzeugte MKV-Datei, welche bereits Video- und Tonspur(en) enthält, fügt die Untertitelspur(en) hinzu und erzeugt eine neue MKV-Datei, die dann alles enthält.

08 May 2009 Unsortierte Gedanken: twitter

Ich twittere jetzt ziemlich genau seit einem Dreivierteljahr. In diesem Zeitraum habe ich diverse twitter-Clients durchprobiert (und bin schließlich bei twhirl gelandet), wie befürchtet deutlich seltener (dafür aber mehr) gebloggt und bis heute knapp 3100 Mal mehr oder weniger die 140 Zeichen genutzt, welche dieser Dienst bietet. Stand heute verfolgen unfassbare 175 Follower, was ich da so absondere. Daraus leite ich für mich folgende unsortierten Erkenntnisse über twitter ab:

twitter ist ein großer Chatroom …

Kaum jemand, dem ich folge, nutzt twitter (nur) so, wie es ursprünglich mal gedacht war: Um der Welt mitzuteilen, was man gerade tut. Und sein wir mal ehrlich: Würde man nur das twittern, wäre das ganze Ding vermutlich nie so groß geworden, schon gar nicht, wenn man es konsequent machte. (Ich sag nur: „Bohre angestrengt in der Nase.“)

Statt dessen werden Links abgekippt, auf lesenswerte Seiten im Netz verwiesen, Fragen gestellt und beantwortet, eigene Blogbeiträge angekündigt und regelrechte Diskussionen geführt. Und das alles (fast immer) nicht nur von Person zu Person oder innerhalb eines eingeschränkten Nutzerkreises, sondern mehr oder weniger öffentlich – was eigentlich ziemlich großartig ist.

… in dem es mächtig rauscht

Ich persönlich kann auf einige dieser Dinge gut verzichten. Ich muss der twitter-Welt nicht mitteilen, welche Musik ich gerade höre – dafür gibt es andere Dienste wie etwa LastFM. Twittert jemand phasenweise nichts anderes, ist das für mich persönlich mitunter ein Grund, demjenigen nicht weiter zu folgen.

Das sind Ankündigungen von Blogeinträgen nicht, obschon ich auch die als relativ unnötig empfinde. Ich kann nachvollziehen, warum man das via twitter macht (es zieht offensichtlich deutlich mehr Leser ins Blog), aber ich persönlich ziehe es weiterhin vor, die RSS Feeds der Blogs, die mich interessieren, in einem Feedreader zu lesen. Blogpost-Tweets kommen mir zudem immer ein wenig wie gekürzte Feeds vor, und die finde ich genauso überflüssig.

twitter ist wie Fernsehen

twitter ist längst ein soziales Netzwerk mit integriertem Chatroom, aber dennoch nützlich – und vor allem unterhaltsam. Immer, wenn ich von jemandem lese, ihm erschließe sich der Sinn von twitter nicht, denke ich mir: „twitter ist ein bißchen wie Fernsehen – manchmal nützlich und informativ, manchmal unterhaltsam und manchmal einfach nur doof. Und trotzdem guckt fast jeder hin.“

26 Apr 2009 You've Been Gilmore'd

Eigentlich hasse ich MySpace. Gleichzeitig aber liebe ich verzerrte Gitarren und die Gilmore Girls, und wenn eine Band laut MySpace-Profil klingt wie „Die Gilmore Girls mit verzerrten Gitarren“, dann überwinde ich mich.

Auf Sinister Rouge, die Band von @dooz passt diese Beschreibung wie das Schwein auf's Sofa, wie meine Lieblingskollegin zu sagen pflegt. Der Vergleich mit Green Day oder Weezer ist im Übrigen aber durchaus ebenfalls passend.

Also: Reinhören und im Auge behalten, noch ist das alles nur ein Pre-Release.