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20 May 2007 Fußball-Stöckchen

Kaum ist man mal 2 Tage nicht am Feedreader, schon wird man wieder beworfen. Gott sei Dank geht es nicht um Leben oder Tod – es geht um mehr! Und eins sag' ich gleich: Werfen tu' ich nicht. Die, die ich kenne, die sich auch nur im Ansatz für Fußball erwärmen, haben alle schon 'ne Beule an der Stirn.

  1. Dein Verein ist:
    Nach einer kurzzeitigen kindlichen Verwirrung nur noch der HSV – wenn es um Deutschland geht. Im Ausland ist es Ajax Amsterdam (die haben verstanden).
  2. Das offizielle Saisonziel für Deine Mannschaft war:
    Ich glaube, die wollten allen Ernstes unter die ersten drei.
  3. Dein persönliches Saisonziel war:
    Ich bin mir sicher, dass ich mir sicher war, wir würden unter den ersten fünf landen.
  4. Was trauten Experten Deinem Verein zu Saisonbeginn zu?
    Nehmen wir mal den Mittelwert aus der kicker-Saisonvorschau, featuring Thomas Helmer, Ralf Rangnick und Toni Schumacher: Vierter.
  5. Wird Deine Mannschaft das offizielle Ziel erreichen?
    Not even close, aber wie wir seit gestern wissen, stehen wir immerhin im UI-Cup. Und da wir dort direkt im Finale antreten, riecht es sogar schon bedrohlich nach UEFA-Cup.
  6. Hat Deine Mannschaft Dein persönliches Saisonziel erreicht?
    Nein, aber es war halt eine Saison, in der man lernte, demütig für den Klassenerhalt zu beten, insofern muss man mit dem Ende zufrieden sein.
  7. Welches war das beste Heimspiel in dieser Saison?
    Ich hab's ja immer nicht so mit dem Zurückdenken an einzelne Spiele …
  8. Welches war das schönste Auswärtsspiel in dieser Saison?
    Da hingegen schließe ich mich Nicole und André an: In München den Bayern ihr schönes Stadion zu versauen war super.
  9. Welches war das schlechteste Spiel in dieser Saison?
    Fast alle, speziell in dieser deprimierenden Phase, als wir uns krampfhaft an Dolly klammerten.
  10. Zu Beginn der Saison: Wer war Dein Meisteranwärter?
    Bayern oder Bremen.
  11. Zu Beginn der Saison: Wer sollte absteigen?
    Bi*l*f*ld, Cottbus, Wolfsburg. Drei Fälle von »Unkraut vergeht nicht«.
  12. Der 34. Spieltag steht an. Wer sollte Meister werden, 04 oder der VfB?
    Eigentlich Bremen. Aber ich war schon vorher dafür, dass Schlacke wenn überhaupt, dann nächste Saison Meister wird. 50 Jahre nach dem letzten Mal, dann meinetwegen.
  13. Hättest Du gedacht, dass Mainz absteigt?
    Never ever. Aber so schade es auch ist, letztlich gehört Mainz eher in die 2. Liga.
  14. Wie oft hast Du in dieser Saison Deinen Verein im Stadion unterstützt?
    Dieses Jahr habe ich es leider gar nicht geschafft. Zuviel anderweitiger Stress, außerdem ist meine Mitfahrgelegenheit Vater geworden.
  15. Wie hast Du in dieser Saison Deinen Verein finanziell unterstützt?
    Ahem. Die haben mehr Geld als ich …
  16. Welchen Platz wird Dein Verein diese Saison erreichen?
    Das wissen wir ja nun bereits.
  17. Hat sich diese Saison gelohnt?
    Was für eine dämliche Frage. Wenn es danach ginge, wäre niemand lange Fan.
  18. Was machst Du in der Sommerpause?
    Ich werde wohl mal gucken, was Samstags zwischen 15:30 und 17:30 sonst so im Radio läuft.

19 May 2007 Erst pfui, dann UI

An und für sich sollten einem da in der Tat die Worte fehlen … nach einer ausgemachten Katastrophensaison mit Beinahe-dann-aber-doch-nicht-Abstieg und Trainerwechsel schleppt sich der HSV am letzten Spieltag angeschlagen über die Ziellinie der Bundesligasaison und landet … auf Platz 7 und damit kommende Saison im UI-Cup.

Um einem klassischen Fussballzitat die Ehre zu geben:

I wer' narrisch!!!

(Sollte man jetzt dazu sagen, dass Dortmund und Hannover aber auch fleissig mitgeholfen haben? Nö, oder?)

14 May 2007 Bremer Recht

Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich den Passus im Bremer Wahlrecht, welcher besagt, dass es zum Überwinden der 5%-Hürde genügt, diese in Bremen oder Bremerhaven zu überwinden, nun ausgeprochen demokratisch oder ausgesprochen dämlich finden soll. Fakt ist: Durch diesen Passus sitzt ein DVU-Abgeordneter in der Bremer Bürgerschaft, auch wenn er damit keine Fraktionsstärke erreicht.

Nun denn: »Dreimal ist Bremer Recht«. Meister werden sie jedenfalls nicht.

18 Apr 2007 Eine Befürchtung zur Snooker-WM

Am Samstag startet in Sheffield die Weltmeisterschaft im Snooker, und es steht zu befürchten, dass der – mir höchst unsympathische – Schotte Graeme Dott seinen Titel verteidigen wird. Allerdings begründet sich diese Befürchtung nicht damit, dass Dott rechtzeitig zur WM die Umstellung auf ein attraktiveres, offensiveres Spiel abgeschlossen zu haben scheint und sich mit dem Sieg bei den China Open das nötige Quentchen Selbstvertrauen geholt hat. Ebensowenig war Dott der dominante Spieler der Saison 2006/07 – er holte seine Ranglistenpunkte exakt so, wie er früher Punkte in einem Match machte: häppchenweise.

Dott hat schlicht eine sehr günstige Auslosung erwischt. 32 Spieler treffen in den 16 Spielen der Auftaktrunde aufeinander. Den Turnierbaum der WM kann man in vier Viertel unterteilen, aus denen je ein Halbfinalist ermittelt wird. Dotts härteste Gegner in seinem Viertel sind auf dem Papier Marco Fu, Stephen Maguire und Mark Williams, der jedoch in dieser Saison komplett ausser Form agiert. Ich würde in diesem Viertel auf ein rein schottisches Viertelfinale Dott gegen Maguire tippen, welches Dott vermutlich für sich entscheiden könnte.

Das zweite Viertel ist die »Todesgruppe« dieser WM – hier tummeln sich John Higgins, Barry Hawkins, Neil Robertson, Ryan Day, Ronnie O'Sullivan und Ding Junhui. O'Sullivan hat mit seinem Erstrundenmatch gegen Ding, nach dem er auf Robertson oder Day treffen würde, die absolut brutalste Auslosung erwischt und sich darüber auch bereits verstimmt geäußert. Der Sieger dieser »Todesgruppe« träfe im Halbfinale auf den amtierenden Weltmeister, so Dott sein Viertel übersteht. Einen Tipp wage ich hier nicht, dafür sind in diesem Viertel zu viele »Wackelkandidaten« – kommen die jungen Leute wie Robertson, Day und Ding mit den langen Framedistanzen bei der WM klar? Kann Ronnie O'Sullivan sich ein letztes Mal in dieser Saison psychisch zusammenreißen? Findet John Higgins seine Turnierform?

Die untere Hälfte ist weit »klarer« sortiert, obwohl es natürlich bei einer WM keine leichten Gegner gibt. Dennoch gehe ich ziemlich fest davon aus, dass im dritten Viertel die favorisierten Ken Doherty, Matthew Stevens, Steve Davis und Shaun Murphy ihre Auftaktmatches gewinnen werden. Mein Kandidat für das Halbfinale wäre hier Shaun Murphy, obwohl ich Steve Davis die Daumen drücke. Im vierten Viertel schließlich sollten Peter Ebdon, Allister Carter und Stephen Hendry ebenfalls klare Auftaktsiege erzielen können, einzig Stephen Lee könnte gegen Mark Selby Schwierigkeiten bekommen. Mein Halbfinalkandidat in diesem Viertel wäre Peter Ebdon – obschon Stephen Hendry bei der WM immer ein besonderer Kandidat ist, auch wenn seine Saison bislang eher durchwachsen verlaufen ist. Kriegt er seine Konzentrationsprobleme in den Griff, könnte er ein harter Gegner sein.

17 Apr 2007 Alles, was aus München kommt, gehört geschreddert!

Rafael van der Vaart, Hamburger Spielmacher, Mediendarling und Hoffnungsträger Nummer 1, hat neulich in einem Interview gesagt, dieser Abstiegskampf koste ihn fünf Jahre seines Lebens. Fügt man in einem Printmedium, dass dieses Zitat vermeldet, ein »vielsagend« hinzu und verweist auf die derzeitigen Schwächen beim deutschen Rekordmeister aus Bayern, hat man ein Gerücht, welches besagt, die Bayern wollten van der Vaart in der kommenden Saison in ihrem Trikot sehen. Sowas schimpft sich dann Journalismus.

Wahr ist scheinbar, dass der HSV derzeit mit van der Vaarts Berater, meinem alten Lieblingsspieler Sören Lerby (der im Übrigen früher bei Bayern gespielt hat, was natürlich das Gerücht glaubwürdiger scheinen lässt), über eine Vertragsverlängerung verhandelt, was angesichts der Ausstiegsklausel, welche er meiner Erinnerung nach für relativ kleines Geld 2009 hätte, Sinn macht. Und obwohl Daniel »Mr. Hochverrat« van Buyten sich beeilt, zu betonen, Bayern sei der ideale Klub für van der Vaart, hat HSV-Unterhändler Didi Beiersdorfer bereits gekontert, jegliches Fax mit einer Offerte aus München ginge direkt in den Schredder. Sowas schimpft sich dann – hoffentlich – unverkäuflich.

Ich bleibe ja dabei, dass ich denke, wenn van der Vaart Hamburg verlassen sollte, wird es weit tiefer in den Süden gehen als nur bis Bayern. Seine Mutter ist Spanierin.