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14 Nov 2006 Mal wieder sind dieselben schuld

Boulahrouz und van Buyten bzw. deren Verkäufe nämlich, behauptet zumindest der kicker (leider nicht online, soweit ich sehe, sondern nur print). Ein Muster, dass sich laut besagtem kicker-Artikel durch die letzten 20 Jahre bei unserem geliebten Sportverein von der Elbe zieht: Jeweils im Anschluss an eine erfolgreiche Saison würden personelle Fehlentscheidungen den Absturz in der Folgesaison herbeiführen.

Prominente Beispiele sind demnach Thomas Gravesen (Ein echter Lacher; Gravesen war die "Hümörbömbe" und ein extrem vielseitig verwendbarer Spieler, aber Leistungsträger? Kann ich mich nicht daran erinnern.), Thomas Doll (Okay – Leistungsträger ja, aber eben auch Tafelsilber eines damals quasi bankrotten Vereins. Wenn dann die Italiener mit dem damals noch überdimensional großen Koffer vor der Tür stehen ...) und Jörg Albertz (Der neben hart schießen meiner Erinnerung nach vor allem eines konnte: mitlaufen.) – und nun halt van Buyten und Boulahrouz, zu deren Verkäufen ich mich ja bereits geäußert habe.

Bin ich das, oder ist es um beide Herren recht still geworden, seitdem sie nicht mehr die Raute auf der Brust tragen?

29 Oct 2006 Lektionen in Demut

Seit Wochen fahre ich regelmäßig an einer bestimmten Spielhalle hierzudorfe vorbei und rätsele, ob die kleine Leuchtreklame mit dem Wort "Snooker" wohl nur zum Anlocken da hängt oder ob die da tatsächlich einen Snooker-Tisch stehen haben. Sie haben.

So haben mein Kumpel Martin und ich uns also gestern in die heiligen Hallen begeben, um in Ehrfurcht und Respekt vor diesem Monstrum von Tisch zu erstarren. Und ich muss sagen, man unterschätzt es komplett, bis man mal an sowas gespielt hat. Alles, was man sich über Jahre mühsam beim Pool in Kneipen und Kaschemmen erworben hat, kann man getrost über Bord werfen. Es sind andere Dimensionen, es sind andere Kugeln, es sind andere Taschen. Bye bye, Erfahrungswerte.

2 Stunden haben wir gebraucht, um zweimal diesen Monstertisch abzuräumen. Die Punktwertung bewegte sich in unterirdischen Bereichen, das höchste Break brachte satte 16 Punkte - und trotzdem war das Ganze ein Heidenspaß.

Nachmachen und wiederholen kann man bei Dohses Spielcenter in Eutin für 7 Euro pro vollendete Stunde. So weit ich weiß, ist das im Raum Ostholstein die einzige Möglichkeit, Snooker zu spielen. Der Tisch ist in vernünftigem Zustand, allerdings habe ich den Eindruck, dass die Queues nicht unbedingt besonders hochwertig sind. Genügend Platz um den Tisch ist vorhanden, allerdings ist es etwas unglücklich gelöst, dass der Tisch im selben Raum mit ein paar Geldspielautomaten steht. Andererseits dürfte es noch ein paar Monate Übung dauern, ehe einen sowas ernsthaft in der Konzentration stört und das Spiel versaut ...

Nachtrag: Soeben habe ich ein paar extrem lausige Fotos (Handykamera) in meinen flickr-Account geschubst. (Mental note to self: Nächstes Mal an die Digicam denken.)

22 Oct 2006 Gestern morgen in der Fussgängerzone

Zu den akustischen Quälgeistern, die hiesige Kleinstadtfussgängerzonen zu bieten haben, zählen unter Anderem die Jungs mit der Drehorgel, gerne auch "Leierkasten" genannt. Üblicherweise nudeln die Leierkästen hierzulande Uraltschlager oder Volkstümliches, aber scheinbar scheint das Sommermärchen mittlerweile auch die Drehorgelszene erfasst zu haben.

Jedenfalls habe ich gestern allen Ernstes die Leierkasten-Version von "'54, '74, '90, 2006" von den Sportis gehört. Nudelig-quälgeistig wie immer, natürlich. Ob es mittlerweile einen Ringtone-to-Leierkasten-Converter gibt?

21 Sep 2006 Schnelldurchlauf

Ich genieße gerade den ersten Abend seit letzten Freitag, an dem ich tatsächlich abends zu Hause bin. Sehr ungewohnt, das.
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Eine denkbar ungünstige Stelle für einen Pickel ist auf der Rückseite des Oberschenkels, ungefähr dort, wo man auf Stühlen über die Kante schubbert.
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Wir sind umzingelt. Der früher mal im Randbezirk unseres 17K-Einwohner-Kaffs gelegene Stadtteil, in dem ich wohne, wird langsam, aber kontinuierlich von Neubausiedlungen eingekreist, die allesamt aussehen wie Modellhaussiedlungen, in denen ein Fertighaushersteller mal zeigen wollte, was er so alles im Angebot hat. Gelernte Maurer usw. müssen in Tränen ausbrechen, wenn sie zusehen, wie so eine Hütte von 3 ungelernten Hilfskräften in 2 Tagen hochgezogen wird.
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Wenn man pakistanische Küche mag, ist es äußerst praktisch, einen neuen Kollegen zu haben, der nicht nur Pakistani ist, sondern auch fließend Winken mit Zaunpfählen versteht.
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Wer viel Snooker im TV geschaut hat, ist leicht irritiert, wenn er im TV Poolbillard sieht. Sieht irgendwie klein aus.
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So sehr sich "I Write Sins Not Tragedies" in meinen Gehörgang gefressen hat - das Album dazu ist irgendwie lahmarschig.
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Äußerst lustig: Bei ALDI zwischen zwei Damen mit jeweils randvollem Einkaufswagen und bereits in Erwartung größerer Schmerzen ächzender EC-Karte zu stehen und nur einen Funkwecker in der Hand zu haben. Bißchen, als ob man nicht dazugehört.
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(Und nun stellt Euch bitte mal vor, ich hätte aus diesem Eintrag sieben kleine Einträge gemacht. Content-Tilt, quasi.)

16 Aug 2006 Zweitsport

Ich persönlich kann ja stundenlang vor Eurosport hocken und Snooker gucken. Ideale Überbrückungssportart bis zum Wochenende, wenn der Ball wieder rollt. Derzeit läuft mit der Northern Ireland Trophy ein eher unwichtiges Turnier zum Aufwärmen, was eher sparsam übertragen wird, aber spätestens im nächsten April, wenn es im legendären Crucible Theatre in Sheffield wieder um die Wurst, äh, WM geht, ist Eurosport-Kommentatorenlegende "Ihr/Euer Rolf Kalb" wieder schwerstens auf Sendung.

Bis dahin zentrale Anlaufstelle neben der Eurosport-Seite: Das Snookerblog (via Leodator).