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11 Dec 2008 Ohne Namen, ohne Worte

Ich darf mal wieder keine Namen nennen, versichere jedoch im Vollbesitz usw. usf., dass sich das Folgende wirklich und wahrhaftig (heute nachmittag nämlich) zugetragen hat. Noch nicht so ganz geklärt ist die Frage, ob die Tränen, die es mir zweifelsohne in die Äuglein trieb, mehr dem Lachen oder dem Weinen geschuldet waren. Wahrscheinlich beides, mit einem Hauch »WTF?!?« dazu. Nun denn.

Die eigentliche Aufgabe war nicht weiter schwer: Auf dem inhousigen Webserver von $KUNDE – hier greift zwar die bereits erwähnte Einschränkung in puncto Namensnennung, man darf jedoch annehmen, dass es sich um ein Unternehmen handelt, welches sein Geld im IT-Bereich macht; keine Hinterhofschmiede – soll in einem eigens abgeteilten Teil eine Netzpräsenz entstehen. Nun hängt das gute Stück jedoch wie die ganze Firma hinter einer Firewall, welche bekanntlich dem Zwecke dient, Zugriffe von außen einzuschränken. Der Gestaltende welche braucht aber Zugriff von außen, weshalb es galt, eben dieses der Firewall sozusagen mitzuteilen. Sowas macht man an und für sich in wenigen Minuten, wenn man halbwegs vom Fach ist.

Sollte man zumindest meinen.

Von der Erkenntnis bis zur Widerspenstigen Zähmung vergingen handgestoppte, festhalten, fünf Stunden. Das muss der Weltrekord für eine Portfreigabe sein, da kann es keinen Zweifel geben. Guiness, übernehmen Sie!

(Schuld war die firmeninterne Kommunikation – man kann sich halt auch zu Tode delegieren. Das Highlight aber bleibt, dass als der Port dann endlich freigegeben ward, das für die Operation unabdingbare mod_rewrite nicht ging. Und der, der wußte, wie es gegangen wäre, hatte bereits Feierabend.)

09 Dec 2008 In den TV-Untiefen

Aus verschiedenen Gründen, die wir hier nicht weiter erörtern müssen, habe ich wieder mehr Zeit, mich abends vor dem, was man in Deutschland mal liebevoll »Pantoffelkino« nannte, niederzulassen. Gute Güte!

Mal ganz davon abgesehen, dass man mich soeben in einer Werbepause auf Pro7 mit einer musikalischen Kollaboration von Bushido und Karel Gott erfreut hat, habe ich heute abend schon einen Schwabbel von 235 Kilo halbnackt, das Probehopsen von potentiellen Kellerinnen für eine Hooters-Filliale in Düsseldorf und intime Geständnissen von Alleinerziehenden im Kuppelurlaub gesehen.

(Wer raten kann, was davon öffentlich-rechtlich war, gewinnt die aufblasbare Waschmaschine.)

Was bin ich froh, dass ich noch zwei Folgen The Closer (im OT erstaunlich gut) auf DVD habe und Samstag die UK Championship beginnt …

02 Dec 2008 Liebling, sie haben den Snookertisch gedreht!

Immerhin – geschrumpft haben sie ihn nicht. Aber die Spielhalle, in der wir uns regelmäßig Dienstags am grünen Tuch blamieren, renoviert. Das kann ja schon nichts Gutes sein, und in der Tat habe ich einen Teil der anderthalb Stunden heute damit verbracht, mikroskopisch kleine Farbreste vom Tisch zu zuppeln.

Schlimmer aber: Sie haben den Tisch um 90 Grad gedreht.

Das an sich wäre nicht schlimm, zudem ist ja (O-Ton Betreiber) »extra 'ne Firma aus Hamburch gekomm'«, um das gute Stück zu zerlegen. Und weil sie schon mal da waren, haben sie auch gleich mal – man ist ja sparsam – das Tuch gewendet und zumindest die Spielfläche »neu« bespannt. Nicht mal dagegen will ich etwas sagen. Meinetwegen.

Aber das so eine »Firma aus Hamburch« nicht nur nicht genau weiß, wo der Pink-Spot ist, sondern eben diesen sowie das D mit Edding auf das gute Kammgarn malt, das ist nun wirklich …

Da vergißt man glatt, sich darüber aufzuregen, dass viel zu nahe an der Fußbande ein Sofa steht (welches allerdings »wenn der Maler fertich is'« verrückt werden soll). Und sollte jetzt jemand so schlau sein wollen, einen Wechsel des Spielortes anregen zu wollen – der nächste Tisch steht etwa 40 Kilometer weit weg …

02 Dec 2008 Es heißt nicht umsonst »Deadline«

Abgabetermin: Heute, 18:00 Uhr. Upload des fertigen Templates auf den Server: Heute, 17:57 Uhr.

(Upload des fertigen Netzgestalters auf das Sofa: Heute, 17:58 Uhr. Und wieder mal ist kein Bier im Haus, wenn man mal eins braucht. Wer ist in diesem Saftladen eigentlich für's Einkaufen zust … oh. Naja. Macht ja nix.)

05 Nov 2008 No, we can't

Was für eine Wahlnacht! Da CNN und Ähnliches in meinen Breiten leider aus dem Kabelnetz verschwunden ist, fiel meine Wahl zur Beobachtung derselben aus der nächtlichen Ferne auf die ARD. Öffentlich-rechtlich, bekannt für seriöses Nachrichten-TV, da kann man nicht viel falsch machen, oder?

Oh, doch! C-Promis verkünden ihre Meinungen gegenüber Moderatoren, die sonst für Rasensport zuständig sind, Jungbörsianer lamentieren den Verlust von 30 Prozent ihres kargen Vermögens (»Das passiert.«), Frau Maischberger und Herr Schily diskutieren ideologische Grundsätzlichkeiten – und zwischendurch fällt immer mal der Ton aus.

Als ich gegen zwei Uhr bettwärts zog, war mein einziger Trost, dass nicht viel mehr passieren würde und dass man mit dem Zweiten augenscheinlich auch nicht besser gesehen hätte.