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20 Jul 2009 Was mich bei nokia wirklich nervt

Das nokia 5800 XM begeistert mich nach wie vor, aber die Anzahl der vorinstallierten Applikationen ist ebenso begrenzt wie deren Nutzen.

Erweiterbar wäre es mit (teils kostenlosen, teils kostenpflichtigen) Apps aus dem nokia-eigenen Ovi Store. Die Auswahl dort wächst relativ stetig und deckt halbwegs alle denkbaren Einsatzgebiete ab, soweit ich das beobachte.

Ich beobachte es jedoch bestenfalls mit einem halben Auge, denn soweit ich bislang erkunden konnte, gibt es nur eine Methode, im Ovi Store Apps zu erwerben bzw. zu bezahlen: Via Kreditkarte. Hab ich nicht, will ich nicht.

Alternative Methoden – und sei es nur PayPal oder so – bietet nokia nicht an. Sie werden vermutlich ihre Gründe dafür haben, machen diese jedoch nicht (offensichtlich) transparent. Speziell das finde ich extrem schwach.

Oder gibt es doch Alternativen und ich bin nur zu blöd, sie zu finden?

18 Jul 2009 Verkehrsinfarkt

Mit der kurzen Verkehrsdurchsage käme man nun – knapp 2 Monate später – in Eutin nicht mehr weit. Die dort erwähnte Baustelle zeigt bestenfalls marginale Veränderungen, statt dessen hat die Vollsperrung einer weiteren, maximal 500 Meter langen Straße die Situation noch weiter in Richtung Verkehrsinfarkt geschoben – passend zum Einfall der Heerscharen aus dem Umland anlässlich der Festspielsaison.

Zwar ist mittlerweile – mit sensationell knapper Verspätung von „nur“ 6 Monaten nach vormals zweimaliger Terminverschiebung – die sogenannte „Kerntangente“, also die Anbindung der Ortsumgehung an die Innenstadt, eröffnet und wird sogar genutzt, das bringt aber angesichts einfallender Touristenmassen bestenfalls Linderung. Man könnte meinen, die Stadt solle umgetauft werden und man habe an verschiedenen Stellen bereits Schilder mit dem neuen Stadtnamen aufgestellt.

Umleitung.

25 Jun 2009 Zugänglichkeit »für Faulpelze«

Derzeit versuche ich, mein mangelndes Verständnis für Javascript zu kompensieren, indem ich mich mit jQuery anfreunde. Das klappt so weit auch ganz gut – jQuery, ein(e) Javascript-Bibliothek bzw. -Framework mit dem sympathischen Motto „Write less, do more“, erleichtert den Einstieg ungemein und nimmt dem Browserflüsterer vieles durch einfache Hilfsfunktionen und Automatismen ab.

Es macht – sehr simpel gesagt – Javascript einfacher; zugänglicher, wenn man es so sehen will.

Gerade für Einsteiger besonders verlockend an jQuery ist die enorme Auswahl an Plugins, Tutorials und Codebeispielen im Netz (nicht nur in den verlinkten offiziellen Quellen) – im Grunde oberflächlich betrachtet eine Mischung aus Baukastensystem und Selbstbedienungsladen, aus dem man sich quasi nur noch das rausfischen muss, was man selbst konkret benötigt.

Wäre da nicht der mitunter „gewöhnungsbedürftige“ Code, den manch Plugin einsetzt. Jens Grochtdeis hatte mich netterweise via twitter bereits „gewarnt“. Ein aufmerksamer Rundgang durch einschlägige Seiten bestätigt Jens' Warnung.

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06 Jun 2009 Anleitung zum Taxifahren, Teil 101

Aus jugendlicher Voreiligkeit habe ich diese Woche mal wieder das kurze Streichholz beim Dienstplanbingo gezogen und kam somit in den zweifelhaften Genuss einer Rundum-Sorglos-Woche in der Mietkraftdroschke – Mittwoch Nachtschicht, Freitag Frühschicht und weil's so schön war heute am Samstag noch eine Wochenendschicht oben drauf. Da war aber von „Kopp runter und arbeiten, beschweren könnt Ihr Euch später“ bis „Wir stehen uns die Reifen eckig und saufen Kaffee um die Wette“ wirklich alles dabei.

Nun sollte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, dass Taxifahren eigentlich ganz leicht ist: „Hinsetzen, anschnallen, Kippe aus, Klappe halten!“ steht auf einem Schildchen, welches mein Kollege N., der alte Spaßvogel, in seinem Dienstfahrzeug kleben hat – „Klappe halten“ ist dabei total optional und normalerweise unerwünscht.

Trotzdem gibt es immer noch Zeitgenossen, denen diese Form der Personenbeförderung scheinbar fremd ist oder die dringlichst einen Auffrischungskurs benötigen. Also:

  1. Wenn man morgens um viertel nach neun bei einem beliebigen Taxiunternehmen anruft und anfragt, ob man wohl eine Portion Pommes gebracht bekommen könnte, sollte man sich nicht über schallendes Gelächter wundern. Speziell dann nicht, wenn man im 5 Kilometer entfernten Nachbarstädtchen anruft. Ja, wir machen Lieferfahrten – aber wir machen nicht alles, was man uns sagt.
  2. Wenn man einen Jungesellenabschied Hamburger Vorortler (Beruf: Sohn) schon auf's Land verlegt und dabei eine Strecke Richtung Strand mit Taxen zurücklegen möchte, sollte man, ehe man für eine Fahrt im Wert von 20 Euro schlanke 105 Euro ausgibt, durchaus mal die angetüddelten Reihen durchzählen. Einfaches Rechenbeispiel: 1 Fünfsitzer + 2 Siebensitzer - 3 Fahrer ergibt 16 Fahrgastplätze. Nicht 17. Unnötig zu erwähnen, dass 3 Siebensitzer genauso teuer gekommen wären – nacktes Glück, dass einer der Siebensitzer auf 8 Personen zugelassen war.
    Bonuspunkte immerhin für die schöne Aufgabenstellung an den kuhzünftigen Prinzgemahl: „Der muss auffe Strandpromenade die leeren Buddeln verhökern, damit wir den Kram nich zurückschleppn müssn!“
  3. Bestellt man „einen Wagen für 5 Personen“, so kann Missverständnissen vorgebeugt werden, indem man wahrheitsgemäß den Zusatz „mit Gepäck für eine Woche und einem kleinen Hund“ hinzufügt. Noch toller wäre die ungefähre Volumenangabe des mitgeführten Gepäcks, etwa in Form von „drei Trolleykoffer, zwei kleinen Taschen, einen Korb für den Hund und jede Menge lose in Tüten verpackte Spirituosen“ – dann kann der Fahrer bereits eine Stunde vorher damit beginnen, den spärlichen Stauraum, welcher in einem Minivan nach Ausklappen eines der beiden Sitze im ohnehin zu kleinen Kofferraum verbleibt, sinnvoll zu verplanen.

Ja, das sind reale Begebenheiten. Aber ich hätte ja auch auf meine Mutter hören und etwas Anständiges lernen können …

23 May 2009 Kurze Verkehrsdurchsage

Im Moment (was ein dehnbarer Begriff ist – in diesem Fall scheinbar über mindestens ein Jahr dehnbar) sollte man allgemein, aber speziell nicht Ortskundigen wohl raten, Eutin nach Möglichkeit (dafür gibt es eigens eine Umgehung, die allerdings immer noch nicht ganz fertig, aber dennoch nutzbar ist) zu umfahren.

In einem relativ unbedeutenden und vor allem kurzen Teil der Stadt (der nach Riemann benannten Straße) wird nämlich voraussichtlich noch sehr lange gebaut, und das reicht in so einem beschaulichen Städtchen voll und ganz, um einen mittleren Verkehrsinfarkt mit nahezu stadtweiten Lähmungserscheinungen auszulösen.

Eine Sonderbitte an auswärtige Besucher, welche trotz deutlich ausgeschilderter Umleitung partout den – eigentlich nur für Linienverkehr und (seit heute auch offiziell) Mietkraftdroschken freigegebenen – „Schleichweg“ über das sogenannte Kamp nutzen: Fahren Sie doch bitte einfach den Einheimischen (zu erkennen am typischen Ortskennzeichen OH) zügig, aber ohne Hast nach und bleiben Sie nicht an jeder gottverdammten Ecke stehen, um sich zu fragen, ob man da auch wirklich durchkommt.

Man kommt, aber wenn man sich schon auf eigentlich – für, wie mein ehemaliger Kollege (Ex-Schupo) immer zu sagen pflegte, „Zivilfahrzeuge“ – gesperrten Wegen rumtreibt, sollte man zusehen, dass man sich verkrümelt, ehe die blau-silberne Rennleitung eintrifft. Ansonsten kostet der Spaß nämlich schlappe 40 Tacken.

Letzteres gilt natürlich insbesondere, wenn Sie ein cremefarbenes oder silbernes Auto, oftmals – aber nicht immer – der bekannten Stuttgarter Marke, mit einem gelb-schwarzen Dachschild hinter sich haben sollten. Danke.

(Ach Du Scheiße, ich werde zum Verkehrsspießer. Sollte ich mir einen Wackeldackel anschaffen, möge man mich bitte von hinten mit der Schaufel erschlagen.)