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21 Mar 2005 Spiegelblank

Der SPIEGEL spielt Computer-Bild. Hier. Man weiß nicht recht, ob man lachen oder weinen soll. Ich hab mich für lachen entschieden.

SPIEGEL-Online-Autor Klaus Lüber schwadroniert in feinster Altherren-Manier über Linux, die freie Windows-Alternative (nein, Herr Lüber, es ist nicht das bessere Windows; auch nicht, wenn man SuSE nimmt). "Schlecht recherchiert" hätte man ihm sagen und ihm sein Machwerk um die Ohren hauen sollen.

Wohlgemerkt: Es geht mir nicht darum, dass ein feines Betriebssystem kritisch beäugt wird. Es geht einfach nur darum, dass hier offensichtlich nicht sachkundig auf unterstem Niveau berichtet wird. Von einer angesehenen Publikation wie dem SPIEGEL erwarte ich, dass auch vermeintlich unwichtige Themen in vermeintlich unwichtigen Bereichen wie dem Online-Angebot mit einer gewissen Fundiertheit behandelt werden.

(Aber lustig war's schon.)

14 Mar 2005 Alle Pinguine rennen nach Rom?

Die Nero AG, Hersteller eines unbestritten sehr guten Brennprogramms gleichen Namens, hat beschlossen, eben jenes in einer Linux-Version namens NeroLINUX (huah, Großbuchstaben am frühen Morgen) "freizugeben".

Im Grunde wäre das sicherlich interessant, denn eine der Nero-Suite vergleichbare eierlegende Wollmilchsau zum Brennen von CDs und DVDs gibt es unter Linux in dem Sinne (noch) nicht, wenn man von k3b mal absieht.

So.

Dann kommen wir mal zu den Haken:

  • "Registrieren Sie Ihre Nero 6 Reloaded Version noch heute, und erhalten sie eine Gratis-Version von NeroLINUX !" (nebenbei, Nero - eure Webseite plenkt). Man schwenkt dann später um auf: "Eine Vollversion von Nero Software Version 6 oder höher, eine Retail-Version oder eine Download-Version". Die OEM-Benutzer erhalten "ein spezielles Upgrade-Angebot" - spätestens hier wissen wir dann auch, warum Nero die Linux-Version anbietet ...
  • NeroLINUX unterstützt (nun gut, offiziell, hrhr, man hat ja so seine Tricks) so ziemlich alle bekannteren Distributionen bis zur neuesten Version - welche bei Debian immer noch (sic!) Woody ist - aua, aua. Zumindest eine mögliche Sarge-Unterstützung wäre nett gewesen, man muss es ja nicht empfehlen.
  • Nero leistet keinen technischen Support (wen wundert's?)

Man kann wohl getrost davon ausgehen, dass es sich um eine closed-source-Geschichte handelt - was natürlich Neros gutes Recht ist. Benutzer exotischer Linux-Versionen will man aber nicht als Kunden, Besitzer älterer Nero-Versionen sollen schlenigst upgraden.

Danke, Nero. Danke, nein.

13 Feb 2005 Thomas Klausmann: "Suppenkueche Inc."

Uah. Dieses Buch kann ich unmöglich zu Ende lesen. Wah. Schwülstige Sprache ohne Not, ellenlanges Gefasel über ganz gewöhnliche Dinge, die jeder kennt. Hilfe.

Thomas und Heinzi sind wild entschlossen, den Amerikanern die Vorzüge eines "German Wirtshaus" (heißt: ein bayrisches) nebst den dazugehörigen Gerichten und "echtem" Bier) nahezubringen. Mit gepumpter Kohle unter'm Arm geht es auf nach San Francisco.

27 Dec 2004 Immer diese Neuinstallationen ...

Meine Liebste hat es irgendwietm fertig gebracht (oder auch nicht, Genaues weiss man nicht und Materialermüdung ist bei der Kiste nicht auszuschliessen), ihr Dateisystem zu zerschiessen (nein, ausnahmsweise kein ReiserFS - ein schnarchnormales ext3, aber natürlich war's die /-Partition). Tja. Das war's dann wohl. /home gottseidank in Sicherheit auf einer eigenen Partition.

Nun haben wir die ollen SuSE auf dem ebenso ollen Rechenknecht gegen die vielgehypte Trenddistribution Ubuntu ausgetauscht - man muss den eigenen Spieltrieb nur richtig verkaufen ;-) -, und siehe da: das ist kein "anderes Linux".

Im Gegenteil, das Debian-basierte Ubuntu, eine auf Desktop-User zugeschnittene Distribution gefällt durch problemlose Installation, die ein aufgeräumtes, durchdachtes System auf den Rechner zaubert. Fein.

Jetzt muss ich nur noch irgendwie die Soundkarte zum Piepsen bringen. Und die Liebste sich mit Gnome anfreunden.