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07 Dec 2006 Piranhas vs. Goldfische

Ich kenne ja jemanden, der von sich sagt: »Ich kauf keine CDs mehr. Nur noch von kleinen, unbekannten Bands auf deren Konzerten, die sollte man unterstützen.« – was ich grundsätzlich und ungeachtet der Tatsache, dass derjenige welche (der nicht ich bin, um es ganz deutlich zu machen, und auch nicht der weiter unten Verlinkte) dadurch zwangsläufig der gesamten Restmusik auf illegalen Pfaden habhaft wird, recht löblich finde, zumal ich ja selber in so einer kleinen, unbekannten Band die Bass-Saiten zupfe, auch wenn es von uns nicht nur kein Demo, sondern auch immer noch keine Fotos gibt.

Wie das alles hinter den Kulissen abläuft im Teich der großen und kleinen Industriefische, erklärt Niels, und er tut das so schön und mit lakonischer Liebe zum nebensächlichen Detail (»Der Begriff »digital« wird hier im Sinne von online verkauften Musikdateien verwendet, obwohl die CD auch digital ist.«), dass man ihn einfach verlinken und ihm die paar Fipptehler nachsehen muss.

01 Dec 2006 Alles nur wegen Hackl Schorsch ...

Gestern abend, Eutin, Ostholstein.

Ausnahmezustand, Verkehrschaos, Parkplatznotstand (Also: Mehr als ohnehin schon.), Eltern haften für ihre Kinder.

Was war geschehen? Wir erinnern uns … richtig, der Hackl Schorsch war in town, um Norddeutschlands einzige (und damit größte) Rodelbahn einzuweihen.

Big, fat, fucking deal.

Ich habe keine Übersicht, wieviele der geschätzten Leser schon mal hierzudorfe waren – ich nehme mal an, wenige bis keiner. Zur groben Orientierung: 17.000 Einwohner, Altstadtkern nebst schiefem Kirchturm und reichlich Kopfsteinpflaster, welches mitunter zu umwegigen Straßenzügen zusammenfließt (Früher[tm] hat man halt noch nix gewußt von »sinnvoller Straßenführung« und »Verkehrsfluß«.); das Ganze Samsara ist Hauptstadt des Landkreises Ostholstein, ergo shoppingtechnischer Schwerpunkt einer nahezu 100% vom Tourismus lebenden Region (Wenn sich hier[tm] auf der grünen Wiese mehrere Super- und/oder Elektromärkte zu einem Gewerbemoloch zusammenschließen, nennt man das bereits »Industriegebiet«.), in der dennoch seit Jahren sowohl seitens der Eingeborenen wie auch der Gewerbetreibenden gemault wird, man habe »keinen richtigen Weihnachtsmarkt« (Ist das neuerdings Pflicht für nichturbane Erhebungen unter 20.000 Einwohner Kampfstärke?).

An Stelle eines eben solchen haben wir nun – zumindest bis einschließlich Sonntag – einen sogenannten »Weihnachtszauber«, was schlicht bedeutet, dass das ehrwürdige Schloss nebst angrenzender Peripherie zum eingezäunten, da eintrittspflichtigen Shoppingparadies für unnützen Weihnachtstinnef umfunktioniert wird. Für den Eintritt kann man sich übrigens an der nächtsbesten Glühweinbude bereits einen brauchbaren Glimmer ansaufen.

Ich mag die Illumination der Lichterstadt Eutin als Alternative zur konventionellen Weihnachtsbeleuchtung wirklich, auch wenn ich gestern abend zu blöd war, meine Digicam zu bedienen, weshalb sämtliche Fotos dieses Beleuchtungsspektakels geschlossen den Weg in den Rundordner antreten mussten – aber das mit dem Weihnachtsmarkt, das kriegen die hier einfach nicht auf die Reihe. Verkehrshinweis für das kommende Wochenende, Raum Ostholstein: Eutin weiträumig umfahren. Schade nur, dass die Ortsumgehung immer noch nicht fertig ist.

29 Nov 2006 Erleuchtung

Es ist wieder soweit: Hierzudorfe wird illuminiert, was bedeutet, wir pfeifen auf die konventionelle Weihnachtsbeleuchtung, strahlen statt dessen ein paar Gebäude an und nennen das Ganze dann Lichterstadt Eutin. Sieht wirklich gut aus, und wenn ich mich die Tage mal aufraffen kann, gibt's auch ein paar Fotos.

Und weil das alleine eventuell noch nicht reicht, um Fernsehteams und vor allem sonstige Besucher herzulocken, haben wir auch noch Norddeutschlands einzige Rodelbahn, auch wenn der Kunstschnee darauf im Moment leicht mit der frühlingshaften Witterung hadert. Naja, muss der Hackl Schorsch zur Not morgen halt Autogramme schreiben.

29 Oct 2006 Lektionen in Demut

Seit Wochen fahre ich regelmäßig an einer bestimmten Spielhalle hierzudorfe vorbei und rätsele, ob die kleine Leuchtreklame mit dem Wort "Snooker" wohl nur zum Anlocken da hängt oder ob die da tatsächlich einen Snooker-Tisch stehen haben. Sie haben.

So haben mein Kumpel Martin und ich uns also gestern in die heiligen Hallen begeben, um in Ehrfurcht und Respekt vor diesem Monstrum von Tisch zu erstarren. Und ich muss sagen, man unterschätzt es komplett, bis man mal an sowas gespielt hat. Alles, was man sich über Jahre mühsam beim Pool in Kneipen und Kaschemmen erworben hat, kann man getrost über Bord werfen. Es sind andere Dimensionen, es sind andere Kugeln, es sind andere Taschen. Bye bye, Erfahrungswerte.

2 Stunden haben wir gebraucht, um zweimal diesen Monstertisch abzuräumen. Die Punktwertung bewegte sich in unterirdischen Bereichen, das höchste Break brachte satte 16 Punkte - und trotzdem war das Ganze ein Heidenspaß.

Nachmachen und wiederholen kann man bei Dohses Spielcenter in Eutin für 7 Euro pro vollendete Stunde. So weit ich weiß, ist das im Raum Ostholstein die einzige Möglichkeit, Snooker zu spielen. Der Tisch ist in vernünftigem Zustand, allerdings habe ich den Eindruck, dass die Queues nicht unbedingt besonders hochwertig sind. Genügend Platz um den Tisch ist vorhanden, allerdings ist es etwas unglücklich gelöst, dass der Tisch im selben Raum mit ein paar Geldspielautomaten steht. Andererseits dürfte es noch ein paar Monate Übung dauern, ehe einen sowas ernsthaft in der Konzentration stört und das Spiel versaut ...

Nachtrag: Soeben habe ich ein paar extrem lausige Fotos (Handykamera) in meinen flickr-Account geschubst. (Mental note to self: Nächstes Mal an die Digicam denken.)

04 Jul 2006 Es läuft über

Ich glaube, ich könnte mal ein neues Bücherregal vertragen.

(Nein, ich fahre nicht zum offiziellen Möbellieferanten der WM. Neinneinnein. Auf keinen Fall. Nope. No way. Keine Chance.)