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19 Feb 2008 Endlich drahtlos

Hardware aus zweiter Hand, erfahrene Linux-Enthusiasten werden das bestätigen, ist immer für ein, zwei ausgelastete Abende gut. In diesem Fall handelte es sich um eine Kombination aus Speedport W 500V und einem Hercules Wireless-G HWGUSB2-54 WLAN-Stick. Letzterer blieb bei einem Kollegen übrig, es galt lediglich, das gute Stück unter Ubuntu 7.10 in Gang zu kriegen (eine Aufgabe, an der der Kollege schon unter Windows XP gescheitert war).

Ich spare mir den Schnelldurchlauf der gescheiterten Versuche und komme gleich dazu, wie es geht: Man folge der WLAN-Anleitung im deutschen ubuntuusers-Wiki, und zwar mittels ndiswrapper. Idealerweise blacklistet man wie dort beschrieben die Module rt2500usb, rt2x00usb und rt2x00lib und nimmt die Einrichtung komplett über wpa_supplicant vor. Mit networkmanager-gnome, wifi-radar und Konsorten verschwendet man da nur seine Zeit – das meiste in Ubuntu mag mittlerweile über grafische Interfaces machbar sein, in diesem Fall muss ein Editor ran. Und dann funkt das. Sogar mit WPA.

18 Feb 2008 Spontan-DVB-T neben MythTV

Computer bereiten uns Probleme, die wir ohne sie nicht hätten.

(unbekannte Quelle)

Wie wahr. Seit Monaten läuft hier unfallfrei eine Terratec T² USB und versorgt MythTV als digitalen Videorecorder mit DVB-T. Zum aufnehmen ist das super, aber MythTV ist nicht unbedingt das ideale »Leichtgewicht«, um mal eben ein wenig TV zu schauen.

Soeben habe ich mal Kaffeine ausprobiert, danach mplayer und xine. Nirgendwo ein Bild.

Die Lösung brachte schließlich die Ausgabe von vlc: Das laufende mythbackend blockiert logischerweise das Videogerät, ergo muss man es zunächst über sudo /etc/init.d/mythtv-backend stop abklemmen. Danach klappt es auch mit Kaffeine.

13 Feb 2008 Top 16 - Der tiefe Fall

Die Top 16 der offiziellen Weltrangliste im Snooker genießen auf der Main Tour einen besonderen Status – sie sind auf allen Ranglistenturnieren der Saison für die erste Hauptrunde gesetzt, in der sie auf einen Qualifikanten treffen. Eine Position in den Top 16 ist mehr als nur eine Prestigefrage, sie garantiert auch zumindest eine minimale Punktzahl bei jedem Ranglistenturnier.

Diese offizielle Rangliste basiert auf den Wertungen der letzten zwei Spielzeiten. Aktuelle Veränderungen in Wertung und Positionen kann man anhand des sogenannten Provisional Ranking, einer stetig aktualisierten Momentaufnahme der Rangliste verfolgen. Im Moment sieht man dort das große Abstürzen.

Mark Williams, Stephen Lee und Steve Davis (offiziell Platz 12, 13 und 15) sind im Provisional bereits aus den Top 16 gefallen, Ken Doherty – Nummer 4 der offiziellen Rangliste – liegt derzeit denkbar knapp auf Rang 16. Neu bzw. zurück in den Top 16 des Provisional sind Matthew Stevens, Marco Fu und Joe Perry. Williams steht im Provisional derzeit auf Rang 33, Lee auf 25 und die lebende Legende Steve Davis auf 27. Noch heikler ist die Lage der ehemaligen Weltklassespieler Jimmy White (Provisional: derzeit 60), James Wattana (Provisonal: derzeit 62) und Tony Drago (Provisional: derzeit 69).

Williams hat bereits angekündigt, sein Queue an den Nagel hängen zu wollen, sollte er in der neuen Weltrangliste außerhalb der Top 32 landen (was bedeuten würde, dass er bei den unbeliebten Qualifikationsturnieren in Prestatyn antreten müsste). Drago hat ebenso wie Wattana bereits jetzt den Platz auf der Main Tour verloren. Beide sind aus den Top 64 gefallen, können aber in dieser Saison keine Punkte mehr sammeln und müssten somit im kommenden Jahr auf eine Wildcard hoffen.

Zwei ehemalige Weltmeister sind weitere Kandidaten für einen Absturz zumindest aus den Top 16: Stephen Hendry und Graeme Dott. Beide spielen seit geraumer Zeit weit unter ihren Möglichkeiten, haben demzufolge in der laufenden Saison denkbar wenig Punkte holen können. Mit Jamie Cope und Mark Allen lauern junge, hungrige Spieler auf den Plätzen 18 und 19 des Provisional, aber auch »altgediente Recken« wie Ian McCulloch, Dominic Dale und Fergal O'Brien haben zumindest rechnerisch noch Chancen auf einen Platz an der Sonne.

08 Nov 2007 Unterschätze nie den RAM

Schon erstaunlich, wie viel flotter so ein betagter Linux-Rechner plötzlich marschieren kann, wenn man ihm einfach mal 256 MB zusätzlichen RAM spendiert. Plötzlich laufen vorher oft zähe Applikationen (Thunderbird comes to mind) flotter, auch zwischen den 6 Arbeitsflächen schaltet es sich zackiger hin und her. Dafür kniet man doch gerne 'ne Stunde vor dem Rechenknecht und flucht auf schlechte Platinenlayouts.

29 Oct 2007 Schweigsamer Gibbon

Irgendwo[tm] zwischen zwei Sicherheitsupdates war es geschehen, ohne erkennbaren Auslöser oder auszumachende Quelle: Die lokale Ubuntu-Installation gab keinen Mucks mehr von sich. Nicht unter Gnome, nicht unter Xfce, nicht unter fluxbox. Weder audacious noch audacity, nicht Listen, noch nicht einmal das getreue mpg321, ganz zu schweigen von Systemklängen.

Stille.

Da stochert man hilf- und ahnungslos in Bugreports, googelt sich durch englische, deutsche und französische Fehlermeldungen, auf der Suche nach dem einen Paket, das vielleicht versehentlich deinstalliert wurde, wird sogar ein diff zwischen den auf dem eigenen und dem Rechenknecht der besseren Hälfte – wo alles weiter wie gehabt schallte – installierten Pakete durchwühlt.

Irgendwann[tm] kam ich auf die Idee, mal einen Blick in das Gnome ALSA-Mischpult zu werfen – sieh an, da hat irgendetwas[tm] alle Regler auf stumm geschaltet. Kann ja nicht gehen. Wer mir verrät, was das war, hat ein Bier gut. Ich höre einstweilen Slayer. Und zwar LAUT!