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02 Apr 2009 Creative ZEN unter Linux befüllen

Das linuxfreundliche MP3-Shopping bei amazon hat mich dazu bewogen, mich nochmal intensiver mit der Betankung meines Creative ZEN unter Linux zu befassen – dort heruntergeladene Dateien per USB-Stick erst auf die Windowsmöhre und von dort auf den Player zu übertragen wäre doch etwas umständlich.

Die Lösung heißt mtpfs. MTP ist ein FUSE-Dateisystem, welches geeignete Player wie den ZEN mittels passender Plugins auch direkt aus Mediaplayern wie etwa Rhythmbox (getestet, funktioniert) befüllen kann. MTP-Plugins sollte es für alle gängigen Mediaplayer/-datenbanken unter Linux geben.

Das Befüllen der zusätzlichen Speicherkarte im ZEN klappt übrigens auch so: Stellt man den Player vor dem Anschließen an den Rechenknecht von Hand auf Speicherkartenzugriff, wird diese als USB-Gerät gemountet und kann genau so genutzt werden.

03 Mar 2009 Drop it

Dropbox ist ein kostenloser Dienst, um Dateien vom eigenen PC online abzulegen und optional mit anderen zu teilen. Ein Online-Backupmedium also, welches immerhin – steigerungsfähige, dazu gleich mehr – 2GB Speicherkapazität bietet.

Dropbox

Interessant dabei die Umsetzung unter Linux: Nicht nur gibt es (vorbildlich) ein Ubuntu-Repository für die Applikation, welche den Rechenknecht mit Dropbox verbindet, die Installation funktioniert auch noch ebenso streßfrei wie die Software – leider nicht immer üblich bei Software von Drittanbietern.

Die Dropbox-Software integriert sich unter Gnome in SystemTray und den Dateimanager nautilus. Es wird ein lokaler Ordner angelegt, dessen Inhalte automagisch mit Dropbox sychronisiert werden. Einfacher geht es eigentlich nicht. Zugriff auf die abgelegten Daten ist im Übrigen auch von einem anderen Rechner über das Webinterface möglich.

Mund wässrig gemacht? Wer Dropbox ausprobieren möchte, kann mir einen Gefallen tun und mir (und sich!) 250 MB zusätzlichen Speicherplatz sichern (in dem er/sie genau diesen Link zur Anmeldung nutzt).

26 Feb 2009 Time is money

Kronos

Adobes Weblaufzeitumgebung AIR bringt interessante, platformübergreifende Applikationen auf den Desktop. Neben dem grandiosen twitter-Client twhirl finde ich persönlich auch Kronos, eine Applikation zur Zeiterfassung, sehr interessant.

In Kronos legt man einfach für eine Tätigkeit einen Eintrag an, wählt diesen aus und drückt „Start“ – schon misst Kronos die Zeit, die man an einem bestimmten Projekt arbeitet.

Ergänzend dazu kann man, und das ist der eigentliche Clou an Kronos, für jedes Projekt einen individuellen Stundensatz angeben, der dann sogar verwendet wird, um „live“ den Verdienst zu ermitteln – eine tolle Motivationskrücke! ;-)

19 Feb 2009 Grün hatte ich noch nie

Als ich vor 9 Monaten – irgendwie auffällige Zeitspanne – zuletzt dem Blog ein neues Kleidchen überzog, da schwante mir bereits, dass ich den Grunge-Look eines nicht allzu fernen Tages satt haben würde. Dem allgemeinen Trend folgend (vgl. etwa die schlichte Eleganz bei serotonic oder Klaus – schnell hin, sonst stellt er es wieder um!), hat nun auch hier die Schlichtheit Einzug gehalten. Unter dem Gesichtspunkt streßfreier Frontendgestaltung über sämtliche Browserabarten hinweg sehr empfehlenswert übrigens.

Die Schlichtheit ist nicht allein optischer Natur, auch funktional galt die Devise: Alles, was keine Miete zahlt, fliegt raus!. Nein, ich habe die allseits beliebten Seitenleisten nicht vergessen – ich habe nur momentan keine Verwendung dafür. Alles, was an Seitenleistenschnickes noch bleiben durfte, ist im Wesentlichen in das nochmals verfeinerte Archiv verbannt. Der Eintragsfuß ist merklich leichtgewichtiger, stets darauf vertrauend, dass meine kleine Besucherschar vor Intelligenz strotzend ohne Frontendkrücken den Weg zu Trackback-URL, Permalink und Kommentarformular finden wird. (Macht mir keine Schande!)

Bye bye, addThis-Widget. Ciao, letzte Artikel und Kommentare. Adios, „Antwort auf”-Dropdown im Kommentarformular. Icons? Auf ein Minimum reduziert! Wir müssen halt alle sparen in diesen Zeiten allgemeiner Teuerung. (Deswegen gibt's das Dropcap da oben jetzt auch nicht in jedem Artikel. Zur Feier des Tages und aus leichter Angeberei schien es mir hier aber angemessen.)

Ansonsten gibt es technisch nach wie vor hochelastische em-Maße (das war jetzt aber echt das letzte Mal – was 'ne Rechnerei!) und frei nach Richard Rutters vertikalem Rhythmus komponierte Zeilen und Abstände. Ich hoffe, das hält in jedem Browser und auch sonst – meine Test sagen: Ja. Kurze Testphase, alles nochmal überschlafen, ein oder zwei massentaugliche Features nachrüsten und dann verspreche ich: Diesmal wird es sogar released! Ehrenwort! (Naja. Mal gucken.)

So. Und wer jetzt was sagen will, kann sich gleich mal das Kommentarformular angucken. Ich hab da auch extra nochmal frisch gewischt.

30 Dec 2008 Einkaufen vs. Shopping

Ich gehöre eindeutig zu der Sorte Menschen (mittlerweile habe ich mich glaubwürdig davon überzeugen lassen, dass diese Einstellung geschlechterübergreifend ist; allerdings dürfte das Phänomen unter Frauen weit seltener sein), die gerne shoppen, aber ungern einkaufen.

Einkaufen, um das mal eingangs klar zu definieren, ist, wenn man Dinge kauft, die man braucht. Beispielsweise begibt man sich wie ich soeben in einen ortsansässigen Supermarkt, um dort einen Sechserträger Flaschenbier und ein wenig Essbares für Neujahr, wenn plötzlich wieder alle trotz nahezu komplett gelockerter Öffnungszeiten zu haben, zu kaufen. Dabei nimmt man gleich noch ein Päckchen Drehtabak mit – man will ja Neujahr nicht damit verbringen, einem explodierten Kippenautomaten die letzte Schachtel Kippen abzuringen, nur weil man in seinem eigenen Zustand besser noch nicht Auto fahren sollte und keine Lust auf einen Neujahrsspaziergang bei polaren Temperaturen hat. Und dann bezahlt man den ganzen Ramsch und fährt nach Hause, nachdem man gefühlte 2 Stunden an mal wieder viel hemmungslos unterbesetzen Kassen mit nicht funktionierenden Kartenlesern leise vor sich hin auf den Niedergang des Abendlandes fluchend zugebracht hat. Das ist einkaufen.

(Im Übrigen habe ich beschlossen, mich ab kommendem Jahr beizeiten derartig einzudecken, dass ich zwischen dem 20. Dezember und 2. oder 3. Januar keinerlei Einkaufsetablissement mehr betreten muss. Es wird der Vorbereitung auf einen Atomschlag ähneln, aber meine Nerven werden es mir danken.)

Shopping hingegen ist, wenn man vollkommen entspannt in der tobenden Nachweihnachtshölle eines Elektromarktes (Dauerbeschuß am Umtauschtresen) spontan beschließt, sich mal in Ruhe nach irgendeinem niedlichen Spielzeug für Computerfreaks, beispielsweise einer externe Festplatte benutzbaren Ausmaßes, umzusehen. Dann fachsimpelt man in Ruhe ein wenig mit dem langjährig vertrauten Verkäuferich (Wieso is'n die iomega so billig? Kann die nix?Doch. Aktionspreis, läuft morgen aus.Ist gekauft.), schlendert als Absacker nochmal durch die Ton- und Filmträger und bezahlt schließlich bei einer Verkäuferöse, die dermaßen überstreßt ist, dass sie glatt vergißt, einem ein Und 'n frohes Neues! hinterherzubrüllen. Geht doch.