Artikel mit Tag pc

10 Okt 2010 OS-Extremismus

Etwas, das mich schon unglaublich lange stört, ist Betriebssystem-Extremismus bzw. das Bedürfnis, sich für sein OS zu entschuldigen – insbesondere, aber nicht nur von Neulingen in Linux-Foren und auf Mailinglisten. Da ist dann die Rede von „Windoofs“, das man ja noch benutzen müsse, weil man auf Anwendung XY angewiesen sei, für die leider, leider kein passender Ersatz verfügbar sei.

Liebe Leute, es gibt – grob gesagt – drei verbreitete Betriebssysteme auf dem Markt: Windows, Unix/Linux-artige und Mac OSX (was letztlich auch Unix-basiert ist, aber lassen wir das). Alle haben Vor- und Nachteile, Tücken und Macken und Einsatzgebiete, für die sie besser und schlechter geeignet sind. Zumindest auf Anwenderebene ist keines von ihnen „besser oder schlechter“ per se. (Aus Sicht der Systemarchitektur oder Implementation mag man darüber eher streiten können, aber diese Sicht interessiert mich als Anwender herzlich wenig.)

Benutzt das, womit Ihr arbeiten könnt, für das, was Ihr damit machen wollt, und hört vor allem auf, Euch dafür zu entschuldigen.

Ich für meinen Teil benutze (Ubuntu) Linux und Windows (7), und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich eines Tages Mac OS hinzu gesellen wird. Warum auch nicht? Vielfalt ist toll.

31 Mär 2010 DVB-T-licious

Wenn ich geahnt hätte, dass ich damit Eurosport (im Gegensatz zur alten) vollkommen unabhängig vom Wetter empfange und es via DVB-T (im Gegensatz zum hiesigen Kabel) auch noch im 16:9-Format ausgestrahlt wird – ich hätte mir ja viel früher eine neue TV-Karte geleistet!

(Dummerweise stinkt bei dieser Karte die mitgelieferte Software, also muss man sich jetzt wieder nach einem passenden Freeware-Programm für Videoschnitt unter Win7 umsehen, aber irgendwas ist ja immer.)

17 Mär 2010 Die 100 (finanziell) erfolgreichsten Filme

Christian war so freundlich, mir das Filmstöckchen an den Kopf zu werfen. Nun denn. Ich mach das mal kurz und schmerzlos – es geht darum, welche der 100 (finanziell) erfolgreichsten Filme ich gesehen habe und welche nicht. Fett markierte habe ich gesehen, kursiv markierte habe ich noch nicht gesehen und alles andere habe ich nicht gesehen und will ich auch nicht sehen.

Wer mag, spielt mit. Freie Auswahl. Ich werfe nicht.

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15 Dez 2009 Smashing Book: Erster Eindruck

Cover des Smashing Book

Jemand war so freundlich, mir das „Smashing Book“ zu schenken. (Nein, es war kein kostenloses Rezensionsexemplar!)

Was als erstes auffällt, ist die Tatsache, dass selbst die Versandtasche hier „designt“ wurde. Kein schnöde brauner Versandumschlag, sondern ein Pappschuber, der analog zum Buchcover ausgelegt ist. Das ist mal etwas Anderes, für meine Begriffe aber sinnfrei – nach dem Weg durch den Postversand kann man den Pappschuber getrost entsorgen.

Zudem ist das Ganze als Taschenbuch bzw. Broschur gebunden, was angesichts des für ein Fachbuch relativ zahmen Preises vermutlich den Kosten geschuldet ist, sich aber langfristig rächen dürfte.

Dafür wurde im Inneren nicht gespart – ausgestaltete Kapiteltitel, farbige Screenshots, insgesamt reichlich Illustration. Schade, dass der Index in einer wirklich sehr kleinen Schrift gesetzt wurde, um ihn auf eine Seite zu begrenzen. Unterhaltsam hingegen die Autorenübersicht, die in einer Art Fragebogen (übrigens komplett in Englisch, wie das ganze Buch) umgesetzt wurde. („Anzahl der Haustiere/Computer/Mobiltelefone“ oder „Schuhgröße“ ist doch etwas origineller als ein eher trockener Lebenslauf.)

Zum Inhalt des insgesamt 311 Seiten starken Werkes mehr in den nächsten Tagen – ich muss erstmal schmökern.

11 Dez 2009 Ich kann jederzeit aufhören

Ich habe es nicht akut vor und es gibt auch keinen echten Anlass dazu, aber wenn ich müsste (ist mir neulich mal so aufgefallen), könnte ich quasi jederzeit Linux wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und ebenso gut unter Windows arbeiten. Zumindest rein von der Anwendungsseite her – das Betriebssystem und die damit verbundenen Bedenken und Abneigungen lassen wir mal außen vor. Der Grund ist natürlich Open Source.

Firefox, Claws (alternativ eben Thunderbird), Handbrake, avidemux, Gimp, Inkscape, vlc, Open Office und Emacs gibt es mittlerweile für beide Betriebssysteme. Dank AIR sind sämtliche nennenswerte twitter-Clients von Hause aus multiplattformfähig. Mit xampp kann man vollkommen streßfrei einen lokalen Webserver aufsetzen. Zur Not käme ich mit FileZilla als FTP-Client klar, bestimmt fände sich auch eine Lösung für die verschiedenen Systeme zu Versionsverwaltung, die man so nutzt. Einen brauchbaren RSS-Reader müsste ich suchen, da Liferea nicht portiert vorliegt, aber da könnte man notfalls Claws/Thunderbird zweckentfremden bzw. erweitern – oder auf etwas webbasiertes wechseln.

Wenn ich mal viel zuviel Zeit habe, schaue ich mal, ob es sich genauso nahtlos auf einen Mac wechseln ließe, aber der Punkt hier ist doch: Open Source rockt, freie Software ist großartig und mittlerweile sogar größtenteils auf allen wichtigen Plattformen verfügbar. Ich glaube, wir würdigen das alle viel zu selten.