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10 Jan 2006 Freier Flash-Player

Die Free Software Foundation um Richard Stallman hat die Entwicklung eines freien ("as in free speech (not as in free beer)") Flash-Players namens gnash angekündigt (bzw. offensichtlich schon in Angriff genommen).

Die Frage ist nur: Wozu?

Natürlich kann man das so kategorisch nicht sagen. Es mag durchaus Dinge geben, für die Flash brauchbar, womöglich sogar nützlich ist. Und natürlich dreht man den Mißbrauch von Flash zur "Gestaltung" von Webseiten nicht zurück, indem es keinen freien Flash-Player für Linux & Co. gibt. Aber es ermutigt mit Sicherheit wieder einige Leute, genau das zu tun. Nervige, lärmende, quietschebunte Menüs. In Flash. Yippieh!

06 Jan 2006 Wershofen, we have a problem

dvdwizard ist, wie bereits erwähnt, meiner bescheidenen Meinung nach die eierlegende Wollmilchsau zum Thema "Video-DVD-Menüs unter Linux". In der derzeit aktuellen Version 0.4.2b gab es noch 2 winzige Problemchen, die sich in einem Dialog auf der deutschen Debian-User-Mailingliste ergaben. Binnen Kürze war Wolfgang Wershofen, Schöpfer des Programms, eingeschaltet, E-Mails sausten hin und her, Patches wurden eingebunden - und nun tut es genau das, was es soll.

Das ist Open Source Software. Wenn man es mit einem netten, hilfsbereiten Autor kombiniert, ist es nahezu unschlagbar; auch und gerade für den Endanwender.

(Danke, Wolfgang.)

29 Dec 2005 Video-DVD-Menus ganz einfach

dvdauthor ist (genau wie sein Kumpel transcode) ein harter Brocken: Ein überaus mächtiges, sehr umfangreiches und nahezu ausschließlich per Kommandozeile zu bedienendes Monstrum.

(QDVDAuthor allerdings ist ein durchaus taugliches GUI.)

Ansprechende Video-DVDs mit Menüs generiert ein Perl-Skript namens dvd-menu.pl, welches zum VDRsync-Projekt gehört.

Allerdings musste ich einen kleinen "Patch" vornehmen, damit das Skript mit der transcode-Version 0.6.14 aus dem Repository von Christian Marillat funktioniert: der transcode-Aufruf in der Subroutine create_mpeg braucht zusätzlich den Parameter --use_rgb.

19 Dec 2005 Double-Layer-DVD mit growisofs brennen

Als ich meinen Benq DW822A DVD-Brenner kaufte, raunte mir ein freundlich gestimmter Verkäufer zu: "Nimm den Benq. Mit 'nem Firmware-Update brennt der Double-Layer-DVDs". Netter Tipp, das Firmware-Update war auch kein Akt (und im Gegensatz zu anderen Benq-Updates kostenlos verfügbar) und auf dem Redmonder Betriebssytem ging alles bestens. Man nehme Marken-Rohlinge aus dem Hause Philips und schon hat man 8.5 GB (bzw. 8.2 GB, denn auch das sind kaufmännische GB, also 8500 MB) Platz.

Wie aber funktioniert das Brennen unter Linux? Ich habe viel gegooglet, einige Rohlinge verbrannt und schließlich die Lösung auf der Website der dvd+rw-tools gefunden.

growisofs hat einen undokumentierten Kommandozeilen-Switch namens -use-the-force-luke=4gms, welchen man benötigt, um Double-Layer-DVDs brennen zu können.

Mit dieser Kombination (aktuelle Firmware, Philips-Rohling) und dem Aufruf:

growisofs -speed=1 -dvd-compat -use-the-force-luke=4gms -Z /dev/dvd
⇒ -R -J /pfad/zu/den/daten

klappt das Brennen von Double-Layer-DVDs. (Und nächstes Mal traue ich mich bestimmt auch, -speed=2 auszuprobieren ... wenn ich dann noch eine günstige Quelle für Philips-Rohlinge ...)

Nachtrag: -speed=2 funktioniert problemlos.

15 Dec 2005 Klein, aber fein

Eine kleine, aber feine eierlegende Wollmilchsau zum Abspielen von MP3-Dateien, bearbeiten von ID3-Tags usw. usf. ist gmusicbrowser. Realisiert in Perl zeigt das kleine Programm seine Stärken vor allem im Sortieren/Suchen - und das alles ohne Datenbank.

(Langzeit-Test soeben gestartet.)