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02 Feb 2006 Fraunhofer-Institut: Freie vs. Proprietäre Software

Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut hat in einer Studie freie und proprietäre Software verglichen. Die in der entsprechenden golem-Meldung erwähnte PDF-Datei der Studie ergibt leider einen 404 (im golem-Forum wurde der augenscheinliche Tippfehler des URLs bereits korrigiert).

Zu den genannten Nachteilen freier Software (die Vorteile sind natürlich unbestritten ;-)) sei folgendes gesagt:

  • "fehlende Unterstützung"

    Das kann man so meiner Meinung nach nicht stehen lassen. Natürlich erschwert die Tatsache, dass freie Software üblicherweise in der Freizeit des Entwicklers gepflegt werden muss (ebenso wie die mitunter "eigene Art" einiger Entwickler) einen regen und schnellen Kontakt zum Endanwender.

    Es gibt allerdings auch genug löbliche Beispiele, in denen sich Entwickler freier Software mindestens ebenso intensiv um "ihre Anwender" wie um die zugehörige Software kümern.

    Und jeder, der einmal in der Hölle einer kostspieligen, aber fachlich schwachbrüstigen Support-Hotline geschmort hat, weiß, dass das bei kommerzieller Software mitunter nicht anders ist.

  • "Gefahr, dass die Entwicklung freier Software eher eingestellt wird"

    Die ist bei kommerzieller Software ebenso gegeben, wenn auch meist mit einer Ankündigungsfrist verbunden. Aber zumindest in einigen Fällen wird Freie Software in so einem Fall von einem anderen Entwickler fortgeführt.

  • "mangelnde Interoperabilität mit kommerziellen Applikationen"

    Ahem. Das dürfte in den meisten Fällen weniger am Willen der Entwickler freier Software, sondern eher an der Bereitschaft der Hersteller kommerzieller (bzw. vor allem proprietärer) Software liegen, Schnittstellen oder gar Quellcode(teile) offen zu legen ...

30 Jan 2006 Vermisste Linux-Anwendungen

Erste Ergebnisse einer Umfrage des Linux-Branchenriesen Novell zeigen, welche Anwendungen den Benutzern unter Linux "fehlen". Die Top 5 bilden dabei:

  1. Quickbooks (Buchhaltung)
  2. AutoCAD (CAD)
  3. Photoshop (Fotobearbeitung/Grafik)
  4. iTunes (Apples MP3Online-Jukebox/Musik-eShop)
  5. Dreamweaver (Webeditor)

(Via heise, infojungs und golem.)

Mit Ausnahme von iTunes kann das eigentlich nur Business-Anwender betreffen (was durchaus im Sinne einer Novell-Umfrage ist, denn das sind natürlich die Kunden, auf die Novell aus ist) - die wenigsten Privatnutzer dürften zumindest Verwendung für Quickbooks oder AutoCAD haben, zudem sind alle vier anderen Programme einigermaßen unerschwinglich.

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23 Jan 2006 s9y 1.0-beta1

Der erste beta-Release für serendipity 1.0 ist verfügbar (und dieses Blog bereits auf 1.0-beta1 aktualisiert).

13 Jan 2006 ... as in free speech

Da hat doch wieder jemand die Sache mit der freien Rede und dem Freibier nicht kapiert: Dr. Günter Krings sprach u.A. davon, dass die Open-Source-Idee für Bücher ungeeignet sei:

"Die 'Open-Source'-Bewegung, die sich ihre Bahn auf dem Feld der Computersoftware brach, hat sich über den Musik- und Filmmarkt weiter vorgearbeitet und hat längst auch den Buchmarkt entdeckt. Für ihre radikalen Vertreter ist der Schutz geistigen Eigentums nicht mehr als eine relativ neue Erfindung mächtiger Verleger, die in ihrem Profitstreben mit dem Urheberrecht den vermeintlichen 'Naturzustand' des freien Informationszugangs für alle beseitigen wollen"

Jessas.

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13 Jan 2006 EPG ist nicht gleich EPG

Ungefähr seit Weihnachten läuft bei mir ein Digitaler Videorecorder mit MythTV. Mit das Angenehmste daran ist die Programmierung von Aufnahmen über den sogenannten Electronic Program Guide (EPG).

Diese elektronische Programmzeitschrift kann man (als DVB-Nutzer zumindest) in MythTV über zwei Wege mit Daten befüllen: Neben xmltv, einem Script, dass die Daten aus der Webseite von TV Today zusammensammelt, kann man auch den EPG-Datenstrom nutzen, den das DVB-Signal liefert. Ich benutze mittlerweile die zweite Methode.

xmltv braucht nämlich wirklich laaange, um diese Daten zu sammeln, was scheinbar nicht mal von der Art der Netzanbindung abhängt. Zudem ändert sich in unregelmäßigen Abständen die Struktur der Programmseite bei TV Today, was eine neue Version des Skripts erfordert (so lange ist man dann aufgeschmissen). Unschön.

Der Datenstrom aus dem DVB-Signal ist auch nicht ohne Haken: Mehr Daten als für ein paar Tage bekommt man über diesen Weg nicht, und das erfordert ein TV-Signal, also "muss" man regelmäßig eine Weile auf jedem Senderbündel (bei DVB-T zumindest liegen mehrere Sender auf derselben Frequenz) fernsehen oder aufnehmen, um die EPG-Daten aufzufrischen (was immer noch bequemer ist). Zudem ist diese EPG-Methode in MythTV für meine Begriffe erheblich simpler einzurichten als xmltv.