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21 Dec 2007 Es darf geholzt werden

Etwa ein Jahr ist es her, dass ich zuletzt an einem Pool-Tisch gestanden habe, was zum einen daran liegt, dass ich mittlerweile regelmäßig Snooker spiele, zum anderen daran, dass Pool-Tische hier in der Gegend nahezu rar geworden sind. Gestern abend haben mein Snookerpartner und ich uns mal wieder an einen Pool-Tisch in einer Kneipe hierzudorfe gewagt. Sehr erheiternd.

Der Pool-Tisch in besagter Kneipe wäre eine Schande für jedes Jugendzentrum. Vergessen wir mal abgewarzte Queues mit zerfledderten Ledern und Kreide aus Vorkriegsbeständen – aber ein Tisch, der zwar Turniermaß (2,24 x 1,12m) hat, aber offensichtlich eine Spielfläche aus Presspappe, MDF oder was auch immer sonst, aber definitiv nicht aus Schiefer, hat? Bezogen mit abgenudeltem Billigtuch und umgeben von Banden, die bei kräftigen Stößen ein herzhaftes »Bonk!« absondern? Wo der Spielball selbst bei dosierten Stößen eine Ehrenrunde um den Tisch dreht? Hilfe.

Trotzdem zu erkennen: Regelmäßiges Snookern läßt den Pool-Tisch wie ein Spielzeug erscheinen. Zwar konnte man gestern alles, was eine Bande involviert hätte, getrost vergessen, aber selbst komplexere Kombinationen sind machbar, Stöße quer über den Tisch kein Akt und generell reicht es ja sowieso, wenn man die Kugeln halbwegs in die Nähe einer Tasche rollt. Plumps, weiter. Es darf geholzt werden.

29 Nov 2007 Schorsch war gestern, heute ist Wasi

Heute abend wird die Lichterstadt Eutin nebst Norddeutschlands grösster – weil einziger – Rodelbahn eröffnet. Hatte im letzten Jahr noch der Hackl Schorsch das Vergnügen, besagte Rodelbahn (welche im Übrigen nach Augenmaß geschätzte 8-10 Meter lang ist …) eröffnen zu dürfen, wird diese Ehre in diesem Jahr Deutschlands Ski-Ikone Markus »Wasi« Wasmeier zuteil.

06 Nov 2007 Rocko Schamoni: »Dorfpunks«

Scheinbar hatten Rocko Schamoni und ich ähnliche Jugenden in unterschiedlichen Dörfern. Meine Haare waren nie bunt und ich musste nie eine Töpferlehre absolvieren, ansonsten klingt vieles vertraut. Schade nur, dass »Dorfpunks« nicht halb so lustig ist, wie man zunächst vermutet. Dafür zeigt es wunderbar, wie man mit etwas Whitespace aus einer Kurzgeschichte einen Roman machen kann. Bonuspunkte gibt es für das mehrfache Erwähnen Eutins, aber das war's dann auch.

30 Aug 2007 Morgens um vier ist die Welt noch gefährlich

Unfassbar, was einem passieren kann, wenn man morgens um vier im Halbschlaf vom Schichtwechsel nach Hause fährt. Tatort: Ortsumgehung Eutin. Vor mir: Lieferwagen Inland, hinter mir: Lieferwagen Ausland plus PKW. Weit vor uns allen: Straßenarbeiter mit deutlich sicherbarem Mini-Unimog und nahender Gegenverkehr. Der Lieferwagen vor mir geht brav und beizeiten in die Eisen, um vor dem Unimog zu halten. Während ich dahinter mich sachte heranbremse, überholt der osteuropäische Sprinter gewagt, gerät zuerst fast in den Gegenverkehr und dann fast in den inländischen Kollegen. Auch der PKW hinter ihm schert schon mal überholtbereit aus, während der Gegenverkehr vorbei zieht. Bißchen weniger Aufmerksamkeit und Glück, und ich hätte wohl aussagend bei den Grünen gefrühstückt. Mann, mann, mann.

02 Aug 2007 Missing in action

Fast eine Woche war ich »M.I.A.«, zumindest, was das Bloggen anging. Angezogene Stundenzahl dank Urlaubzeit, damit verbundene Konzentration auf das bißchen Leben, was übrig bleibt, wenn man 12 Stunden Nachtschicht schiebt und halbwegs normal schläft – sehr wenig. Kommen dann komplizierte Probleme mit Templates, die man gebastelt hat (und 2-3 sind nach wie vor ungelöst), hinzu, dann könnte man zu noch so vielen Dingen eine Meinung zu bloggen haben – der Tag hat einfach nicht genug Stunden. Oder hat die Woche nicht genug Tage?

Egal.

Fest steht nach dieser Fast-Woche:

  • IE 6 muss sterben. Schnell und schmerzhaft.
  • Die Welt ist schlecht. Und der Teil, der besonders übel ist, fährt mit wachsender Begeisterung Taxi.
  • Ich kann im Moment nur dazu raten, das kleine Kaff, in dem ich hause, weiträumig zu umfahren. Hier wird gebaut und gesperrt, das geht auf keine Kuhhaut.
  • Der Holländische Sport Verein hat da eine echte Perle im Sturm, von der noch keiner (im Sinne von »kaum einer«) etwas ahnt. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie diesen 18-jährigen vergraulen.
  • Boston Legal ist nicht Ally McBeal. Aber es ist auch nicht übel.
  • Ich darf noch genau 29 Tage in meinem Arbeitsgerät rauchen.
  • Spätestens kommende Woche wird eine neue Bassverstärkung angeschafft. Es ist Geld im Hause, und da kann es nicht bleiben – man ist ja nicht umsonst Musiker.

Soweit von mir. Melde mich ab zur allgemeinen Entspannung.