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07 Aug 2009 Wie die Franzosen mir Bob Marley vermiesten, Teil 1

Disclaimer: Bitte beachten – die folgende Geschichte hat sich 1993 zugetragen. Vieles kann und wird sich seitdem verändert haben, sowohl in der Realität als auch in meiner Erinnerung. Aber sie ist dafür verantwortlich, dass ich mich noch heute zu Äußerungen wie dieser hinreißen lasse, wenn es um Frankreich geht:

@Pleitegeiger Ins Land der Froschfresser kriegen mich keine 10 Pferde mehr (yellowled am 7. August 2009 via twitter)

Ich stehe dazu, Bekehrung zwecklos. (Naja. Niemals nie sagen.)

Nach dem Klick bzw. weiter unten also die (laaange und daher aufgeteilte) Geschichte von zwei Irrfahrten durch Frankreich, nikotinsüchtigen Sprachnazis und warum ich Reggae im Allgemeinen und Bob Marley im Besonderen bis heute nicht viel abgewinnen kann. Bedankt oder beschwert Euch bei @Pleitegeiger und @Curi0us, die mir diesen Eintrag aus dem Kreuz getwittert haben und folgt mir ins Jahr 1993 …

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27 May 2009 Fan sein heißt: Bekloppt sein

Ten

Hallo, ich heiße YellowLed und ich bin Fan. Seit nunmehr 17 Jahren begleitet mich die Musik von Pearl Jam, den letzten Überlebenden der Grunge-Ära. Dabei wird man mitunter ein wenig bekloppt.

Das Bild rechts zeigt die „Collector's Edition“ von Pearl Jams großartigem Debütalbum Ten, einer CD, die ich seit 17 Jahren besitze. Aber wenn man es mir so schmackhaft macht, dann kaufe ich sie nochmal. Per Luftpost aus England. Für etwa das Doppelte bis Dreifache dessen, was eine CD in meinem Universum eigentlich kosten darf.

Das wunderschön mit steinalten Fotos dekorierte Digipak enthält neben viel Erinnerungsmaterial aus den goldenen Tagen des Flanellhemdes:

  • eine neu gemasterte Version des Originalalbums
  • eine von Brendan O'Brien neu abgemischte „Redux“-Version des Albums inklusive sechs z.T. bisher unveröffentlichen Bonustracks (allerdings nicht den drei Titeln, welche zusätzlich auf der Europa-Version des ursprünglichen Albums enthalten waren)
  • eine DVD des legendären Unplugged-Konzertes bei MTV

Im Übrigen bin ich nicht richtig bekloppt. Wäre ich das, hätte ich schlanke 120,- Euro für die „große Ausgabe“ inklusive beider CDs in Vinyl, eines Livemitschnitts auf Vinyl und diverser Memorabila angelegt. Wenn mir allerdings jemand eine Freude machen wollen würde … ;-)

17 May 2009 20. Eutiner Bluesfest

In ganz genau (sogar – dank zeitgesteuerter Eintragsveröffentlichung – auf die Stunde) 4 Tagen beginnt auf dem Eutiner Marktplatz das 20. hiesige Bluesfest, diesmal unter dem Motto „Black & White“.

Meine stets wohlinformierte Insiderquelle empfiehlt in diesem Jahr speziell die Reba Russell Band am Freitag abend sowie insbesondere am Samstag abend Johnny Sansone & Band, die interessanterweise eine Mischung aus Blues, Roots Rock und Zydeco anbieten.

26 Apr 2009 You've Been Gilmore'd

Eigentlich hasse ich MySpace. Gleichzeitig aber liebe ich verzerrte Gitarren und die Gilmore Girls, und wenn eine Band laut MySpace-Profil klingt wie „Die Gilmore Girls mit verzerrten Gitarren“, dann überwinde ich mich.

Auf Sinister Rouge, die Band von @dooz passt diese Beschreibung wie das Schwein auf's Sofa, wie meine Lieblingskollegin zu sagen pflegt. Der Vergleich mit Green Day oder Weezer ist im Übrigen aber durchaus ebenfalls passend.

Also: Reinhören und im Auge behalten, noch ist das alles nur ein Pre-Release.

23 Mar 2009 Zurück in die Zukunft mit Selig

Im Hinterkopf hatte ich die neue von Selig, Und endlich unendlich, schon, als Philipp sie mir heute nachmittag ans Herz twitterte. Was für eine gelungene Empfehlung!

Selig waren 12 Jahre weg, ihr letztes Studioalbum Blender hielt bereits, was der Titel versprach. Das, was sie davor gemacht haben – zwei der besseren deutschsprachigen Alben der neunziger Jahre –, ist die musikalische Basis für das neue Album. Es klingt immer noch ein wenig nach Hippie-Mucke, hat immer noch eine dominante Leadgitarre irgendwo zwischen Jimi Hendrix und John Frusciante und es wird auch immer noch geschweineorgelt.

Dazu aber schwingt irgendwo leise der Hauch von abgestoßenen Hörnern mit. Selig müssen sich nicht „neu erfinden“, um nicht altbacken zu klingen – das Scheitern des dritten Albums mag ein Grund dafür sein, dass man sich auf dem neuen Album an den alten Hinweis, nicht mit der Formel zu spielen, gehalten hat. Herausgekommen ist ein schönes, rundes, typisches Selig-Album, welches im Übrigen grandiose Autofahrmusik ist.

Natürlich weht da immer ein Hauch von „Brauchen die Geld?“ mit. Vermutlich stimmt das sogar. Mögen sie es bekommen – wer saubere Arbeit abliefert, hat es verdient. Und dieses Album ist blitzblank.