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27 May 2008 Reinhören

Heute morgen trudelten die Ergebnisse der jüngsten Aufnahmen per Post ein. Drei neue, ein alter Song. Die Euphorie der gelungenen Aufnahme-Session ist längst verflogen, die Ohren hören wieder kritisch. Zu kritisch?

Knurrt der Bass nicht stellenweise zu sehr? Fehlen ihm dafür, nun ja, die tiefen Töne, die ihn ausmachen? Ist der Gesang nicht zu brav? Fehlt da nicht das Kratzen, Beißen, um sich Treten, was ihn »live« oft ausmacht, die kleine Schaufel Dreck, ohne die man zu Rockmusik besser nicht singen sollte? Warum kommen die Schlagzeugeinsätze so ruckartig, schneiden die Becken im Ohr? Ist die Gitarre genau richtig viel daneben oder schon beißend schräg? War es eine gute Idee, aus zwei Takes ein und derselben Vocalspur eine Art Backgroundgesang zu basteln? Usw. usf. ad infinitum.

Musiker sind wohl einfach so. Eine perfekte Aufnahme gibt es nicht – irgendwas gibt es immer zu mäkeln, weil man als Kreativer weiß, wie es wäre, wenn es perfekt wäre. Dem Betrachter oder vielmehr Zuhörer fehlt diese Einsicht, was ihm Nachsicht verleiht. MP3s zur Selbsteinordnung folgen die Tage, ich muss das noch ein paar mal durch Boxen und Kopfhörer jagen, ehe ich es herausgeben mag.

16 May 2008 Breitenstein revisited

Sonntag ist es soweit: die Band fällt nach über einem Jahr wieder ins idyllische Breitenstein bei Benno ein, um drei neue und einen alten Song aufzunehmen. Wenn der so flott arbeitet wie beim letzten Mal, gibt's irgendwann Ende Mai frische MP3s.

Und wenn der alte Grundsatz, dass eine schlechte Generalprobe eine gute Premiere garantiert, umkehrbar ist, geht das Ganze kolossal in die Hose.

22 Jan 2008 Manchmal ist Musik wie Rotwein

Vor vielleicht anderthalb bis zwei Jahren fing unser Gitarrist an, mich mit den beiden Alben einer bis dahin bestenfalls als Geheimtipp bekannten Band zu nerven, die er wahnsinnig gut fand. Ich hörte mich rein, ich gab dem Ganzen einen zweiten und dritten Durchlauf, ich hab's wirklich versucht, aber es blieb beim Urteil: »Nett, aber nicht sonderlich originell. Ein paar Floorfiller, ansonsten viel Mittelmaß. Kann noch werden, aber im Moment verstehe ich den Hype nicht.«

Soeben haben sich vier Songs dieser Band in der MP3-Jukebox gedreht – echte Schmalzbohrer, darunter nur einer der besagten Floorfiller. Und wenn mich heute jemand bitten würde, eine Band zu nennen, die in den letzten 2-3 Jahren ihr erstes Album veröffentlich hat, musikalisch was kann und zudem originell und individuell ist, würde ich ohne Zögern genau den Namen dieser (und nur dieser, aber das ist in Zeiten von The Good Franz Stroke-Monkeys nicht so verwunderlich) Band, deren zwei Alben ich mittlerweile wirklich gerne höre, nennen.

Billy Talent.

Vermutlich erklärt das, warum ich die »50 wichtigsten Alben des Jahres 2007«, die ich neulich in einem Musikmagazin sah, nicht so wirklich wichtig fand …

21 Jan 2008 Herrin des Feuers

Böser Ohrwurm, ausgebuddelt aus den Untiefen der MP3-Sammlung:

Ich bin so leicht entflammbar
meine Haut ist aus Papier
und der Rest von mir ist Zunder
deine Flamme schlägt nach mir.

Subway To Sally, »Herrin des Feuers«

(Wenn ich das jetzt noch oft höre, gewande ich mich gleich in schwarz, klatsche mir ein Pfund Clownschminke ins Gesicht und gehe auf den Friedhof, um mir eine tote Katze … naja, lassen wir das.)

16 Aug 2007 Faszinierend, so ein Desktop

So ein Gnome-Desktop kann einen ja echt beschäftigen. Anders als noch vor kurzem behauptet benutze ich nun doch Listen als Audio-Jukebox. Es startet schlicht zügiger und stresst die altersschwache CPU ein wenig weniger als Exaile, zumindest wenn man nicht gerade die Musik-Biblliothek neu laden lässt. Da die Features mehr oder minder deckungsgleich sind, ist der Unterschied in puncto »Look 'n' Feel« minimal.

Ebenfalls interessant, aber vermutlich nur auf besagten betagten Rechenknechten zu merken: Arbeitsflächen erzeugen mehr Last, als man meint. Ich bin ein großer Freund dieser virtuellen Desktops, im Prinzip habe ich – sowohl unter Gnome als auch unter fluxbox (welches ich kaum nutze) – gern pro regelmäßig verwendeter Anwendung eine eigene Arbeitsfläche. Das rächt sich.

Mein hiesiger Athlon mit 1100 MHz geht schon leicht in die Knie, wenn man unter Gnome zwischen 7-8 Arbeitsflächen hin und her springt – der Wechsel zwischen zwei Anwendungen, speziell Gnome-/gtk-Anwendungen, ist merklich schleppend. Unter fluxbox geht es, möglicherweise wäre xfce der geeignete Mittelweg. Muss ich gelegentlich mal austesten. Andererseits habe ich den Komfort, den der Gnome-Desktop (Standarddesktop unter Ubuntu) bietet, mittlerweile durchauch zu schätzen gelernt. Und für den Moment hat es relative Besserung gebracht, sich auf 4 Arbeitsflächen zu beschränken.