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02 Apr 2009 Creative ZEN unter Linux befüllen

Das linuxfreundliche MP3-Shopping bei amazon hat mich dazu bewogen, mich nochmal intensiver mit der Betankung meines Creative ZEN unter Linux zu befassen – dort heruntergeladene Dateien per USB-Stick erst auf die Windowsmöhre und von dort auf den Player zu übertragen wäre doch etwas umständlich.

Die Lösung heißt mtpfs. MTP ist ein FUSE-Dateisystem, welches geeignete Player wie den ZEN mittels passender Plugins auch direkt aus Mediaplayern wie etwa Rhythmbox (getestet, funktioniert) befüllen kann. MTP-Plugins sollte es für alle gängigen Mediaplayer/-datenbanken unter Linux geben.

Das Befüllen der zusätzlichen Speicherkarte im ZEN klappt übrigens auch so: Stellt man den Player vor dem Anschließen an den Rechenknecht von Hand auf Speicherkartenzugriff, wird diese als USB-Gerät gemountet und kann genau so genutzt werden.

01 Apr 2009 Endlich schmerzfreies MP3-Shoppen für Linux-Nutzer

Vorweg: Das hier ist ausdrücklich kein Aprilscherz.

Offenbar seit heute läuft der deutsche MP3-Store von amazon. Und endlich hat mal jemand an die „armen“ Nicht-Windows-Nutzer gedacht. amazon bietet:

  • eine Linuxversion der notwendigen Downloadsoftware (die sogar funktioniert und als deb-Paket verfügbar ist!)
  • DRM-freies MP3-Format (256 kbps variable Bitrate)
  • sowohl Kauf von einzelnen Songs als auch ganzen Alben

Der Download des kostenlosen Testsongs klappte problemlos, die Datei ließ sich ohne Mucken mit allen gängigen Mediaplayern unter Linux abspielen.

So soll es sein. Wenn jetzt noch das tatsächliche Einkaufen (ganz normal über den amazon-Einkaufswagen) problemlos funktioniert, ist amazon für meine Begriffe hier ein echter Coup gelungen.

29 Jan 2009 Ein ziemliches Kaliber

Der lokale Radiosender delta Radio betreibt eine Plattform für Nachwuchsbands namens Indiecator, aus dem es einmal wöchentlich einen Act zur »Indiecator-Band der Woche« erklärt und mit Airplay im Radio belohnt. Üblicherweise haut mich dieser Act nicht sonderlich vom Hocker.

In dieser Woche jedoch wird diese Ehre Kaliber aus Berlin zuteil, und da kann man schon mal Werbung machen – das wummst amtlich, stilistisch grobe Peilung Linkin ParkPapa Roach mit deutschen Texten, würde ich sagen.

Hörbeispiele (MP3) gibt es sowohl im Indiecator als auch auf der Bandwebseite.

14 Jan 2009 Der Dank des Tages geht an: Fiona

Der Dank des Tages geht mal wieder an Fiona. Mal sehen, ob ich es noch schaffe, Harry Rowohlts Live-CD »Der Paganini der Abschweifung« als MP3-CD mit in die Nachtschicht heute abend zu nehmen …

19 Nov 2008 Der Tod des Albums

Wahrscheinlich kein revolutionärer Gedanke, aber mir fiel gestern auf, dass das Album als musikalische Einheit und Gesamtkunstwerk eigentlich mausetot ist.

In Zeiten von Filesharing und iTunes, von mobilen Mediaplayern und stationären mp3-Jukeboxen ist es uns quasi möglich, immer und überall genau den Song zu hören, nach dem uns gerade ist. Was grundsätzlich gut so ist. Aber: Im Zeitalter von Ripping und Skipping, wer hört da noch ein komplettes Album vom ersten bis zum letzten Ton? Es ist viel mehr 2008, auf »intelligente« Playlisten und Random Play zu setzen. Meiner neuer Mediaplayer hat dafür gar eine eigene Unterfunktion, welche sich tatsächlich »DJ« nennt.

Und selbst diesem DJ kann ich in seinen Alukoffer voller Tonträger reinquatschen, indem ich meine tragbare Abspielstation nur mit dem betanke, was ich wirklich mag. Ich muss nicht mehr zum DJ-Pult marschieren und Wünsche erbetteln. Wenn ich den langweiligen Filler, der als zehnter Track ein Album abschließt, überflüssig finde, muss ich nicht mehr den Tonarm eines Plattenspielers anheben – ich drücke einfach »skip«. Die KDE-Jukebox amaroK würde das als Hinweis deuten, dass mir der Song nicht gefällt und ihn zukünftig seltener in Playlisten packen.

Grundsätzlich ist auch das erstmal gut – wir hören nur noch die Musik, die uns wirklich berührt. Was aber ist mit diesen zunächst unauffälligen Stücken, die man zehnmal hören muss, ehe sie sich schließlich doch unauslöschbar, unskipbar ins Hirn fressen? Was wird aus den Gesamtkunstwerken, die sich über die volle Dauer eines Albums spannen?