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22 May 2008 Ronnie's Snooker Hotshots

Als leicht verspätetes Geburtstagspräsent der besseren Hälfte bekam ich gestern Ronnie's Snooker Hotshots überreicht, eine in Deutschland nur teuer per UK-Import bei amazon zu erhaltende DVD, auf welcher der Meister des 147 die besten Maximum Breaks, die übelsten verpassten 147s und seine All-Time-Topspieler präsentiert.

Die DVD enthält sechs vollständige Maximums, darunter natürlich auch Ronnies Rekord-147 gegen Mick Price in gut fünf Minuten, dazu fünf kurze Gespräche mit dem Meister und die »147 Hell«, eine kurze Sequenz mit in letzter Minute vergeigten Maximums. Das alles in bester Bildqualität (16:9), aber lediglich mit einer englischen Tonspur ohne Untertitel. Letzteres ist ein wenig ärgerlich, da speziell O'Sullivan in den Gesprächssequenzen selbst mit gutem Englisch nur schwer zu verstehen ist.

Die Gesamtspielzeit von gut einer Stunde ergänzen ungeschnittene Versionen von fünf Maximums – Ronnies schnellstes Maximum passte logischerweise ungeschnitten in den eigentlichen Film :-) Wozu man für dieses Ausmaß an Bildmaterial allerdings eine DVD9 braucht, wird wohl ein Geheimnis des Herstellers bleiben.

Alles in allem eine höchst spartanisch ausgestattete DVD, deren Inhalt größtenteils auch via YouTube zu finden sein dürfte, allerdings naturgemäß in lausiger Qualität.

10 Apr 2008 Fakten über eine kleine Stadt

Gelegentlich passiert es, dass ich Menschen in der Droschke habe, die etwas über die kleine Stadt, in der ich lebe und arbeite, wissen wollen. Oft sind das – so wie heute abend – junge Menschen, die in der ortsansässigen Landespolizeischule aufgenommen werden wollen. Anscheinend wird dort in der Aufnahmeprüfung u.a. nach der Einwohnerzahl unseres verschlafenen Städtchens gefragt (»Siebzehn- bis Achtzehntausend, je nach Jahreszeit und Tagesform.«).

Den berühmtesten Sohn der Stadt kennen zugezogene junge Menschen üblicherweise auch nicht, bis sie zum ersten Mal im Sommer der anlässlich der gleichnamigen Festspiele einfallenden Heerschaaren gewahr werden. Nun ja, dafür kennen die meisten immerhin Dr. Dressler, wenn auch nicht unter seinem bürgerlichen Namen (tut mir ja leid, Herr Haas).

Überhaupt haben wir es ja mit der Schauspielerei: Neulich habe ich gelesen, der in Eutin gedrehte Tatort: Reifezeugnis sei der bis heute erfolgreichste deutsche Fernsehfilm aller Zeiten. Und selbst die bereits erwähnte Landespolizeischule hat schon in einem Film mitgespielt: Im Anfang von Karniggels nämlich.

23 Jan 2008 The good die young

Heath Ledger wurde gestern nachmittag tot in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden. Ich bin mir sicher, von dem hätten wir noch Großes gesehen.

09 Jan 2008 Control

Morgen läuft der erste Spielfilm von Depeche Modes und U2s Hausfotograf Anton Corbijn an: Control. Ein Film über das kurze Leben des Joy Division-Sängers Ian Curtis. Der bereits jetzt hochdekorierte Film basiert auf dem Buch »Touching from a distance« von Curtis' Witwe Deborah.

Die deutsche Schauspielerin Alexandra Maria Lara spielt Curtis' Geliebte, die belgische Journalistin Annik Honoré. Zudem ist Herbert Grönemeyer nach 20 Jahren erstmals wieder in einer kleinen Rolle in einem Film zu sehen.

11 Dec 2007 Vorweihnachtliches aus der CD-Abteilung

Ich hätte es besser wissen sollen, aber so ist das nun mal mit Männern: Nachdem wir gefühlt stundenlang der besseren Hälfte dabei zugesehen haben, wie sie mit der Geduld eines sturmerprobten Seemanns eine Hose nach der anderen anprobiert und nebenbei noch Zeit findet, nach passenden Oberteilen zu spähen (Männer haben übrigens keine Ahnung von Oberteilen. Erschütternd, oder?), zieht es uns zum Männerspielzeug.

Mann hätte besser einen großen, weiten Bogen um die CD-Abteilung des Mädchen-Marktes gemacht, aber was soll's? Natürlich biegen sich die Regale dort um diese Jahreszeit unter Best-of-CDs und Samplern, die die Welt nicht braucht – wie jedes Jahr. (Deutlicher Trend in diesem Jahr: Best-of-CDs, auf denen das Beste fe lt.)

Wahrhaft erschreckend und ein deutliches Zeichen fortschreitenden Alterns aber ist die Erkenntnis, dass etliche Alben, die »zu meiner Zeit« als Muss in jedem guten CD-Regal in Stein gemeißelt waren, mittlerweile verramscht werden. Nirvanas Nevermind, Pearl Jams Ten, mittlerweile werden Tonträger scheinbar schneller günstig als Kinofilme auf DVD erscheinen. Ein deutliches Zeichen, dass es der Musikindustrie schlecht geht.

Wie sonst kann man auf die Idee kommen The Shape Of Punk To Come für einen lumpigen Zehner herzuschenken, aber für die jüngsten Ergüsse merkbefreiter Europop-Deppen den vollen Preis zu verlangen? Fürchtet Euch nicht, das Ende ist nahe!