Entries tagged as movies

08 Jul 2009 WD TV, MKV und SRT

VobSub-Untertitel sind grundsätzlich eine feine Sache, nur nicht in MKV-Dateien, die auf einer WD TV angezeigt werden sollen. Die WD TV rendert VobSub-Untertitel anscheinend ohne irgendeine Form von „Rand“, man hat also rein weiße Schrift in den Untertiteln, was je nach darunter liegendem Filmmaterial mehr oder weniger unlesbar ist.

Die Lösung ist denkbar simpel: Man kann anstelle der VobSub-Untertitel ebenso gut mittels mkvtoolnix SRT-Untertitel zuschaltbar in den MKV-Container muxen. Die rendert die WD TV dann entsprechend der Voreinstellungen im System, wo man u.a. einen Rahmen einstellen kann.

29 Jun 2009 DVD-»Ersatz«: MKV mit Untertiteln

Komprimiertes Video wird immer wichtiger im „Pantoffelkino“. Ob man nun gemütlich am Laptop oder am Fernseher, welcher (wie bei mir seit einiger Zeit) z.B. über eine WD TV befeuert wird, gucken möchte: Die DVD ist nicht mehr unbedingt das Medium der Wahl.

Was man will, ist ziemlich klar: Einen MKV-Container mit H.264-Video, AAC-Tonspur(en) und – idealerweise – zuschaltbaren VobSub-Untertiteln.

Das Tool dafür – unter Windows, MacOS und Linux! – wäre normalerweise Handbrake, eine Art „Schweizer Armeemesser“ in puncto Videokodierung. Der Haken aber ist, wie ich bereits bei Kristian (in den Kommentaren) feststellte, dass Handbrake derzeit nur „hart einkodierte“ Untertitel bietet. („Softe“ sind allerdings bereits in Arbeit; es ist jedoch nicht abzusehen, wann die Version 0.9.4 des Programms erscheinen wird, in der das implementiert sein soll.)

Bis dahin bleibt nur, Handbrake ausschließlich Video und Audio zu überlassen und die Untertitel nachträglich in den MKV-Container einzubinden – denn die Möglichkeit zu „soften“ Untertiteln bietet dieses Containerformat durchaus.

Für das Auslesen der Untertitel von DVD gibt es meines Wissens kein platformübergreifendes Programm. Unter Windows erledigt z.B. VSRip diesen Job ganz gut, Linux-Nutzer können subtitleripper verwenden. Mac-Nutzern kann ich persönlich mangels Mac leider nichts empfehlen, vielleicht kann jemand über die Kommentare aushelfen?

Das Tool, welches die Untertitel in den MKV-Container einbindet („(re)muxing“), tut seinen Dienst wieder auf allen drei Plattformen: mkvtoolnix nimmt die mit Handbrake erzeugte MKV-Datei, welche bereits Video- und Tonspur(en) enthält, fügt die Untertitelspur(en) hinzu und erzeugt eine neue MKV-Datei, die dann alles enthält.

15 Mar 2009 24'ed

Ich erwähnte ja bereits meine viel zu spät entdeckte 24-Sucht. Ähnlich wie Konna bin auch ich über ein sehr verlockendes Sonderangebot der ersten Staffel gestolpert – eine echte Einstiegsdroge. Dabei ist 24 eigentlich überhaupt nicht meine Sorte Serie: Zu actionlastig.

Natürlich hat auch hier wieder der Originalton auf DVD den Einstieg erleichtert. Gleichzeitig aber ist 24 einfach wirklich gut gemachte Unterhaltung, die im wesentlichen auf drei Faktoren basiert: Action, Verschleierung und Spannung.

Action: Explizit und variabel
Die Action in 24 ist drastisch, schon an der Grenze dessen, was im Fernsehen machbar ist. Das ist nicht nur Alleinstellungsmerkmal, es fesselt auch.
Gleichzeitig aber sind die Actionsequenzen äußerst vielseitig, was natürlich erst durch den Variantenreichtum, den das 24-Szenario bietet, möglich wird.
Verschleierung: Mitdenken!
Neben den typischen Heldern und Bösewichtern hat jede 24-Staffel immer auch Charaktere, die beides sind oder sein könnten. Im Prinzip ist außer Protagonist Jack Bauer jeder potentiell verdächtig.
Das spornt ebenso zum Mitdenken an wie Frage, was den Autoren eingefallen sein könnte, um die Handlung komplizierter zu gestalten als offensichtlich, was auch in jeder Staffel geschieht.
Spannung: Niemals nachlassen
Allein der Echtzeit-Faktor erzeugt über die damit verbundene Intensität einzelner Szenen eine subtile Spannung. Gleichzeitig aber gibt es eigentlich keine Szenen, in denen nichts passiert.
Die größte Spannung aber bringen (für mich zumindest) immer wieder die unerwarteten Wendungen im Plot. Spätestens ab der siebten oder achten Stunde eines 24-Tages fragt man sich permanent, wie man diese Handlung noch auf 24 Folgen ausdehnen kann – was natürlich immer irgendwie gelingt.

Fazit: So geht moderne, hochwertige TV-Unterhaltung. Einzig von den ab dem zweiten Box-Set beliegenden Extras-DVDs würde ich mir mehr versprechen. Mal sehen, was da in Staffel fünf kommt. Wer wie ich 24 lange ignoriert hat, sollte das auf jeden Fall nochmal überdenken.

12 Mar 2009 Und wieder 10 Euro gespart

Ich gehe ja, obschon ich mich durchaus als Cineast bzw. meinetwegen „Film-Junkie“ bezeichnen würde, nicht mehr ins Kino. Es ist mir zu teuer, nahezu jeder Film kommt zeitnah auf DVD raus, zu Hause kann ich rauchen und muss keine Spacken in der Reihe hinter mir ertragen. Zudem haben Kinos zu den Uhrzeiten, zu welchen ich üblicherweise Filme gucke, längst geschlossen.

Nach der gestrigen Spätschicht z.B. führte ich mir den von mir lang erwarteten Baader Meinhof Komplex zu Gemüte – und war froh, das nicht im Kino getan zu haben. Was schon vorher klar war, bestätigte sich natürlich: Das grandiose Buch von Stefan Aust ist als Spielfilm unverfilmbar.

Natürlich ist der Film, speziell für Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne, nach wie vor unterhaltsam. Aber er versucht, 10 Jahre RAF in zweieinhalb Stunden Film zu verpacken. Das meines Erachtens großartige Todesspiel braucht bereits ca. 3 Stunden Gesamtlaufzeit, um nur die Schleyer-Entführung halbwegs detailliert abzudecken. Was Aust im Buch mit Leichtigkeit gelang, ist im Kinoformat schlicht nicht umzusetzen.

Der verfilmte Baader Meinhof Komplex galoppiert in hektisch geschnittener Mischung aus Spielfilmelementen und Zeitdokumenten durch 10 Jahre und verbrennt unterwegs einen Haufen prominenter Gesichter, von denen kaum eines dazu kommt, seine Rolle wirklich darzustellen. Ehrlich gesagt bezweifele ich bei einigen Schauspielern, dass sie ihren Text überhaupt lernen mussten.

Natürlich gilt, was schon Anke damalstm nach dem Kinobesuch anmerkte: Eigentlich müsste dieser Film 8 oder mehr Stunden dauern. Das wäre ein Format, welches schon als Miniserie im deutschen Fernsehen bedenklich lang wäre. Ohnehin erzählt dieser Kinofilm eine Geschichte, welche durch Dokumentationen und Fernsehen längst zur Genüge erzählt war. Schade drum.

30 Dec 2008 Einkaufen vs. Shopping

Ich gehöre eindeutig zu der Sorte Menschen (mittlerweile habe ich mich glaubwürdig davon überzeugen lassen, dass diese Einstellung geschlechterübergreifend ist; allerdings dürfte das Phänomen unter Frauen weit seltener sein), die gerne shoppen, aber ungern einkaufen.

Einkaufen, um das mal eingangs klar zu definieren, ist, wenn man Dinge kauft, die man braucht. Beispielsweise begibt man sich wie ich soeben in einen ortsansässigen Supermarkt, um dort einen Sechserträger Flaschenbier und ein wenig Essbares für Neujahr, wenn plötzlich wieder alle trotz nahezu komplett gelockerter Öffnungszeiten zu haben, zu kaufen. Dabei nimmt man gleich noch ein Päckchen Drehtabak mit – man will ja Neujahr nicht damit verbringen, einem explodierten Kippenautomaten die letzte Schachtel Kippen abzuringen, nur weil man in seinem eigenen Zustand besser noch nicht Auto fahren sollte und keine Lust auf einen Neujahrsspaziergang bei polaren Temperaturen hat. Und dann bezahlt man den ganzen Ramsch und fährt nach Hause, nachdem man gefühlte 2 Stunden an mal wieder viel hemmungslos unterbesetzen Kassen mit nicht funktionierenden Kartenlesern leise vor sich hin auf den Niedergang des Abendlandes fluchend zugebracht hat. Das ist einkaufen.

(Im Übrigen habe ich beschlossen, mich ab kommendem Jahr beizeiten derartig einzudecken, dass ich zwischen dem 20. Dezember und 2. oder 3. Januar keinerlei Einkaufsetablissement mehr betreten muss. Es wird der Vorbereitung auf einen Atomschlag ähneln, aber meine Nerven werden es mir danken.)

Shopping hingegen ist, wenn man vollkommen entspannt in der tobenden Nachweihnachtshölle eines Elektromarktes (Dauerbeschuß am Umtauschtresen) spontan beschließt, sich mal in Ruhe nach irgendeinem niedlichen Spielzeug für Computerfreaks, beispielsweise einer externe Festplatte benutzbaren Ausmaßes, umzusehen. Dann fachsimpelt man in Ruhe ein wenig mit dem langjährig vertrauten Verkäuferich (Wieso is'n die iomega so billig? Kann die nix?Doch. Aktionspreis, läuft morgen aus.Ist gekauft.), schlendert als Absacker nochmal durch die Ton- und Filmträger und bezahlt schließlich bei einer Verkäuferöse, die dermaßen überstreßt ist, dass sie glatt vergißt, einem ein Und 'n frohes Neues! hinterherzubrüllen. Geht doch.