Entries tagged as movies

14 Sep 2005 Warum Soundtrack-CDs saugen

(Aus der Rubrik: "Was man nicht alles tut, wenn einem nichts Besseres einfällt")

Zahl der Songs im Soundtrack des Films "High Fidelity": 57

Zahl der Songs auf der Soundtrack-CD: 15

(Hinzu kommt noch der "Ich kauf' mir den Soundtrack auf CD, weil mir ein Song im Film gefiel und genau der war dann nicht auf der CD"-Effekt, aber den kenne vermutlich mal wieder nur ich. [Nein, das war nicht bei "High Fidelity". Und ja, ich habe das Buch gelesen, ehe ich den Film gesehen habe. Lange davor.])

14 Jun 2005 Ethan Hawke: "Aschermittwoch"

Ja, der Ethan Hawke. Spielt nicht nur schau, schreibt auch Romane. Und gar nicht mal schlechte.

Jimmy macht Schluß mit Christy, ohne eigentlich genau zu wissen, warum - wie er so vieles (eigentlich alles) tut oder getan hat, ohne genau zu wissen, warum. Selbst als Christy fluchtartig die Stadt in Richtung Texas (back to the roots, yeehaa!) verlässt (stilechterdings in einer Art Greyhound-Bus) und er ihr blitzartig (und ebenfalls stilecht mit einem 70er-Jahre-Muscle-Car, wenn auch keinem TransAm) nachsetzt, um ihr einen Heiratsantrag zu machen, weiß er nicht wirklich genau, warum. Es kommt (ja, auch das ist irgendwie stilecht) zum vorgezogenen Showdown am winterlich verschneiten Busbahnhof, Kniefall und Offenbarung einer Schwangerschaft inklusive. Und da beginnt das niedergeschriebene Road-Movie (ich sehe da Matt Dillon als Jimmy und eventuell Winona Ryder als Christy ..?) eigentlich erst; eine Reise in zwei Vergangenheiten, aus denen eine Zukunft werden soll (das hab ich jetzt schön geschrieben; nein, nicht schön: stilecht).

Mr. Hawke, das konnte man schon seinem Erstling entnehmen, kann schreiben. Und zwar mit Liebe für's Detail und für die kleinen Randgeschichten nebenbei.

29 Mar 2005 Selim Özdogan: "Mehr"

Selim Özdogan ist meiner Meinung nach sozusagen der Fatih Akin unter den Autoren. Ein sogenannter "Deutsch-Türke", künstlerisch tätig und enorm talentiert. Kann es da noch Zufall sein, dass die Herren bereits erfolgreich zusammen gearbeitet haben?

Sein "Schicksal" als mehr oder weniger erfolgreicher Autor hat Özdogan in einen Roman gegossen - "Mehr", die Geschichte eines deutsch-türkischen Autoren, gefangen zwischen Schaffens- und Identitätskrise, Freundschaften, die längst keine mehr sind, und natürlich zwei Frauen.

Das allein wäre noch nicht unbedingt etwas Besonderes. Doch Özdogan beherrscht etwas, was die wenigsten "jungen" Autoren können, geradezu meisterhaft: den Spagat zwischen Popkultur und literarischem Anspruch. Ihm fließend geradezu poetisch bildhafte Passagen aus der Feder - und im nächsten Moment wird er dermaßen direkt, dass Bukowski seine wahre Freude gehabt hätte, ohne jedoch um der Direktheit Willen obszön zu werden.

Dieses Buch ist hinreißend schön. Lesebefehl, alle Mann. Hopp.

01 Mar 2005 Oscar ohne Anke geht nicht

Wenn man die Oscar-Nacht auslassen musste, weil man am Montagmorgen unerwartet früh raus musste, gibt's - angesichts der Tatsache, dass sowas meiner Meinung nach auf Video reichlich bescheuert kommt - genau zwei Möglichkeiten, beide mit Anke: Zusammenfassung mit Frau Engelke Montag abend auf Pro7 (größtenteils ausgelassen) oder aber Blog lesen bei Frau Gröner (komplett auswendig gelernt).

Bis nächstes Jahr, Anke.