Entries tagged as lost property

19 Mar 2007 May the robe be with you

Als ich zum allerersten Mal ganz alleine ohne Mama oder Papa ins Kino durfte, durfte man im Kino noch nicht essen, trinken oder rauchen. Es gab weder THX noch sonst irgendeinen Technikkram, von dem sich heute kein normaler Mensch merken kann, was es ist, selbst die unsägliche Langnese-Werbung war, wenn ich mich recht entsinne, noch weit, weit weg.

Es war 1983, ich war neun.

Apropos weit, weit weg: Gesehen haben meine beiden Kumpels und ich damals Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter, und zwar bei Erstausstrahlung, also noch ohne lispelnde Tonspur und ohne, dass ein übereifriger Papa vor mir seinem armen Kind den halben Film erklärt hat, wie es mir Jahrzehnte später in der überarbeiteten Fassung begegnet ist. Schwamm drüber.

Was ich jedenfalls schon damals schweinecool fand und unbedingt haben wollte: Einen Jediumhang. Scheiß auf das alberne Schwert, aber so einen wallenden Umhang wollte ich unbedingt. Wahrscheinlich der Grund, weshalb ich bis heute vorzugsweise Kapuzenpullis trage.

13 Mar 2007 Faires Angebot

Nervt die Frau/Freundin/Verlobte?

Einfach umtauschen!

12 Mar 2007 Nicht alles, was hinkt ...

… ist ein Vergleich. Die Zeitschrift »Internet professionell« vergleicht in der Ausgabe 4/07 Äpfel mit Birnen bzw. Serendipity und Wordpress mit TypePad.

Verglichen wird dabei ein (noch dazu kostenpflichtiger) Blog-Hostingservice (TypePad) mit zwei (kostenfreien) Blogengines, bei denen die Autoren mit keinem Wort erwähnen, dass es sowohl für Wordpress als auch für Serendipity entsprechende (kostenlose!) Angebote gibt.

(Wobei natürlich supersized.org, der s9y-Hostingservice, um Längen cooler ist.)

11 Mar 2007 Touched By The Hand Of Luck

Gestern saß das Glück neben mir im elfenbeinfarbenen Arbeitsgerät.

Ich holte jemand ab, eher abgerissener, leicht ungepflegter Typ um die 50, der mir erzählt, er wäre »den ersten Tag wieder aufgestanden« (krank oder gesoffen, das ist hier die Frage). Angepeilte Stationen: Erst zum Lotto/Tabakladen, dann zum Supermarkt. Vor der Lottoannahme die übliche samstägliche Autoschlange, ergo Einparken mit leichtem Nachjustieren. Schließlich hatte ich mich auf den Idealparkplatz direkt vor der Tür vorgearbeitet.

Leute rein, Leute raus, aber mein Mann nicht dabei. Uhr lief, Taxameter lief – soll mir Recht sein, so lange der Bursche nicht irgendwie stiften gegangen ist. Also nachgucken. Nein, steht noch brav in der Lottoannahme. Wieso dauert das so lange?

Schließlich kommt der Kandidat aus der Lottoannahme, leicht verwirrt guckend. »Habt Ihr da erst noch Tabak angebaut?« – »Nee. Kann ja keiner ahnen, dass ich einen Fünfer habe …«

Zweieinhalb Mille wird's wohl geben. Vielleicht sollte ich auch mal Lotto spielen …

07 Mar 2007 BILD-Bloggen mal anders

Wenn einem so gar nichts einfällt, was man schreiben könnte, ist es alte Sitte in deutschen Redaktionen, einfach mal zu gucken, was die Kollegen von der BILD schreiben – nicht, um sich an deren Fehlerchen zu ergötzen, sondern um, nun ja, abzuschreiben.

Das lacht mich heute doch gleich auf Seite 1, nein, nicht das Montags-Mädchen, sondern folgende Überschrift an: »Die Sterne sagen, wo Sie am besten Urlaub machen«. Dann gucken wir doch mal …

Stiere genießen gern; eine Kreuzfahrt buchen!

Ähm – nein. Diesem Artikel nach bin ich noch am ehesten Krebs (»fliegen nicht gern weit«) oder Fisch (»nach New York«).

Als nächstes springt mir auf Seite 17 der lüdde Niklas ins Auge, der mit 14 Zehen und 12 Fingern geboren wurde und – so moralisch verwerflich das klingen mag – damit ein bißchen wie ein Hobbit aussieht. (2 Finger sind schon, 4 Zehen werden noch amputiert; bemerkenswert das Zitat: »Beim Ultraschall sah man nichts« – und wenn? Pränatale Amputation im Mutterleib per Endoskop?)

Und dann bleibe ich latürnich auf Seite 21 am großen, exklusiven, fast eine komplette Seite belegenden BILD-Interview mit Huub Stevens hängen, in dem Huub entweder klassisch knorrig sämtliche Investigativfragen abgeknurrt hat oder der Schreiberling Schiß hatte, etwas zu fragen, zu dem Huub keine der Parolen wiederholen konnte, die mittlerweile altbekannt sind. (»Wir haben noch nichts erreicht«, »Wir haben immer noch 10 Endspiele« usw. usf.)

Keine Frage, die auch nur im Ansatz taktischen Bezug hätte, nichts zum Thema ewige Muskelfaserrisse, nichts zu den Verbannungen von Spielern ins Regionalligateam – aber gut zu wissen, dass anderswo auch manchmal einfach nur eine leere Seite gefüllt werden muss ;-)