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17 Jun 2009 Drathlos verkabelt

Wenn man vom einen auf den anderen Tag Probleme mit einer Netzverbindung über UMTS bzw. HSDPA – wie z.B. spontane Verbindungsabbrüche oder schwankende Geschwindigkeit der Verbindung – hat, kann das an verschiedenen Dingen liegen.

  • Störungen durch aktive WLAN-Netzwerke in der Nähe
  • Störungen durch ein in nächster Nähe zum UMTS-Gerät gelagertes Mobiltelefon
  • generell intensivere Nutzung des UMTS-Netzes in der Umgebung durch Mobiltelefone
  • Wettereinflüsse wie etwa Sturm, Gewitter oder Regen
  • ggf. softwareseitige Störungen durch aktualisierte Treiber oder „exotische“, anbieterseitig nicht offiziell unterstützte Betriebsysteme

All das findet man, wenn man zum Thema im Netz sucht; all das erzählt einem der Onkel vom Support und rät „das einfach alles mal auszuprobieren“.

Nur auf die Idee, dass einfach das USB-Kabel, welches den UMTS-Stick mit dem Laptop verbindet, im Eimer sein könnte, auf die Idee muss man alleine kommen.

08 Jun 2009 Kleiner als verdammt klein

Ich dachte ja immer, viel kleiner als Damn Small Linux, bei welchem die Imagedatei der Live- bzw. Installations-CD gerade mal 50 MB belegt, ginge es nicht mehr.

Falsch gedacht.

Tiny Core Linux kommt mit gerade mal 11(!) MB aus – und bringt dabei sogar noch eine grafische Oberfläche mit. Alternativ gibt es noch die Variante Micro Core ohne grafische Oberfläche, welche gar mit 7,5 MB auskommt.

Das Anliegen von Tiny Core ist natürlich nicht, ein komplettes Desktop-System mit voller Hardware-Unterstützung zu bieten. Dennoch beeindruckend für ein grafisches System mit drahtlosem Netzzugang, das so übel nicht aussieht.

04 Jun 2009 Nokia 5800 Xpress Music

Es war mal wieder so weit: 24 Monate rum, Mobilfunkvertrag läuft aus. Neuer Vertrag bei neuem Anbieter und angesichts des grottigen Samsung-Handys, auf das beim letzten Mal die Wahl fiel: Neues Handy. Die Wahl fiel diesmal (Vorsicht, reichlich Flash!) auf das Nokia 5800 Xpress Music. Vertragsmodelle ebenso wie Kaufpreis ohne Vertrag bei ähnlichen Modellen (Ja, ich rede hier vom iPhone.) sind für meine Begriffe krank, aber ich wollte dennoch ein halbwegs zukunftsträchtiges Telefon, mit dem man auch in einem halben Jahr noch Spaß hat.

Nun bin ich im Grunde komplett der Falsche, um ein Mobiltelefon zu rezensieren – bereits nach wenigen Minuten mit dem neuen Ziegel schoß mir ein „Wer braucht das alles?“ durch den Kopf. Der Funktionsumfang des ersten Touchscreen-Handys von nokia ist mir außerdem viel zu lang für einen Blogeintrag, daher hier nur ein paar Anmerkungen meinerseits zu wesentlichen Kernfeatures.

  • Touchscreen: Das ist natürlich ein Feature, welches die Vergleiche mit iPhone/G1 antreibt – ich kann dazu nur sagen, dass ich mit dem Touchscreen ganz gut zurechtkomme, allerdings – speziell in den doch recht kleinen QWERTZ-OSD-Tastaturen – erheblich besser mit dem Stift als mit meinen Wurstfingern. Die taktile Rückmeldung ist dabei ebenfalls recht hilfreich.
  • Display: 360x640 bzw. 640x360 Pixel, für meine Begriffe in diesen Dimensionen ohne Grund zur Beanstandung, selbst beim Abspielen von MPEG4-Videos. Einzig der Lagesensor ist mitunter etwas reaktionslahm und begriffstutzig beim Umschalten.
  • Musikwiedergabe: Über Kopfhörer okay, über Lautsprecher … nun ja, das klingt schon ziemlich nach Kofferradio. Für digitale Klingeltöne mehr als ausreichend, mehr will ich persönlich nicht mit einem Telefon machen.

Ansonsten kann ich bislang nur sagen: Die Kamera ist vollkommen okay für eine Handykamera, die Sprachqualität ist wunderbar. Sehr gelungen finde ich den integrierten Kalender, der anstehende Termine stets in der Hauptansicht des Displays „ankündigt“, und natürlich die völlig streßfreie Verbindung des Telefons per Bluetooth mit meinem Linux-Laptop.

Klare Minuspunkte hingegen für die katastrophal unübersichtliche Installation der zugehörigen Software (unter Windows), welche danach nicht einmal funktioniert, und die bislang leider nur geringe Anzahl von zusätzlichen (und sinnvollen) Applikationen für das Telefon (was sich hoffentlich ändern wird; auch habe ich hier noch nicht wirklich ausgiebig gesucht).

30 Apr 2009 Die Zeit ist überreif: Jabber

Auf die Gefahr hin, jetzt wieder in den Kommentaren als skurriler Linuxnutzer bepöbelt zu werden, dessen „komische Software nicht richtig funktioniert“ – ich überlege ernsthaft, in absehbarer Zukunft meinem Multiprotokoll-Client pidgin kurzerhand die ICQ- und AIM-Accounts abzuklemmen und mich rein auf GoogleTalk und Jabber zu verlasssen.

Die betreffenden proprietären IM-Dienste machen im Grunde permanent Streß, besonders dann, wenn eine Änderung im Protokoll mal wieder tagelang alle Nutzer von alternativen Clients aus den betreffenden Netzwerken aussperrt.

Jabber hingegen kann alles, was diese Dienste auch leisten, ist aber unabhängig, frei und dezentral. GoogleTalk hingegen basiert auf dem Jabber-Protokoll, und auch wenn jetzt möglicherweise die üblichen Google-Mahner aufschreien: Ich mag GoogleMail und -Talk.

Die „wichtigsten“ meiner Kontakte sind bereits über mindestens eine der beiden Varianten erreichbar, alle anderen Leser sind herzlich willkommen, mich wahlweise als matthiasmees@googlemail.com (GoogleTalk) oder yellowled@jabber.ccc.de (Jabber) zu ihren Kontaktlisten hinzuzufügen. Noch bin ich wie gesagt auch via ICQ/AIM erreichbar – wenn es denn gerade mal funktioniert.

Einen sehr umfassenden Artikel über die Vorteile von Jabber sowie eine Kurzanleitung zum Einstieg gibt es bei Frank Helmschrott.

02 Apr 2009 Creative ZEN unter Linux befüllen

Das linuxfreundliche MP3-Shopping bei amazon hat mich dazu bewogen, mich nochmal intensiver mit der Betankung meines Creative ZEN unter Linux zu befassen – dort heruntergeladene Dateien per USB-Stick erst auf die Windowsmöhre und von dort auf den Player zu übertragen wäre doch etwas umständlich.

Die Lösung heißt mtpfs. MTP ist ein FUSE-Dateisystem, welches geeignete Player wie den ZEN mittels passender Plugins auch direkt aus Mediaplayern wie etwa Rhythmbox (getestet, funktioniert) befüllen kann. MTP-Plugins sollte es für alle gängigen Mediaplayer/-datenbanken unter Linux geben.

Das Befüllen der zusätzlichen Speicherkarte im ZEN klappt übrigens auch so: Stellt man den Player vor dem Anschließen an den Rechenknecht von Hand auf Speicherkartenzugriff, wird diese als USB-Gerät gemountet und kann genau so genutzt werden.