Entries tagged as life

20 Jul 2009 Ich bin dann mal (halb) weg

Es ist mal wieder Urlaubszeit, nur heißt das für mich in diesem Fall nicht Urlaub, sondern Urlaubsvertretungen machen – (Spät-)Schichten von Kollegen übernehmen.

Das wiederum bedeutet: Der ohnehin geschädigte Schlafrhythmus wird noch mehr in Richtung Spätschicht verbogen, was dazu führt, dass es zumindest für die kommenden zwei Wochen schwierig werden könnte, mich zu handelsüblichen Uhrzeiten zu erreichen.

Nein, ich nehme den Laptop nicht mit in die Droschke. Nein, ich installiere mir dafür keinen twitter-Client auf dem Handy. Soweit ist es dann doch noch nicht :)

18 Jul 2009 Verkehrsinfarkt

Mit der kurzen Verkehrsdurchsage käme man nun – knapp 2 Monate später – in Eutin nicht mehr weit. Die dort erwähnte Baustelle zeigt bestenfalls marginale Veränderungen, statt dessen hat die Vollsperrung einer weiteren, maximal 500 Meter langen Straße die Situation noch weiter in Richtung Verkehrsinfarkt geschoben – passend zum Einfall der Heerscharen aus dem Umland anlässlich der Festspielsaison.

Zwar ist mittlerweile – mit sensationell knapper Verspätung von „nur“ 6 Monaten nach vormals zweimaliger Terminverschiebung – die sogenannte „Kerntangente“, also die Anbindung der Ortsumgehung an die Innenstadt, eröffnet und wird sogar genutzt, das bringt aber angesichts einfallender Touristenmassen bestenfalls Linderung. Man könnte meinen, die Stadt solle umgetauft werden und man habe an verschiedenen Stellen bereits Schilder mit dem neuen Stadtnamen aufgestellt.

Umleitung.

16 Jun 2009 Bunter Hund

Wenn man ausnahmsweise mal (Sonst nie! Echt!) in der lokalen Zweigstelle des gelben M sein Abendbrot schiesst und dort von einem dieser jungen Menschen, welche dem Irrglauben aufgesessen sind, Systemgastronom sei ein ehrbarer Beruf mit Zukunftsaussichten, mit Na, heute frei? begrüßt wird, noch ehe man sagen kann, womit man sich gerne den Wanst vollschlagen würde, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.

  1. Man is(s)t doch öfter beim gelben M, als man meint.
  2. Das Dorf, in dem man selbst wohnt, ist wirklich sehr klein.
  3. Man ist Droschkenkutscher und verliert so langsam den Überblick über die eigene Kundschaft.

(Ich kannte den echt nicht. Zumindest erkannte ich ihn in seiner systemgastronomischen Uniform nicht.)

06 Jun 2009 Anleitung zum Taxifahren, Teil 101

Aus jugendlicher Voreiligkeit habe ich diese Woche mal wieder das kurze Streichholz beim Dienstplanbingo gezogen und kam somit in den zweifelhaften Genuss einer Rundum-Sorglos-Woche in der Mietkraftdroschke – Mittwoch Nachtschicht, Freitag Frühschicht und weil's so schön war heute am Samstag noch eine Wochenendschicht oben drauf. Da war aber von „Kopp runter und arbeiten, beschweren könnt Ihr Euch später“ bis „Wir stehen uns die Reifen eckig und saufen Kaffee um die Wette“ wirklich alles dabei.

Nun sollte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, dass Taxifahren eigentlich ganz leicht ist: „Hinsetzen, anschnallen, Kippe aus, Klappe halten!“ steht auf einem Schildchen, welches mein Kollege N., der alte Spaßvogel, in seinem Dienstfahrzeug kleben hat – „Klappe halten“ ist dabei total optional und normalerweise unerwünscht.

Trotzdem gibt es immer noch Zeitgenossen, denen diese Form der Personenbeförderung scheinbar fremd ist oder die dringlichst einen Auffrischungskurs benötigen. Also:

  1. Wenn man morgens um viertel nach neun bei einem beliebigen Taxiunternehmen anruft und anfragt, ob man wohl eine Portion Pommes gebracht bekommen könnte, sollte man sich nicht über schallendes Gelächter wundern. Speziell dann nicht, wenn man im 5 Kilometer entfernten Nachbarstädtchen anruft. Ja, wir machen Lieferfahrten – aber wir machen nicht alles, was man uns sagt.
  2. Wenn man einen Jungesellenabschied Hamburger Vorortler (Beruf: Sohn) schon auf's Land verlegt und dabei eine Strecke Richtung Strand mit Taxen zurücklegen möchte, sollte man, ehe man für eine Fahrt im Wert von 20 Euro schlanke 105 Euro ausgibt, durchaus mal die angetüddelten Reihen durchzählen. Einfaches Rechenbeispiel: 1 Fünfsitzer + 2 Siebensitzer - 3 Fahrer ergibt 16 Fahrgastplätze. Nicht 17. Unnötig zu erwähnen, dass 3 Siebensitzer genauso teuer gekommen wären – nacktes Glück, dass einer der Siebensitzer auf 8 Personen zugelassen war.
    Bonuspunkte immerhin für die schöne Aufgabenstellung an den kuhzünftigen Prinzgemahl: „Der muss auffe Strandpromenade die leeren Buddeln verhökern, damit wir den Kram nich zurückschleppn müssn!“
  3. Bestellt man „einen Wagen für 5 Personen“, so kann Missverständnissen vorgebeugt werden, indem man wahrheitsgemäß den Zusatz „mit Gepäck für eine Woche und einem kleinen Hund“ hinzufügt. Noch toller wäre die ungefähre Volumenangabe des mitgeführten Gepäcks, etwa in Form von „drei Trolleykoffer, zwei kleinen Taschen, einen Korb für den Hund und jede Menge lose in Tüten verpackte Spirituosen“ – dann kann der Fahrer bereits eine Stunde vorher damit beginnen, den spärlichen Stauraum, welcher in einem Minivan nach Ausklappen eines der beiden Sitze im ohnehin zu kleinen Kofferraum verbleibt, sinnvoll zu verplanen.

Ja, das sind reale Begebenheiten. Aber ich hätte ja auch auf meine Mutter hören und etwas Anständiges lernen können …

16 May 2009 Schön Bund

Gleich vorweg: Ich habe nichts dagegen, dass mittlerweile auch Frauen zur Bundeswehr „dürfen“. Ich halte es nicht unbedingt für einen kriegsentscheidenden (Harr harr) Schritt der Emanzipation, aber nun gut. Interessant finde ich die Folgen.

Meiner heute im knallharten Fronteinsatz (Harr harr) in der Droschke erworbenen Erkenntnis nach gibt es neuerdings(?) im Repertoire der Kleiderkammern des Heeres anscheinend allen Ernstes Beauty Cases (a.k.a. „Schminkköfferchen&ldquo) in Flecktarn. Zwar nicht in bewährter Samsonite-Qualität, so dass man sie im Ernstfall (Harr harr) auch noch als Wurfgranate einsetzen könnte, aber immerhin: Formgleich dem Vorbild in Flecktarn.

Warum auch nicht? In pink oder lila gehalten würde so ein Gepäckstück sich auch nur unschön aus der olivgrünen Masse abheben.

Wenn ein ebensolches Beauty Case allerdings von einem krass-konkreten jungen Mann eindeutig südosteuropäischen Ursprungs in Baggy-Jeans mit auf dem Gel-Igel angeflanschten Basecap in modischer Schieflage als eindeutiger Bestandteil seines eigenen Gepäcks (und nicht etwa als Akt des Kavaliertums einer Kameradin – Sagt man das so? Ich selbst wurde ja dereinst ausgemustert. – gegenüber) aus der Kaserne geschleppt wird … nun, dann soll man sich bitte zumindest nicht wundern, wenn ich ein bißchen anfange zu kichern …