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15 Aug 2007 Wozu Nachwuchsarbeit?

Das Dumme an Nachwuchsförderung im Fussball ist doch: Irgendwann werden die Jungs mal aufmüpfig und wollen spielen. Und dann muss man sie umständlich verscherbeln. Die Liste beim HSV ist schon lang genug: Berisha, Laas, gestern hörte ich, Kucukovic sei bei 1860 im Gespräch, und soeben lese ich, dass Benny Feilhaber für 1,5 Millionen Euro zu Derby County wechselt. Dafür können wir dann ja wieder irgendsoeinen alten Sack kaufen, der nochmal so richtig Geld verdienen will. Mann, mann.

14 Aug 2007 Die machen mich fertig, die Holländer!

Tierischer Schreck in der Abendstunde: Eben im kicker-RSS-Feed, Überschrift:

Stevens gibt Mathijsen frei

Ach Du Schande. Meuterei auf dem Fliegenden Holländer, rette sich wer kann! Aber dann Entwarnung im eigentlichen Textteil:

Hamburgs Trainer Huub Stevens wird am Donnerstagabend im UEFA-Pokal-Qualifikationsspiel bei Honved Budapest möglicherweise auf Joris Mathijsen verzichten, dessen Frau hochschwanger im Krankenhaus liegt.

Meine Fresse. Die Nerven liegen blank.

14 Aug 2007 Holländische Engel und spanische Begehrlichkeiten

Nun ist es also soweit: Der FC Valencia bietet 14 Millionen für Rafael van der Vaart. Aber bevor wir nun schon unser Herz anderweitig verschenken, lasst uns das doch mal analysieren.

Fakt ist, van der Vaart wird irgendwann wechseln, vermutlich nach Spanien – seine Familie stammt mütterlicherseits von dort. Fakt ist auch, der »geplante« Zeitpunkt für einen Wechsel liegt eigentlich im Jahr 2008, dem letzten Jahr, in dem der HSV für van der Vaart eine marktgerechte Ablösesumme bekommen würde – 2009 kann der für meiner Erinnerung nach 1,5 Millionen Euro festgeschriebene Ablöse gehen. An und für sich war 2008 langfristig ein guter Zeitpunkt, die Wechselphase liegt dort direkt im Anschluß an die EM in Österreich und der Schweiz. Warum nun schon jetzt, warum nicht viel früher in der Saison und warum nur für 14 Millionen? Und warum ausgerechnet Valencia?

Lassen wir doch einen Teil dieser Fragen van der Vaart selbst beantworten, wie bereits im Interview mit dem Abendblatt geschehen. Warum also Valencia? »Und dort leben meine Oma und Opa, die sind jetzt 80 Jahre alt und träumen wie ich davon, dass ich einmal in ihrer Stadt Fußball spiele.« – süß. Ganz reizend. Nehmen wir an, Oma und Opa würden in einem kleinen Dorf in Nordspanien leben, würde der Herr dann in der dortigen Tresenelf kicken, oder was? Weiter: die 14 Millionen, welche ja nicht im Ansatz seinem aktuellen Marktwert entsprechen: »Weil Valencia nicht Real Madrid ist, die haben nicht so viel Geld.« – Junge, Junge. So ein Pech aber auch. Haben Oma und Opa denn nix im Sparstrumpf? Na gut, warum jetzt? Und warum nicht früher? Danach wird leider im abendblatt nicht gefragt. Dabei ist das für mich der entscheidende Punkt neben der lächerlich niedrigen Ablösesumme. Andererseits mag ich mir anhand der oben zitierten Blauäugigkeiten kaum ausmalen, wie die Antworten auf diese Fragen ausgefallen wären.

Zurück zu den Fakten: Fakt ist, der HSV steckt bereits mitten in der laufenden Saison, und zwar in Bundesliga und UEFA-Cup. Fakt ist auch, der HSV könnte van der Vaart weder aus dem bestehenden Kader noch auf dem Transfermarkt adäquat ersetzen. Fakt ist, der HSV hat das Angebot aus Spanien abgelehnt. Fakt ist leider auch, dass das heutzutage nichts bedeuten muss.

02 Aug 2007 Missing in action

Fast eine Woche war ich »M.I.A.«, zumindest, was das Bloggen anging. Angezogene Stundenzahl dank Urlaubzeit, damit verbundene Konzentration auf das bißchen Leben, was übrig bleibt, wenn man 12 Stunden Nachtschicht schiebt und halbwegs normal schläft – sehr wenig. Kommen dann komplizierte Probleme mit Templates, die man gebastelt hat (und 2-3 sind nach wie vor ungelöst), hinzu, dann könnte man zu noch so vielen Dingen eine Meinung zu bloggen haben – der Tag hat einfach nicht genug Stunden. Oder hat die Woche nicht genug Tage?

Egal.

Fest steht nach dieser Fast-Woche:

  • IE 6 muss sterben. Schnell und schmerzhaft.
  • Die Welt ist schlecht. Und der Teil, der besonders übel ist, fährt mit wachsender Begeisterung Taxi.
  • Ich kann im Moment nur dazu raten, das kleine Kaff, in dem ich hause, weiträumig zu umfahren. Hier wird gebaut und gesperrt, das geht auf keine Kuhhaut.
  • Der Holländische Sport Verein hat da eine echte Perle im Sturm, von der noch keiner (im Sinne von »kaum einer«) etwas ahnt. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie diesen 18-jährigen vergraulen.
  • Boston Legal ist nicht Ally McBeal. Aber es ist auch nicht übel.
  • Ich darf noch genau 29 Tage in meinem Arbeitsgerät rauchen.
  • Spätestens kommende Woche wird eine neue Bassverstärkung angeschafft. Es ist Geld im Hause, und da kann es nicht bleiben – man ist ja nicht umsonst Musiker.

Soweit von mir. Melde mich ab zur allgemeinen Entspannung.

25 Jul 2007 Frauentragen

André will sich eine neue Sportart suchen. Ehe der Arme aber nun kuhzünftig zum Reiten muss, habe ich einen besseren Vorschlag: Frauentragen.

In dieser körperlich hochanspruchsvollen Disziplin, die natürlich aus Finnland stammt und dort sogar einen historischen Hintergrund hat, müssen Männer Frauen (wahlweise »ihre eigene, die des Nachbarn oder irgendeine andere«) schnellstmöglich über eine Distanz von 253,5 Metern tragen. Der Sieger erhält das Körpergewicht der getragenen Dame (die dabei mindestens 49 Kilo wiegen muss, ansonsten wird mit Gewichten nachgeholfen) in Bier.

Der historische Background besteht offenbar darin, dass die Finnen früher – ich spekuliere mal, aus Frauenmangel – die Damen aus den Nachbardörfern geklaut haben. Super Sportart. Die spinnen, die Finnen.