Artikel mit Tag germany

29 Jun 2010 Etwas, was ich sonst in diesem Blog nie mache ...

… ist Werbung. Ich würde auch diesen Artikel nicht wirklich als Werbung einstufen, eher als Tipp oder Empfehlung. Die @Fledermaus und ich waren bekanntlich zusammen im Urlaub, aus verschiedenen Gründen im eigenen Lande und u.a. einige Tage davon in Trier.

Der Tipp für eine äußerst angenehme und absolut bezahlbare Unterkunft in Trier ist das Krokodil, ein Resto und Café in der Trierer Innenstadt.

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18 Sep 2009 Kleingeld macht auch Mist

Ich habe die Angewohnheit, alle Münzen, die kleiner als ein Euro sind, in einer alten Tabakdose zu sammeln. Die ist im Moment – wie man auf dem Bild links sieht – ziemlich leer, weil ich sie gerade ausgeleert habe.

Früher™ gab es beim Kreditinstitut meines geringsten Misstrauens einen Automaten, der solche Kleingeldbestände durchzählte. Nun wurde der jedoch vor einiger Zeit „wegen Vandalismus“ wegrationalisiert. (Auf Nachfrage teilte man mir mit, einige Kunden hätten in ihrem Kleingeld u.a. kaputte Armbanduhren – WTF? – und Ähnliches gehabt, was immer wieder zum Defekt des Automaten geführt habe.)

Nun muss man also sein Kleingeld am Schalter zum Zählen einreichen, es wird irgendwo™ gezählt und gutgeschrieben. „Dauert zwei Werktage.“ – Dazu muss man allerdings wissen, dass „Werktage“ bei dieser Bank in Hundejahren gerechnet werden. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Dienstag nachmittag eingereichtes Kleingeld offensichtlich nicht vor Montag gutgeschrieben worden sein wird?

Nun bin ich natürlich nicht darauf angewiesen, dass mir die Zählung meines Minimalgeldes gutgeschrieben wird – es bestätigt aber doch meine Theorie zu Banken im Allgemeinen und dieser im Besonderen: Alles, was dort mit Menschen abgewickelt werden muss, dauert mindestens dreimal so lange. Servicewüste Deutschland, Baby.

06 Sep 2009 Die Sloganfalle

Ginge es rein nach Slogans auf Wahlplakaten, würde die FDP – zumindest nach den Plakaten, die hier™ plakatiert wurden – wahrscheinlich deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Ich habe bislang zwei Varianten gesichtet:

  1. Plakat 1 zeigt den Fraktionsvorsitzenden im schleswig-holsteinischen Landtag Wolfgang Kubicki. Slogan: „Wir können, was wir tun.“
  2. Plakat 2 zeigt den amtierenden Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle. Slogan: „Deutschland kann es besser“

Bin das jetzt nur ich oder fällt allen zu diesen Slogans eine ähnliche Replik ein?

  1. „Nämlich nichts.“
  2. „Na hoffentlich.“

Alles nicht so leicht mit der personalisierten Verhältniswahl

08 Aug 2009 Wie die Franzosen mir Bob Marley vermiesten, Teil 2

Ich wollte ja noch erzählen … (Wer jetzt völlig konfus vor dem Browser oder Feedreader sitzt: Erst den ersten Teil lesen.)

Nach zutiefst irrlichtiger Hinreise verbrachten mein Kumpel G. und ich also eine knappe Woche zwischen den richtigen (Tower Records, Madame Tussaud's und Pubs) und den falschen Sehenswürdigkeiten Londons (eine Runde mit der Circle Line der Londoner U-Bahn klappert übrigens alles ab, was man laut Reiseführer gesehen haben sollte; die einzige Linie, die kaum unterirdisch fährt und in der kein Wort Englisch gesprochen wird), um uns schließlich auf den Weg zurück zu machen – und natürlich ging der Ärger wieder los, kaum, dass man das Land der Froschfresser betreten hatte.

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19 Jun 2009 Betroffenheit, Aktionismus und Aktivismus

Ich spare mir die Verlinkungsorgie, denn wir, die informierten Netzbürger, wissen, worum es geht – das Gesetz, von dem wir alle wissen, wie fehlgeleitet und unsinnig es ist, ist beschlossene Sache. Die „Trittbrettfahrer“, welche nun die Möglichkeiten, für welche dieses Gesetz die Grundlagen gelegt hat, ausnutzen wollen, kreisen bereits. Über die, die sich nun wundern, kann ich mich nur wundern.

Natürlich will ich niemandem verbieten, seiner Betroffenheit über diesen Gang der Dinge in Form von Blogbeiträgen Ausdruck zu verleihen. Ebensowenig will ich Euch davon abhalten, Euren Avataren „Zensiert“-Schilder um den Hals zu hängen. Bloggt ruhig zum x-ten Mal die Todesanzeige für Artikel 5.

Nur glaubt doch bitte nicht, dass das wirklich etwas bewirkt.

Wir leben, das ist nicht erst seit gestern offensichtlich, in einem Staat, in welchem 135.000 Stimmen zumindest den großen Volksparteien egal sein können. Die Reserven in der schweigend hinnehmenden Masse sind groß genug. Meines Erachtens hilft es derzeit auch nicht, auf die SPD einzuprügeln, die ihre traditionellen Werte schon vor langer Zeit verraten hat.

Natürlich hat Frank Helmschrott Recht mit seiner Aussage, die einzige Waffe seien Stift und Stimmzettel. Die Wahlbeteiligung bei der anstehende Bundestagswahl muss brummen, aber es wird nicht reichen, wenn nur die derzeit ohnehin hochpolitisierten Netzbewohner an der Urne Denkzettel einwerfen.

Gut 67 Prozent der Bundesbürger sind online, und wie René Walter richtig betont: Diese gut 67 Prozent sind nur bedingt Teilnehmer im Netz, sie sind eher Informationskonsumenten, auf welche die etwa 500.000 aktiven Teilnehmer in Deutschland als Multiplikatoren wirken können.

Kein Medium kann mit dem Internet mithalten, wenn es um die schnelle, unabhängige und vielfältige Verbreitung von Informationen geht. Es kann aber als Weg zum Ziel nicht reichen, diejenigen zu aktivieren, welche dieses Medium ohnehin schon nutzen. Wer informiert ist, muss nicht informiert werden.

Es muss um die gehen, die im Moment nicht wütend vor Tastatur und Monitor sitzen. Es müssen die erreicht werden, die noch hinnehmen, was ihnen von Massenmedien vorgekaut wird, in denen kaum Entrüstung über den Gesetzesbeschluss zu spüren war, in denen er nicht einmal kritisch hinterfragt wurde. Ebenso diejenigen, die das Internet nach wie vor ausschließlich als Spielwiese und Selbstbedienungsladen wahrnehmen.

Die sind der schlafende Riese, den es zu wecken gilt – zu wecken, zu informieren und zu aktivieren.