18 Sep 2009 Kleingeld macht auch Mist
Ich habe die Angewohnheit, alle Münzen, die kleiner als ein Euro sind, in einer alten Tabakdose zu sammeln. Die ist im Moment – wie man auf dem Bild links sieht – ziemlich leer, weil ich sie gerade ausgeleert habe.
Früher™ gab es beim Kreditinstitut meines geringsten Misstrauens einen Automaten, der solche Kleingeldbestände durchzählte. Nun wurde der jedoch vor einiger Zeit „wegen Vandalismus“ wegrationalisiert. (Auf Nachfrage teilte man mir mit, einige Kunden hätten in ihrem Kleingeld u.a. kaputte Armbanduhren – WTF? – und Ähnliches gehabt, was immer wieder zum Defekt des Automaten geführt habe.)
Nun muss man also sein Kleingeld am Schalter zum Zählen einreichen, es wird irgendwo™ gezählt und gutgeschrieben. „Dauert zwei Werktage.“ – Dazu muss man allerdings wissen, dass „Werktage“ bei dieser Bank in Hundejahren gerechnet werden. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Dienstag nachmittag eingereichtes Kleingeld offensichtlich nicht vor Montag gutgeschrieben worden sein wird?
Nun bin ich natürlich nicht darauf angewiesen, dass mir die Zählung meines Minimalgeldes gutgeschrieben wird – es bestätigt aber doch meine Theorie zu Banken im Allgemeinen und dieser im Besonderen: Alles, was dort mit Menschen abgewickelt werden muss, dauert mindestens dreimal so lange. Servicewüste Deutschland, Baby.




