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15 Mar 2009 24'ed

Ich erwähnte ja bereits meine viel zu spät entdeckte 24-Sucht. Ähnlich wie Konna bin auch ich über ein sehr verlockendes Sonderangebot der ersten Staffel gestolpert – eine echte Einstiegsdroge. Dabei ist 24 eigentlich überhaupt nicht meine Sorte Serie: Zu actionlastig.

Natürlich hat auch hier wieder der Originalton auf DVD den Einstieg erleichtert. Gleichzeitig aber ist 24 einfach wirklich gut gemachte Unterhaltung, die im wesentlichen auf drei Faktoren basiert: Action, Verschleierung und Spannung.

Action: Explizit und variabel
Die Action in 24 ist drastisch, schon an der Grenze dessen, was im Fernsehen machbar ist. Das ist nicht nur Alleinstellungsmerkmal, es fesselt auch.
Gleichzeitig aber sind die Actionsequenzen äußerst vielseitig, was natürlich erst durch den Variantenreichtum, den das 24-Szenario bietet, möglich wird.
Verschleierung: Mitdenken!
Neben den typischen Heldern und Bösewichtern hat jede 24-Staffel immer auch Charaktere, die beides sind oder sein könnten. Im Prinzip ist außer Protagonist Jack Bauer jeder potentiell verdächtig.
Das spornt ebenso zum Mitdenken an wie Frage, was den Autoren eingefallen sein könnte, um die Handlung komplizierter zu gestalten als offensichtlich, was auch in jeder Staffel geschieht.
Spannung: Niemals nachlassen
Allein der Echtzeit-Faktor erzeugt über die damit verbundene Intensität einzelner Szenen eine subtile Spannung. Gleichzeitig aber gibt es eigentlich keine Szenen, in denen nichts passiert.
Die größte Spannung aber bringen (für mich zumindest) immer wieder die unerwarteten Wendungen im Plot. Spätestens ab der siebten oder achten Stunde eines 24-Tages fragt man sich permanent, wie man diese Handlung noch auf 24 Folgen ausdehnen kann – was natürlich immer irgendwie gelingt.

Fazit: So geht moderne, hochwertige TV-Unterhaltung. Einzig von den ab dem zweiten Box-Set beliegenden Extras-DVDs würde ich mir mehr versprechen. Mal sehen, was da in Staffel fünf kommt. Wer wie ich 24 lange ignoriert hat, sollte das auf jeden Fall nochmal überdenken.

12 Mar 2009 Und wieder 10 Euro gespart

Ich gehe ja, obschon ich mich durchaus als Cineast bzw. meinetwegen „Film-Junkie“ bezeichnen würde, nicht mehr ins Kino. Es ist mir zu teuer, nahezu jeder Film kommt zeitnah auf DVD raus, zu Hause kann ich rauchen und muss keine Spacken in der Reihe hinter mir ertragen. Zudem haben Kinos zu den Uhrzeiten, zu welchen ich üblicherweise Filme gucke, längst geschlossen.

Nach der gestrigen Spätschicht z.B. führte ich mir den von mir lang erwarteten Baader Meinhof Komplex zu Gemüte – und war froh, das nicht im Kino getan zu haben. Was schon vorher klar war, bestätigte sich natürlich: Das grandiose Buch von Stefan Aust ist als Spielfilm unverfilmbar.

Natürlich ist der Film, speziell für Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne, nach wie vor unterhaltsam. Aber er versucht, 10 Jahre RAF in zweieinhalb Stunden Film zu verpacken. Das meines Erachtens großartige Todesspiel braucht bereits ca. 3 Stunden Gesamtlaufzeit, um nur die Schleyer-Entführung halbwegs detailliert abzudecken. Was Aust im Buch mit Leichtigkeit gelang, ist im Kinoformat schlicht nicht umzusetzen.

Der verfilmte Baader Meinhof Komplex galoppiert in hektisch geschnittener Mischung aus Spielfilmelementen und Zeitdokumenten durch 10 Jahre und verbrennt unterwegs einen Haufen prominenter Gesichter, von denen kaum eines dazu kommt, seine Rolle wirklich darzustellen. Ehrlich gesagt bezweifele ich bei einigen Schauspielern, dass sie ihren Text überhaupt lernen mussten.

Natürlich gilt, was schon Anke damalstm nach dem Kinobesuch anmerkte: Eigentlich müsste dieser Film 8 oder mehr Stunden dauern. Das wäre ein Format, welches schon als Miniserie im deutschen Fernsehen bedenklich lang wäre. Ohnehin erzählt dieser Kinofilm eine Geschichte, welche durch Dokumentationen und Fernsehen längst zur Genüge erzählt war. Schade drum.

10 Mar 2009 Der Dank des Tages geht an: Robert

Robert hat sich quasi in Co-Abhängigkeit begeben und meiner – viel zu spät entdeckten – 24-Sucht weiteres Futter in Form des Box-Sets von Staffel 4 zukommen lassen.

Beweisbild

Besonders lustig aber: Robert hatte dieses, genauer: ein Präsent per E-Mail bereits angekündigt, woraufhin ich mir Entsprechendes zusammenreimte, in leichtes pawlow'sches Sabbern ausbrach und schätzte, dass das Paket wahrscheinlich am heutigen Dienstag ankommen würde.

Man stelle sich bitte mein WTF-Gesicht vor, als ca. 30 Sekunden nach dem entsprechenden Tweet (siehe links) tatsächlich der Paketonkel klingelte …

20 Dec 2008 Der Dank des Tages geht an: Konrad

Konrad schickt mit netten Grüßen und Wünschen, die ich postwendend zurückschicke, nicht nur Nick Hornbys schönsten Roman »About A Boy« (ich weiß zwar immer noch nicht, wer meine ursprüngliche Ausgabe geklemmt hat, ist mir aber jetzt auch egal) sondern auch noch die unfassbar gute MTV Unplugged-CD/DVD von Dashboard Confessional.

Die schicke ich nicht postwendend zurück, bedanke mich aber herzlich! :-)

09 Dec 2008 In den TV-Untiefen

Aus verschiedenen Gründen, die wir hier nicht weiter erörtern müssen, habe ich wieder mehr Zeit, mich abends vor dem, was man in Deutschland mal liebevoll »Pantoffelkino« nannte, niederzulassen. Gute Güte!

Mal ganz davon abgesehen, dass man mich soeben in einer Werbepause auf Pro7 mit einer musikalischen Kollaboration von Bushido und Karel Gott erfreut hat, habe ich heute abend schon einen Schwabbel von 235 Kilo halbnackt, das Probehopsen von potentiellen Kellerinnen für eine Hooters-Filliale in Düsseldorf und intime Geständnissen von Alleinerziehenden im Kuppelurlaub gesehen.

(Wer raten kann, was davon öffentlich-rechtlich war, gewinnt die aufblasbare Waschmaschine.)

Was bin ich froh, dass ich noch zwei Folgen The Closer (im OT erstaunlich gut) auf DVD habe und Samstag die UK Championship beginnt …