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14 Jul 2009 Zum letzten Mal (hoffentlich!): Untertitel

Nach viel rumprobieren und einigen Testläufen nehme ich nun alles, was ich jemals zum Thema „Untertitel“ behauptet habe zurück und behaupte das Gegenteil. Naja, fast. Wir erinnern uns: Es geht darum, auf einem Windows-System eine Untertitelspur zu einem H.264-Video zu erzeugen.

In der Tat will man generell .sub-Untertitel – die werden direkt aus der .vob-Datei des Films gezogen, laufen nicht über ein OCR … wenn sie nur nicht von z.B. der WD TV nahezu unleserlich dargestellt würden. .sub-Untertitel kann man mit VobSub, genauer gesagt mit dem VobSub Ripper, direkt aus der IFO-Datei einer DVD ziehen.

Die WD TV als zickige Diva (beim Thema Untertitel, und nur da!) möchte aber nun lieber .srt-Untertitel angefüttert bekommen, und auch das noch vorzugsweise in Unicode. Ob die dann „lose“ neben der Filmdatei auf dem Datenträger liegen oder in den Container mit eingemuxt werden, ist ihr hingegen herzlich egal (so lange zusammen gehörende Dateitypen den gleichen Dateinamen vor dem Präfix haben).

Das entsprechende Tool dafür im VobSub-Paket nennt sich SubResync. Da kommt dann wieder Texterkennung ins Spiel, aber das ist nun mal nicht zu vermeiden, wenn man Grafik (.sub) nach Text (.srt) umwandeln will. Wichtige Optionen in SubResync sind zum einen die Erzeugung von Unicode, zum anderen sollte man nur bei gegebenem Anlass die Datenbank leeren. In der merkt sich SubResync bereits erkannte Zeichen, und das beschleunigt das Unterfangen doch kollossal.

08 Jul 2009 WD TV, MKV und SRT

VobSub-Untertitel sind grundsätzlich eine feine Sache, nur nicht in MKV-Dateien, die auf einer WD TV angezeigt werden sollen. Die WD TV rendert VobSub-Untertitel anscheinend ohne irgendeine Form von „Rand“, man hat also rein weiße Schrift in den Untertiteln, was je nach darunter liegendem Filmmaterial mehr oder weniger unlesbar ist.

Die Lösung ist denkbar simpel: Man kann anstelle der VobSub-Untertitel ebenso gut mittels mkvtoolnix SRT-Untertitel zuschaltbar in den MKV-Container muxen. Die rendert die WD TV dann entsprechend der Voreinstellungen im System, wo man u.a. einen Rahmen einstellen kann.

01 Jul 2009 Ein Hoch auf Bernies Jungs

Neuer PC

Ich darf vorstellen: Mein neuer Rechenknecht. Die Zeit war überreif, auf dem alten Kasten machten viele Dinge (Videokodierung, Spiele) einfach keinen Spaß mehr. Von Dingen wie Stomverbrauch und Lautstärke ganz zu schweigen – irgendwann kommt halt der Punkt, an dem aus alter Hardware zu alte Hardware wird.

Nach langen Überlegungen, die mangelnde Übersicht des Marktes für Teile eventuell durch einen Rechner von der Stange zu umgehen, fiel die Wahl auf Bernies PC-Shop in Lübeck. Gute Wahl.

Auf eine kurze Email, was der neue Ofen tun solle (nebst Preislimit), kam prompt ein passendes Angebot per Email zurück. Nach einem Wochenende grübeln Montag morgen in Auftrag gegeben, Dienstag mittag fertig zusammengeschraubt abgeholt. Perfekt. Den Laden kann ich Lesern aus der Region nur wärmstens ans Herz legen.

Eckdaten:

  • Athlon 64 X2 7750+
  • Asus M3A78-EM Mainboard
  • 2 GB RAM
  • 320 GB Festplatte (Samsung)
  • DVD-Brenner (LG)

Das Ganze in einem Midi-Tower mit 420 Watt-Netzteil, damit man ggf. dem Kasten eine potentere Grafikkarte spendieren kann, wenn es denn mal notwendig werden sollte – nach einem ersten Test mit WSC Real 09 scheint mir das aber für meine bescheidenen (Spiel-)Zwecke vorerst nicht nötig zu sein. Da reicht die OnBoard-Grafik ebenso wie der OnBoard-Sound.

29 Jun 2009 DVD-»Ersatz«: MKV mit Untertiteln

Komprimiertes Video wird immer wichtiger im „Pantoffelkino“. Ob man nun gemütlich am Laptop oder am Fernseher, welcher (wie bei mir seit einiger Zeit) z.B. über eine WD TV befeuert wird, gucken möchte: Die DVD ist nicht mehr unbedingt das Medium der Wahl.

Was man will, ist ziemlich klar: Einen MKV-Container mit H.264-Video, AAC-Tonspur(en) und – idealerweise – zuschaltbaren VobSub-Untertiteln.

Das Tool dafür – unter Windows, MacOS und Linux! – wäre normalerweise Handbrake, eine Art „Schweizer Armeemesser“ in puncto Videokodierung. Der Haken aber ist, wie ich bereits bei Kristian (in den Kommentaren) feststellte, dass Handbrake derzeit nur „hart einkodierte“ Untertitel bietet. („Softe“ sind allerdings bereits in Arbeit; es ist jedoch nicht abzusehen, wann die Version 0.9.4 des Programms erscheinen wird, in der das implementiert sein soll.)

Bis dahin bleibt nur, Handbrake ausschließlich Video und Audio zu überlassen und die Untertitel nachträglich in den MKV-Container einzubinden – denn die Möglichkeit zu „soften“ Untertiteln bietet dieses Containerformat durchaus.

Für das Auslesen der Untertitel von DVD gibt es meines Wissens kein platformübergreifendes Programm. Unter Windows erledigt z.B. VSRip diesen Job ganz gut, Linux-Nutzer können subtitleripper verwenden. Mac-Nutzern kann ich persönlich mangels Mac leider nichts empfehlen, vielleicht kann jemand über die Kommentare aushelfen?

Das Tool, welches die Untertitel in den MKV-Container einbindet („(re)muxing“), tut seinen Dienst wieder auf allen drei Plattformen: mkvtoolnix nimmt die mit Handbrake erzeugte MKV-Datei, welche bereits Video- und Tonspur(en) enthält, fügt die Untertitelspur(en) hinzu und erzeugt eine neue MKV-Datei, die dann alles enthält.

27 May 2009 Fan sein heißt: Bekloppt sein

Ten

Hallo, ich heiße YellowLed und ich bin Fan. Seit nunmehr 17 Jahren begleitet mich die Musik von Pearl Jam, den letzten Überlebenden der Grunge-Ära. Dabei wird man mitunter ein wenig bekloppt.

Das Bild rechts zeigt die „Collector's Edition“ von Pearl Jams großartigem Debütalbum Ten, einer CD, die ich seit 17 Jahren besitze. Aber wenn man es mir so schmackhaft macht, dann kaufe ich sie nochmal. Per Luftpost aus England. Für etwa das Doppelte bis Dreifache dessen, was eine CD in meinem Universum eigentlich kosten darf.

Das wunderschön mit steinalten Fotos dekorierte Digipak enthält neben viel Erinnerungsmaterial aus den goldenen Tagen des Flanellhemdes:

  • eine neu gemasterte Version des Originalalbums
  • eine von Brendan O'Brien neu abgemischte „Redux“-Version des Albums inklusive sechs z.T. bisher unveröffentlichen Bonustracks (allerdings nicht den drei Titeln, welche zusätzlich auf der Europa-Version des ursprünglichen Albums enthalten waren)
  • eine DVD des legendären Unplugged-Konzertes bei MTV

Im Übrigen bin ich nicht richtig bekloppt. Wäre ich das, hätte ich schlanke 120,- Euro für die „große Ausgabe“ inklusive beider CDs in Vinyl, eines Livemitschnitts auf Vinyl und diverser Memorabila angelegt. Wenn mir allerdings jemand eine Freude machen wollen würde … ;-)