Artikel mit Tag dvd

26 Nov 2009 Handbrake 0.9.4 - Die Änderungen

Handbrake, das Schweizer Armeemesser des Video-Encodings ist auf den Tag genau nach einem Jahr in der neuen Version 0.9.4 erschienen. Neben der Ausdünnung der Presets und der Konzentration auf Kodierung in einem Durchlauf („single pass“) mit konstanter Qualität beherrscht Handbrake nun auch endlich „abschaltbare“ Untertitel.

Wer also – wie ich – Video gern mit mehreren Tonspuren und Untertiteln kodiert, braucht nunmehr nur noch ein Werkzeug – Handbrake. Die „soft subtitles“ direkt von DVD werden als Bitmaps direkt in Matroska-Container (nur mit denen funktioniert es so) als seperate Spur abgelegt. Damit entsprechen sie inklusive Bildschirmposition und Formatierung ziemlich genau eins zu eins den Originaluntertiteln, und das ohne großen Aufwand oder OCR-Fehler. Und im Gegensatz zu einer Entwicklerversion, die ich zwischenzeitlich schon einmal getestet hatte, spielt nun auch mein stationärer Videoplayer den Kram inklusive perfekt synchronen Untertiteln korrekt ab.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist für meinen Geschmack die Bedienung in der neuen Version – man muss sich aber im Grunde nur daran gewöhnen, dass man erst eine weitere Audio- oder Untertitel-Spur zum Video hinzufügt und dann die Einstellungen an dieser Spur vornimmt, sonst werden diese nicht wie gewünscht übernommen. Dafür, auch das ist äußerst positiv, wird Handbrake nun nicht mehr von Sonderzeichen wie „'“ oder „&“ im Dateinamen der Videodatei „verwirrt“.

10 Nov 2009 DVDs verramschen im Web

Wer wie ich an keinem DVD-Grabbeltisch vorbeigehen kann und gerne auch mal bei Boxsets zuschlägt, kennt das Problem vielleicht: Irgendwann stapeln sich die Dinger und fressen Platz. Man hat Fehlkäufe dazwischen oder Exemplare, die man einfach nicht archivieren muss (oder anderweitig archiviert hat). Kurz: Alles, was keine Miete zahlt, muss raus.

Es würde sich anbieten, das ganze Geraffel einfach bei eBay zu verramschen oder bei einer Tauschbörse wie etwa Tauschticket gegen neues „Futter“ einzutauschen – die Sache hat für mich persönlich nur einen Haken: Ich hasse eBay. Naja, nicht eBay an sich, aber ich hasse es, dort diverse Kleinteile einzeln zu verhökern, dabei bei der Hälfte der Auktionen nicht den anvisierten Preis zu erreichen, und vor allem ist es mir viel zu lästig, erst zig Artikel einzeln einzustellen und dann einzeln zu verschicken. Ich bin faul, verdammt.

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13 Okt 2009 Mäßigung und schwächlich

(Vorsicht, der Oktober könnte ein US-Serien-Themenmonat werden, wenn mir nicht bald was Anderes einfällt.)

Ich guck mich gerade – ursprünglich mehr so aus Wartezeit auf Alternativen auf DVD – durch die erste Staffel von „Bones“ und find's im Grunde ziemlich unterhaltsam. Zwei Dinge irritieren mich aber doch.

  1. Die weibliche Hauptfigur heisst mit Vornamen allen Ernstes Temperance, zu deutsch: „Mäßigung“. Die männliche Hauptfigur hingegen hört auf den Vornamen Seeley, was man eventuell mit etwas etymologischer Unschärfe mit „schwächlich“ übersetzen könnte. Beides sind leidlich passende sprechende Namen, aber gibt's die wirklich? Ich weiss, dass das in Amerika einigermaßen egal ist, aber gehört habe ich beide noch nie.
  2. Sollte es mir zu denken geben, dass ich völlig problemlos essen kann, während auf dem Bildschirm vor mir eine Leiche auseinandergenommen wird, von der im Normalfall nicht mehr allzu viel übrig (daher der Spitzname der Hauptfigur und Titel der Serie) ist und die durchaus einen eher unappetitlichen Anblick abgibt? Oder habe ich einfach nur eine gesunde Fähigkeit, Realität und Fiktion zu trennen?

Auch hier übrigens lauter – mir zumindest – unbekannte Gesichter, die ziemlich gute Arbeit leisten. Nix oscarverdächtiges, aber doch mehr als solide, allen voran die äußerst hinreißende Emily Deschanel, ältere Schwester der großartigen Zooey Deschanel, bekannt z.B. aus „Weeds“ und natürlich „Almost Famous“.

(Und wenn jetzt jemand in den Kommentaren zugibt, „Almost Famous“ nicht gesehen zu haben, dann muss ich leider ungehalten werden. Also behaltet es im Zweifelsfall für Euch.)

09 Aug 2009 Doch nochmal: Untertitel

Nach diversen Testreihen muss ich das leidige Thema Untertitel auf der WD TV nun doch nochmal rekapitulieren.

Was man eigentlich will

Eigentlich will man dem MKV-Container Untertitel im SUB-Format mitgeben, da bei diesem Format der fehleranfällige und zeitraubende Schritt OCR entfällt. Mir ist es jedoch (bislang?) nicht gelungen, SUB-Untertitel so zu generieren, dass die WD TV sie lesbar darstellt. Sollte jemand eine Methode kennen: Immer raus damit!

Ebenso will man die Untertitel definitiv mit in den MKV-Container einbinden („muxen“); das ist einfach aufgeräumter und ebenfalls weniger fehleranfällig, allein, weil man die Untertiteldatei so nicht versehentlich löschen kann.

SRT to the rescue

Die Übergangslösung, bis Handbrake nicht hart kodierte Untertitel unterstützt und das alles automagisch in einem Rutsch erledigt, ist also, Untertitelspuren separat via OCR ins SRT-Format umzuwandeln und diese mittels mkvtoolnix nachträglich in den Container einzufügen.

Dabei ist mir ein erster Nachteil des MKV-Containers aufgefallen: MKV unterstützt anscheinend weder Formatierungen in noch Positionierung von SRT-Untertiteln. Beides nutzt, soweit ich das getestet habe, die WD TV aber auch bei seperaten Untertitel-Dateien nicht, insofern ist es egal.

Zum Erzeugen der SRT-Dateien verwende ich mittlerweile doch SubRip an Stelle von VobSub bzw. SubResync aus dem VobSub-Paket. SubRip bietet zwei klare Vorteile:

  1. Es kann einmal via OCR erkannte Zeichen in einer Datenbank speichern. Das beschleunigt den Erkennunsprozeß ungemein, wenn man diese Datenbank regelmäßig (manuell) speichert. SubResync hingegen setzt das OCR bei jedem Programmstart zurück
  2. Ebenfalls sehr nützlich ist die Funktion, gängige OCR-Fehler automagisch bereinigen zu lassen. Optisch ähnliche Buchstaben werden dabei zusammenhangsabhängig korrigiert. Auch das tut SubResync nicht.

Die WD TV besteht übrigens nicht darauf, Untertitel in Unicode serviert zu bekommen, somit kann man die Wahl der Kodierung getrost SubRip überlassen. Enthält eine Untertitelspur Zeichen, die Unicode notwendig machen, bietet SubRip das automagisch an.

15 Jul 2009 WD TV HD Media Player

WD TV

Von der WD TV war hierzublog nun schon etliche Male die Rede. Zeit, das neue Spielzeug auch mal ausführlich vorzustellen.

Die WD TV aus dem Hause Western Digital ist ein HD Media Player. Genauer gesagt ist diese winzige Kiste die eierlegende Wollmilchsau unter den stationären Media Playern.

Man schließt sie wahlweise über HDMI oder Composite Video (Cinch) an ein Fernsehgerät an. Was auch immer die WD TV an den über zwei USB-Anschlüsse bereitgestellten (mit FAT32, NTFS oder HSF+ formatierten) Datenträgern findet, spielt sie ab.

DivX, Xvid, H.264, MP3, OGG, FLAC, JPG, PNG – you name it, you got it. Ein gängiges Format für Video, Audio oder Bilder, mit dem die WD TV nichts anfangen kann, wäre mir noch nicht bekannt. Angeblich kann die Kiste sogar direkt auf DVD-Images zugreifen, was ich allerdings noch nicht ausprobiert habe.

Kurz zusammengefasst: Die kleine Kiste leistet genau das, was man will – Multimedia-Inhalte aller Art von USB-Datenträgern abspielen. LAN kann sie nicht, WLAN kann man ihr angeblich mit einem kruden Hack ebenso beibringen wie das Annehmen eines USB-Hubs, um die Anzahl der verfügbaren USB-Ports zu erhöhen. (Wer's braucht …) Aufnehmen kann man damit (ich bin versucht, zu sagen: leider) auch nicht, und mit einem SCART-Anschluss kommt man ebenfalls nicht weit.

Die mitgelieferte Software zur Medienkonvertierung kann man getrost ignorieren, es gibt genug freie Software, die das, was dieser MediaConverter leistet, besser und bequemer tut. Auf jeden Fall aber sollte man stets die aktuelle Firmware für die WD TV einspielen. Je nach Auslieferungszustand der WD TV kommt man erst damit in den Genuss von z.B. Untertiteln und Kapiteln in MKV-Containern.

Fazit: Für derzeit (Stand: Juli 2009) um die 85,- Euro (ohne Datenträger!) bietet die WD TV stressfreie HD-Medienwiedergabe am TV-Gerät. Wer auf Streaming verzichten kann, ist hier bestens bedient.