Entries tagged as digicam

24 Jul 2007 Brötchenamt

Heute gesehen (und mal wieder keine Digicam zur Hand gehabt): Schild vor örtlichem Supermarkt einer bundesweit für ihr, ahem, leicht gestörtes Verhältnis zu Tarifen und Gewerkschaften bekannten Kette (mit ein wenig Fantasie kommt man schon drauf)

Kaufen Sie ihre Brötchen dort, wo ihre Kinder einen Ausbildungsplatz finden!

Seitdem geht mir das Bild nicht mehr aus dem Kopf, dass morgen früh eventuell ein bis zwei brave Familienväter auf der hiesigen Niederlassung der Agentur für Arbeit aufschlagen – »Ich hätt gern vier Kaiser, ein Roggen, zwei Mohn …«

08 Jun 2007 Klatsch!

Auf'm Dorf ist manches anders – z.B. wenn man einfach mal die Seele baumeln lässt. Ich bin natürlich auch nicht der ominöse Blumenkavalier, aber falls jemand Klatschmohn mag – davon haben wir hier oben derzeit reichlich:

(Klick auf das Vorschaubild zum vergrößern.)

21 Dec 2006 2007 - Sind wir bald da?

Neulich versprach ich Überraschungen für 2007, was im Prinzip bedeuten sollte: Neues Template (done), leichte Aufhübschungen wie FeedBurner und favicon (done) sowie den inhaltsbezogenen Vorsatz, wieder mehr »wirklich zu schreiben« (ach ja, und sich mehr Mühe mit Typografie zu geben; und Korrekturlesen, bloß Korrekturlesen!) und weniger nur Informationen und Links zu erbrechen. Ab und an vielleicht mal etwas mehr Gebrauch von Digicam und flickr-Account zu machen wäre vielleicht auch noch eine Idee.

Hört sich esotherisch an, aber ich mache das Ganze hier nicht zuletzt deshalb, weil ich gern schreibe. Und das kommt nun mal in Zweizeilern mit 4 Wikipedia-Links nicht wirklich gut raus (Herrjeh, ich hoffe, es kommt ansonsten raus …). Davon mal ab werde ich demnächst endgültig zur Traffic-Schlampe und biete bestimmte Inhalte for the few readers who don't understand German alternativ in Englisch an – vor allem den Serendipity-Kram natürlich.

(Und jetzt mache ich das Fenster zu, aus dem ich mich gerade großmäulig gelehnt habe, und pack mich in die Koje. Hattet ihr mehr erwartet? Vermutlich.)

13 Dec 2006 City of light

Nachdem ich beim ersten Versuch, die Lichterstadt (a.k.a. die alternative Weihnachtsbeleuchtung hierzudorfe) zu fotografieren (»knipsen« sollte man in meinem Fall wohl sagen), zu dusselig war, die Digicam-Einstellungen zu bedienen, gestern ein zweiter Anlauf auf dem Weg in die Kneipe meines geringsten Mißtrauens. 8 halbwegs verwertbare Bilder sind immerhin unter erschwerten Bedingungen (Nachtaufnahmen ohne Stativ in der Kälte; not a picnic, baby) übrig geblieben und stehen nun in meinem flickr-Account.

01 Dec 2006 Alles nur wegen Hackl Schorsch ...

Gestern abend, Eutin, Ostholstein.

Ausnahmezustand, Verkehrschaos, Parkplatznotstand (Also: Mehr als ohnehin schon.), Eltern haften für ihre Kinder.

Was war geschehen? Wir erinnern uns … richtig, der Hackl Schorsch war in town, um Norddeutschlands einzige (und damit größte) Rodelbahn einzuweihen.

Big, fat, fucking deal.

Ich habe keine Übersicht, wieviele der geschätzten Leser schon mal hierzudorfe waren – ich nehme mal an, wenige bis keiner. Zur groben Orientierung: 17.000 Einwohner, Altstadtkern nebst schiefem Kirchturm und reichlich Kopfsteinpflaster, welches mitunter zu umwegigen Straßenzügen zusammenfließt (Früher[tm] hat man halt noch nix gewußt von »sinnvoller Straßenführung« und »Verkehrsfluß«.); das Ganze Samsara ist Hauptstadt des Landkreises Ostholstein, ergo shoppingtechnischer Schwerpunkt einer nahezu 100% vom Tourismus lebenden Region (Wenn sich hier[tm] auf der grünen Wiese mehrere Super- und/oder Elektromärkte zu einem Gewerbemoloch zusammenschließen, nennt man das bereits »Industriegebiet«.), in der dennoch seit Jahren sowohl seitens der Eingeborenen wie auch der Gewerbetreibenden gemault wird, man habe »keinen richtigen Weihnachtsmarkt« (Ist das neuerdings Pflicht für nichturbane Erhebungen unter 20.000 Einwohner Kampfstärke?).

An Stelle eines eben solchen haben wir nun – zumindest bis einschließlich Sonntag – einen sogenannten »Weihnachtszauber«, was schlicht bedeutet, dass das ehrwürdige Schloss nebst angrenzender Peripherie zum eingezäunten, da eintrittspflichtigen Shoppingparadies für unnützen Weihnachtstinnef umfunktioniert wird. Für den Eintritt kann man sich übrigens an der nächtsbesten Glühweinbude bereits einen brauchbaren Glimmer ansaufen.

Ich mag die Illumination der Lichterstadt Eutin als Alternative zur konventionellen Weihnachtsbeleuchtung wirklich, auch wenn ich gestern abend zu blöd war, meine Digicam zu bedienen, weshalb sämtliche Fotos dieses Beleuchtungsspektakels geschlossen den Weg in den Rundordner antreten mussten – aber das mit dem Weihnachtsmarkt, das kriegen die hier einfach nicht auf die Reihe. Verkehrshinweis für das kommende Wochenende, Raum Ostholstein: Eutin weiträumig umfahren. Schade nur, dass die Ortsumgehung immer noch nicht fertig ist.