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07 Jan 2009 Sokrates für Browserflüsterer

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates

Genau so geht es uns, die wir mit beruhigender Stimme (vulgo: CSS) auf die störrischen Pferde, Verzeihung: Browser, einreden. Wir wissen nichts, und das Ausmaß des Nichtwissens wird eigentlich täglich größer.

Nicht nur wissen wir nicht, mit welchen Browsern – von Versionen will ich gar nicht erst anfangen – Besucher unsere Seiten betrachten – wir wissen nicht mal, ob sie sie überhaupt betrachten; manche lassen sie sich auch vorlesen. (Und womit? Mit Recht!) Zwar glauben wir nach sorgfältiger Analyse unserer Logdateien und Besucherstatistiken in etwa verlässliche Werte zu haben, mit welcher Bildschirmauflösung unser Durchschnittsbesucher daherkommt, ob das jedoch der Breite (von der Höhe haben wir uns gedanklich längst verabschiedet) des Viewports entspricht, wissen wir jedoch auch nicht. Und selbst wenn: Es kommen täglich neue Auflösungen dazu. Ein Blick in die Statistiken verkommt da schnell zum heiteren Endgeräteraten (320x240, was ist das? PSP?).

Wir gestalten munter in der Annahme, jeder grafische Webbrowser käme ab Werk mit einer voreingestellten Schriftgröße von 16 Pixeln daher (was in der Theorie auch stimmt), aber wir wissen natürlich nicht, ob und wie der einzelne Benutzer das ggf. verändert hat. Das passt allerdings ganz gut dazu, dass wir auch nicht wissen, ob und wie der Einzelne die Zoom-Funktion(en) der jeweiligen Endgeräte nutzt – vergrößern, verkleinern, nur Text oder gleich alles? Wir haben, offen gesagt, keinen blassen Schimmer. Wagemutige Benutzer könnten sogar mit einem Benutzerstylesheet oder veränderten Farben durch die Untiefen des Netzes browsen. Möglich wär's, man weiß es nicht.

Ganz ehrlich, Du hast keine Ahnung. ist für einen Netzgestalter keine Beleidigung. Es entspricht schlicht den Tatsachen.

29 Dec 2008 Core plugins in s9y 1.4

»Core plugins« sind die Ereignis- und Seitenleisten-Plugins, welche mit dem Kern von Serendipity ausgeliefert werden, also nicht nachträglich manuell oder via Spartacus-Plugin installiert werden müssen. Beginnend mit der Version 1.4 von s9y geben einige dieser Plugins anderen (besseren) HTML-Code aus, was zu Abweichungen in der Darstellung führen kann, falls das Template, welches man verwendet, auf diese Änderungen nicht vorbereitet sind. Sämtliche Templates, die mit s9y ausgeliefert werden, sind ab Version 1.4 natürlich bereits präpariert.

Die Änderungen betreffen die folgenden Plugins wie folgt:

serendipity_archives_plugin
wird nun als ungeordnete Liste (<ul>) ausgegeben
serendipity_authors_plugin
wird nun als ungeordnete Liste (<ul>) ausgegeben
serendipity_syndication_plugin
wird nun als ungeordnete Liste (<ul>) ausgegeben
serendipity_plugin_comments
Code etwas aufgeräumt (meine Notizen sind hier leider lückenhaft – ich meine, auch hier seien unnötige <br /> durch <div>-Verpackungen ersetzt worden)
serendipity_plugin_history
einzelne Textbausteine in <div> verpackt
serendipity_plugin_recententries
wird nun als Definitionsliste (<dl>) ausgegeben
serendipity_plugin_entrylinks
Inline-Styles und unnötige <br /> entfernt
diverse <div> in <span> umgewandelt
serendipity_plugin_shoutbox
unnötige <div> im Formular entfernt
unnötige <br /> entfernt, statt dessen Textbausteine in <div> verpackt

Die Anpassungen im CSS (normalerweise style.css des verwendeten Templates), die notwendig sein könnten, sind der style.css des Templates »Serendipity v2.3« (/templates/default/style.css) zu entnehmen. Dort findet man am Ende eine Liste der Änderungen, die man lediglich noch an das eigene Template anpassen muss.

Warum ist der neue Code nun »besser«? Nehmen wir beispielsweise das Plugin serendipity_archives_plugin: Es generiert eine Liste von Links zu bestimmten Abschnitten des Archivs des Blogs. Der semantisch korrekte Code dafür ist also eindeutig eine Liste, keine Ansammlung von über Zeilenumbrüchen getrennten Links. Das bedeutet, zur Auszeichnung des ausgegebenen Inhaltes wird das HTML-Element verwendet, welches dafür vorgesehen ist, keine Krücke.

29 Dec 2008 s9y 1.4 freigegeben

Knappe neuneinhalb Monate nach v1.3 wurde heute Version 1.4 der besten Blogengine der Welt freigegeben. Die Liste der Verbesserungen und neuen Features ist ellenlang, das Beste aber ist, dass es immer noch »Luft nach oben« gibt.

Unter anderem für mich ein »besonderer« Release, weil Serendipity nunmehr »ab Werk« Bulletproof als Template verwendet. Das BP-Entwicklungsteam hat eigens für diesen Zweck ein zusätzliches Colorset für BP gestrickt, welches den Look des alten Standardtemplates emuliert.

Mein persönliches Highlight in 1.4 aber sind die Veränderungen im generierten HTML-Code diverser Kernplugins (also der Plugins, welche mit Serendipity ausgeliefert werden) – nicht nur, aber zugegebenermaßen auch, weil das die Baustelle war, an der ich aktiv mitgearbeitet habe. Etliche Kernplugins liefern nun semantisch korrektes HTML aus, und es ist mein persönlicher Neujahrsvorsatz, in diesem Bereich auch 2009 weitere Verbesserungen in das Projekt einzubringen, da ich es für einen wesentlichen Aspekt halte.

Ein Artikel, wie diesen Veränderungen CSS-seitig zu begegnen ist, folgt.

10 Dec 2008 Bluetrip

Ich bin eigentlich kein Fan von Grid Design in Webseiten. Ich gebe aber gerne zu, dass es verlockend simpel ist und eine Menge Arbeit erspart, mit einem Framework wie BlueTrip zu arbeiten – speziell bei der Erstellung von (X)HTML-Prototypen.

Alles, was man braucht, ist schon da, mit ein paar wenigen Zeilen Code hat man schnell ein ansprechendes Layout und muss sich um das altbekannte Schreckgespenst Browserkompatibilität auch keine Gedanken mehr machen – der Vorteil eines jeden Frameworks: Die Arbeit hat jemand anderes bereits gemacht.

Was mich an Grids – oder besser: An den Umsetzungen der gängigen Grid-Frameworks – stört, ist bekannt: Oft ist das nicht viel anders als das verhasste Tabellenlayout mit anderen Mitteln (divs nämlich). Eine mögliche Lösung, die ich mir jedoch noch nicht näher angesehen habe: emastic. Oder aber ein Grid-Layout mit YAML.

04 Dec 2008 s9y-Port: Journalist

Journalist

Manchmal hat man ja einfach zuviel Zeit, obwohl man eigentlich gar keine hat. Mit etwas Glück springt dabei – auf speziellen Wunsch eines einzelnen Herren – der Port eines schlichten schwarz-weiß-Templates wie Journalist heraus.

Download und weitere Informationen auf meiner Ports-Seite. Fehler und sonstige Beschwerden bitte wie gehabt wahlweise in den Kommentaren oder per Email.