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01 Apr 2009 IE6/2009: 1. Quartal

„Marktanteil“ des verhassten IE6 im ersten Quartal 2009:

Damit kommt der „Lieblingsbrowser“ aller Netzgestalter auf Seiten, zu deren Zahlen ich Zugang habe, im Mittel im ersten Quartal des Jahres 2009 auf einen Anteil von weniger als 7 Prozent.

Vergleichwerte sind natürlich sehr willkommen – traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

20 Feb 2009 Marktlücke Browserzoom

Moderne Webbrowser haben eine Zoom-Funktion, d.h. eigentlich z.T. sogar zwei Varianten davon. Firefox etwa unterscheidet zwischen:

  • „echtem“ Zoom, bei dem alle Inhalte einer Webseite vergrößert werden
  • Schriftvergrößerung, bei der nur der Text einer Seite gezoomt wird

Ersteres ist in meinen Augen so lange ausgemachter Unfug, bis halbwegs browserübergreifend ein skalierbares Grafikformat wie etwa SVG bereit steht. Man gucke sich zur Demonstration bitte nur einmal mein kleines Logo da oben zweifach gezoomt an. Bäh!

Die Textvergößerung hingegen ist eigentlich eine feine Sache, speziell für Netzbürger mit Sehschwächen. Wem beispielsweise die 12 Pixel, in denen ich hier standardmäßig Fließtext serviere, zu klein sind, kann (wieder im Firefox als Beispiel) mehrmals Strg und + drücken, schon wird es deutlich lesbarer. Ganz simpel, und wenn man sich mit dem generellen Layout der Seite ein bißchen Mühe gibt, bleibt das Ganze sogar lesbar, beispielsweise weil man die Maße und Abstände in em angegeben hat.

Moment mal – man kann mehrmals diese magische Kombination drücken? Man muss – zumindest, wenn man den Zoom nutzen möchte.

Ich denke mir allerdings, dass Menschen, die diese Funktionalität benutzen, die darauf vielleicht sogar angewiesen sind, sich wünschen würden, ihre Zoom-Einstellungen per Seite einmalig festlegen zu können! Zwar gibt es teilweise Plugins, die so etwas im Ansatz möglich machen (etwa die Extension NoSquint für den Feuerfuchs), aber eigentlich sollte so eine Funktionalität zur Grundausstattung eines Browsers gehören. Ich bin gespannt, ob und wann das wahr wird …

17 Feb 2009 Fullsize screenshots

Manchmal braucht man etwas, was eigentlich totaler Schwachsinn ist: Ein Bildschirmfoto, ugs. auch »Screenshot« genannt, einer Webseite. Die gängigen Werkzeuge dafür können aber nur einen tatsächlichen Screenshot, also einen Abzug des Bildschirms bzw. des aktuell dort sichtbaren Bereiches als Grafik, machen – was tun jedoch, wenn man eine Grafik der gesamten Webseite inklusive des Bereiches, in den man erst noch scrollen muss, braucht?

Man nehme Screengrab!, eine Extension für Firefox, die genau das und noch mehr kann: Die gesamte Seite, den sichbaren oder einen auswählbaren Bereich der Seite als Grafik (PNG oder JPG) speichern oder in die Zwischenablage kopieren.

07 Jan 2009 Sokrates für Browserflüsterer

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates

Genau so geht es uns, die wir mit beruhigender Stimme (vulgo: CSS) auf die störrischen Pferde, Verzeihung: Browser, einreden. Wir wissen nichts, und das Ausmaß des Nichtwissens wird eigentlich täglich größer.

Nicht nur wissen wir nicht, mit welchen Browsern – von Versionen will ich gar nicht erst anfangen – Besucher unsere Seiten betrachten – wir wissen nicht mal, ob sie sie überhaupt betrachten; manche lassen sie sich auch vorlesen. (Und womit? Mit Recht!) Zwar glauben wir nach sorgfältiger Analyse unserer Logdateien und Besucherstatistiken in etwa verlässliche Werte zu haben, mit welcher Bildschirmauflösung unser Durchschnittsbesucher daherkommt, ob das jedoch der Breite (von der Höhe haben wir uns gedanklich längst verabschiedet) des Viewports entspricht, wissen wir jedoch auch nicht. Und selbst wenn: Es kommen täglich neue Auflösungen dazu. Ein Blick in die Statistiken verkommt da schnell zum heiteren Endgeräteraten (320x240, was ist das? PSP?).

Wir gestalten munter in der Annahme, jeder grafische Webbrowser käme ab Werk mit einer voreingestellten Schriftgröße von 16 Pixeln daher (was in der Theorie auch stimmt), aber wir wissen natürlich nicht, ob und wie der einzelne Benutzer das ggf. verändert hat. Das passt allerdings ganz gut dazu, dass wir auch nicht wissen, ob und wie der Einzelne die Zoom-Funktion(en) der jeweiligen Endgeräte nutzt – vergrößern, verkleinern, nur Text oder gleich alles? Wir haben, offen gesagt, keinen blassen Schimmer. Wagemutige Benutzer könnten sogar mit einem Benutzerstylesheet oder veränderten Farben durch die Untiefen des Netzes browsen. Möglich wär's, man weiß es nicht.

Ganz ehrlich, Du hast keine Ahnung. ist für einen Netzgestalter keine Beleidigung. Es entspricht schlicht den Tatsachen.

09 Nov 2008 IE6 unter Linux mit Crossover Office

Im Rahmen der Lame Duck Challenge ergab sich die Gelegenheit, Crossover Office für lau abzustauben. Soeben habe ich die Zeit gefunden, Crossover Office unter Ubuntu zu installieren.

Und was ist das?

IE6

Richtig, das ist mein Blog in einem IE6, der unter Crossover Office unter Linux auf einem Gnome-Desktop läuft. Irre – so ziemlich die einzige Windows-Anwendung, für die es (Gott sei Dank, letztlich) keine Linux-Alternative gibt.

Für einen Netzgestalter ist IE6 Plage und Notwendigkeit gleichzeitig, und letztlich ist nicht abzusehen, wann das endlich vorbei sein wird. Bis dahin muss ich mir nun nicht mehr mit – grandiosen, aber eben technisch limitierten – Diensten wie Browsershots oder IE NetRenderer behelfen. Danke, Codeweavers!