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25 Jul 2009 Katinka Buddenkotte: »Mit leerer Bluse spricht man nicht«

Ich hätte ja, wäre ich Klappentextautor, nicht geschrieben:

Katinka Buddenkotte, das Fräuleinwunder der komischen Literatur, schlägt abermals zu: gewohnt witzig, pointiert und gnadenlos ehrlich. Willkommen in der Königsklasse!

Aber mich fragt halt keiner, und Klappentexte schreiben ist, denke ich, auch irgendwie undankbar.

In jedem Fall war »Mit leerer Bluse spricht man nicht« zäh zu lesen – das ständige Weglegen des Buches, weil man sich die Lachtränen abwischen muss, kostet halt Zeit.

Ich werde dieses Buch verschenken müssen. Wegen „Wer nennt seinen Hund denn Holger?", wegen „Ich würde dann jetzt gerne sterben.“, wegen „Wissen macht Au“, wegen „Sobald jemand das Wort Berufsschule ausspricht …“ sowie natürlich wegen „Am gestrigen Abend befand ich mich in einem Zustand permanenter Trunkenheit und Läufigkeit.“ (Aber ganz ohne Bassisten ging's wieder nicht, hm?)

Ferner würde ich anberaumen, zügigst „Mein Weihnachten“ in einen Kurzfilm für das Warmsaufen, äh, die Wartezeit auf den heiligen Abend umzusetzen.

Kurz: Lesebefehl.

23 Jul 2009 Harry Rowohlt: »Gottes Segen und Rot Front«

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von »Der Kampf geht weiter«. Ergo kann ich mir sparen, zu erklären, worum es geht – die beiden Bücher unterscheiden sich durch ca. 190 Seiten sowie den Inhalt, welcher trotzdem die Gesichtsmuskulatur von Grinsen über Schmunzeln bis Lachen voll auslastet.

Stattdessen meine persönliche Lieblingsanekdote aus Harrys Korrespondenz in getrimmter Kurzform:

Da sitzt ein in Bremen gestrandeter Hamburger, die arme Socke, im Ratskeller und muss mithören, wie am Nebentisch Bremer Kaufleute auf Hamburg schimpfen. Nachdem er gezahlt hat, verabschiedet er sich von diesen mit Folgendem:

Ersdaunlich, wie schlecht Sie über Hamburg gesbrochen haben. In Hamburg sbricht man gar nicht über Bremen.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

24 Jun 2009 Der Dank des Tages geht an: Silvio

Silvio a.k.a. laemmy benutzt nicht nur neuerdings meinen Journalist-Port sondern hat zum Dank auch noch meine Nicht lustig-Sammlung wieder auf den letzten Stand gebracht. Danke!

16 Apr 2009 Juli Zeh, David Finck: »Kleines Konversationslexikon für Haushunde«

Der extrem wuschelige schwarze Hund auf dem Cover dieses Taschenbuches gehört Frau Zeh, die ansonsten eigentlich grandiose Romane und nicht mit Kant, Planck und der normativen Kraft des Faktischen versetzte Sammlungen von Anekdoten und Beobachtung rund um ihren eigenen Haushund (welcher übrigens auf den Namen Othello hört) schreibt.

Dabei wäre sie besser geblieben, denn diese alphabetisierte Sammlung ist bestenfalls stellenweise unterhaltsam. Ach ja: Von David Finck sind die Fotos, und auch die sind leider nicht so richtig spannend.

Ich kann das Bedürfnis, dem eigenen vierbeinigen Begleiter ein literarisches Denkmal setzen zu wollen, durchaus nachvollziehen. Aber bitte mit etwas mehr Schmackes.

15 Apr 2009 Der Dank des Tages geht an: Hansi

Eben noch überlegte ich angestrengt, welches Buch ich heute mit in die Spätschicht nehmen könnte.

Dann klingelte der Postbote, und nun nehme ich – dank Hansi – „Kleines Konversationslexikon für Haushunde“ von Juli Zeh und David Finck mit.