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01 Apr 2009 IE6/2009: 1. Quartal

„Marktanteil“ des verhassten IE6 im ersten Quartal 2009:

Damit kommt der „Lieblingsbrowser“ aller Netzgestalter auf Seiten, zu deren Zahlen ich Zugang habe, im Mittel im ersten Quartal des Jahres 2009 auf einen Anteil von weniger als 7 Prozent.

Vergleichwerte sind natürlich sehr willkommen – traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

06 Mar 2009 s9y: Was es nicht ist

s9y ist kein Content Management System. Punkt. Es ist eine Blogengine, welche man mit ein wenig Bereitschaft zu Kompromissen und Handarbeit durchaus als CMS zweckentfremden kann, das ja. Aber – das lehrt zumindest der Alltag als freier Einzelkämpfer an der Netzgestaltungsfront immer wieder – es ist eben kein „echtes“ CMS. Wie komme ich (ganz subjektiv übrigens) zu dieser Erkenntnis?

Rein optisch ist es überhaupt kein Problem, s9y wie ein CMS aussehen zu lassen. Spätestens mit dem großartigen neuen Magazin-Template Kinetic hat Bulletproof-Mitentwickler Don Chambers eine hervorragende (allerdings kostenpflichtige!) Basis für den Betrieb einer solchen Seite geschaffen. Auch andere s9y-Templates (wie etwa Mimbo) lassen sich durchaus für Seiten im Magazinstil mit „corporate look“ anpassen.

Da wäre zum einen das Plugin für statische Seiten. Es funktioniert hervorragend, bietet viele Möglichkeiten und leistet unter dem Strich genau das, was es soll – in der Umgebung, für welche es gedacht ist: In einem Blog. Wer ein paar wenige statische Seiten wie etwa ein Impressum, eine „Über mich/uns“-Seite, Datenschutzhinweise etc. anlegen will, wird damit bestens bedient. Dabei reden wir aber von einer überschaubaren Anzahl von statischen Seiten! Ab einer gewissen Anzahl, sagen wir mal: ab 10 bis 15 statischen Seiten, wird die Verwaltung und Pflege aber eben doch, nun ja … zäh, speziell, wenn diese Seiten auch noch über eine relativ komplexe Hierarchie sortiert werden sollen. Sowohl die Anzahl als auch die komplexe Hierarchie aber sind typisch für CMS-artige Seiten.

Ein weiterer Punkt ist die Seitennavigation. Auch in diesem Bereich ist s9y auf Blogs ausgelegt – es gibt verschiedene Seitenleistenplugins, welche unterschiedliche Navigationsformen (Kategorien, Tags, letzte Einträge, letzte Kommentare usw.) möglich machen. So ziemlich jedes Template, das in jüngster Zeit erschienen ist, bietet eine konfigurierbare Navigationsleiste, über welche man gezielt bestimmte Bereiche des Blogs verlinken kann; die Einrichung dieser Leiste erfolgt normalerweise über die sogenannten „theme options“ in der Verwaltungsoberfläche und ist „idiotensicher“, sprich: Man muss keinerlei Änderungen am Templatecode vornehmen.

Was die Navigation aber – bislang – nicht bietet, ist eine Automatisierung in diesem Bereich, welche meiner Meinung nach für ein „echtes“ CMS unabdingbar ist. Darunter stelle ich mir eine automatisch erzeugte Sekundärnavigation vor, welche die über die konfigurierbare Navigationsleiste angelegte Primärnavigation ergänzt. Beispielsweise so: Ich wähle in der Primärnavigation einen „Bereich“ der Seite an, etwa eine Kategorie von Einträgen zu einem bestimmten Thema. Dazu wird dann (z.B. in der Seitenleiste) eine speziell auf diesen Bereich abgestimmte Sekundärnavigation (Subkategorien des Bereiches, zugeordnete statische Seiten etc.) ausgegeben.

Wohlgemerkt: Ich habe derzeit selbst keine Lösung für diese „Probleme“, bestenfalls Workarounds, welche meistens so aussehen, dass man entsprechende Lösungen hart ins Template kodiert. Das ist zeitaufwändig, fehleranfällig und schränkt den Endbenutzer durchaus ein, weil praktisch jede Erweiterung der Seite, die eine Ergänzung der Navigation erfordert, auch eine Anpassung des Templates notwendig macht. Zudem gibt es durchaus Fallbeispiele, in denen diese notwendigen Kompromisse akzeptabel sind; z.T. wiegt auch die Tatsache, dass man sich nicht in ein unbekanntes CMS einarbeiten muss, sondern die vertraute (und bewährte!) Blogengine zweckentfremden kann, die Einschränkungen durch diese Kompromisse auf.

Nochmal ganz deutlich: Ich rate nicht generell davon ab, s9y als CMS einzusetzen, speziell nicht für eher überschaubare Seiten. Aber man sollte sich vorher bewußt machen, mit welchen Kompromissen man – meiner (praktischen) Erfahrung nach – rechnen muss.

20 Feb 2009 Individuelle Archivseite in Serendipity

In den Kommentaren zum neuen Blogkleidchen fragte Konrad nach meiner individualisierten Archivseite. Im Wesentlichen ist das eigentlich nicht weiter wild.

Generell zuständig für die Generierung der Übersichtsseite des Archives ist die Templatedatei entries_archives.tpl. Diese gibt normalerweise „nur“ das nach Datum sortierte Eintragsarchiv aus, welches dann in die Monatsübersichten verzweigt.

In meinem individuellen Archiv kommen noch Kategorien und Tags dazu. Beides sind eigentlich Seitenleistenplugins – welche man in s9y jedoch via Smarty an beliebiger Stelle im Layout ausgeben lassen kann.

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19 Feb 2009 Grün hatte ich noch nie

Als ich vor 9 Monaten – irgendwie auffällige Zeitspanne – zuletzt dem Blog ein neues Kleidchen überzog, da schwante mir bereits, dass ich den Grunge-Look eines nicht allzu fernen Tages satt haben würde. Dem allgemeinen Trend folgend (vgl. etwa die schlichte Eleganz bei serotonic oder Klaus – schnell hin, sonst stellt er es wieder um!), hat nun auch hier die Schlichtheit Einzug gehalten. Unter dem Gesichtspunkt streßfreier Frontendgestaltung über sämtliche Browserabarten hinweg sehr empfehlenswert übrigens.

Die Schlichtheit ist nicht allein optischer Natur, auch funktional galt die Devise: Alles, was keine Miete zahlt, fliegt raus!. Nein, ich habe die allseits beliebten Seitenleisten nicht vergessen – ich habe nur momentan keine Verwendung dafür. Alles, was an Seitenleistenschnickes noch bleiben durfte, ist im Wesentlichen in das nochmals verfeinerte Archiv verbannt. Der Eintragsfuß ist merklich leichtgewichtiger, stets darauf vertrauend, dass meine kleine Besucherschar vor Intelligenz strotzend ohne Frontendkrücken den Weg zu Trackback-URL, Permalink und Kommentarformular finden wird. (Macht mir keine Schande!)

Bye bye, addThis-Widget. Ciao, letzte Artikel und Kommentare. Adios, „Antwort auf”-Dropdown im Kommentarformular. Icons? Auf ein Minimum reduziert! Wir müssen halt alle sparen in diesen Zeiten allgemeiner Teuerung. (Deswegen gibt's das Dropcap da oben jetzt auch nicht in jedem Artikel. Zur Feier des Tages und aus leichter Angeberei schien es mir hier aber angemessen.)

Ansonsten gibt es technisch nach wie vor hochelastische em-Maße (das war jetzt aber echt das letzte Mal – was 'ne Rechnerei!) und frei nach Richard Rutters vertikalem Rhythmus komponierte Zeilen und Abstände. Ich hoffe, das hält in jedem Browser und auch sonst – meine Test sagen: Ja. Kurze Testphase, alles nochmal überschlafen, ein oder zwei massentaugliche Features nachrüsten und dann verspreche ich: Diesmal wird es sogar released! Ehrenwort! (Naja. Mal gucken.)

So. Und wer jetzt was sagen will, kann sich gleich mal das Kommentarformular angucken. Ich hab da auch extra nochmal frisch gewischt.

03 Feb 2009 Eine Alternative: Textile

Grob gesagt unterteilen sich die Nutzer von Serendipity bei der Erstellung von Einträgen meiner Erkenntnis nach in zwei Gruppen: Nutzer eines WYSIWYG-Editors und diejenigen, die reinen (X)HTML-Code in die Textkästen zur Eintragserstellung schreiben. Generell ist der zweite Ansatz vorzuziehen, wenn man Wert auf »sauberes« (lies: valides, semantisch korrektes) Markup legt, allerdings kann man das durchaus auch mit einem WYSIWYG-Editor erreichen, wenn man ein paar Spielregeln befolgt.

Eine echte, aber (soweit ich das mitbekomme) von s9y-Nutzern nur selten eingesetzte Alternative ist das Textile-Plugin (wird mit s9y ausgeliefert). Auch ohne Pluginaktivierung kann man Textile zunächst auf textism.com mal generell ausprobieren und sich von der schlichten Schönheit der Markup-Befehle überzeugen lassen. (Die wahre Schönheit von Textile besteht allerdings darin, dass es diese Auszeichungen stets in sauberes (X)HTML umsetzt.)

»Vorreiter« in puncto Textile mit Serendipity ist Robert, der seit einiger Zeit Textile benutzt. Bei Robert findet man bereits einige interessante Einblicke in die Arbeit mit Textile, u.a. den wichtigen Hinweis, Textile nicht mit dem Serendipity-Markup-Plugin zu mischen. (Zu dem anzumerken wäre, dass das Serendipity-Markup durch Textile ohnehin 100% überflüssig wird.)

Nachtrag: Auch das Plugin Typographic Smart Quotes (serendipity_event_typoquote) beißt sich mit Textile. Es verhindert die korrekte Auszeichnung von Hyperlinks, da es die in der Textile-Syntax notwendigen Anführungszeichen ebenfalls umwandelt.