Artikel mit Tag band

06 Mai 2008 Da möchte man sich direkt melden

Gerade im ultimo gelesen:

Gitarrist/in gesucht […] wollen Cover u. eigene Songs spielen, von Punk bis alte Klassiker. Hauptsache Spaß. Keine Cowboystiefel. […]

(Aber ich bin ja maximal Behelfsgitarrist und habe zudem eine Band.)

09 Aug 2007 Eden Nemesis N12S - Features

Zimmerlautstärke ist zwar so ziemlich das suboptimalste, was man sich für einen ersten, detaillierteren Test des neuen Bassamps vorstellen kann, aber hier zu Hause geht nun mal nicht mehr und geprobt wird erst morgen. Also zunächst nur ein erster Eindruck samt Features.

Es ist also ein Nemesis N12S aus der sogenannten Silver Series geworden. Charakteristisches Merkmal dieser Serie:

»The Silver Series offers a level of quality previously unavailable in a bass amplifier of its size [...]«

Das stimmt in der Tat, der Combo bietet viele Kleinigkeiten, die in dieser Preisklasse (empfohlener Verkaufspreis des Hersteller war mal 515,- Euro, bei MP steht er aktuell bei ca. 440,- Euro) nicht üblich sind. Zudem ertappt man sich kontinuierlich bei dem Gedanken: »Hey, da hat ja mal jemand nachgedacht!«. Aber der Reihe nach.

Das gute Stück bringt also 120 Watt RMS an die 8 Ohm des internen 12"-Speakers, welcher noch einen Tweeter für die hohen Töne dabei hat. An 4 Ohm (Stichwort: Zusatzbox – oder Alternativbox?) werden es gar 175 Watt RMS. Dabei ist er nicht wirklich kreuzbrecherisch schwer, zudem hat man gar die Wahl, über einen Koffergriff oder seitlich angebrachte Griffschalen zu wuchten. Zu den in dieser Preisklasse unüblichen Features zählen ein Effektweg (vor dem internen EQ; leider nicht regelbar), ein zwischen Preamp und Endstufe gelegener Recording Out (XLR, regelbar) sowie ein interner Compressor/Limiter (leider ebenfalls nur begrenzt regelbar). Interessante Features aus der Abteilung »nachgedacht« sind ein regelbarer Aux Input, über den man z.B. für Übungszwecke einen CD-Player einspeisen kann (via Cinch oder Klinke), sowie ein seperater Ausschalter für den internen Speaker (praktisch zum geräuschlosen Stimmen!). Zusätzlich zum klassisch simplen 3-Band-EQ (Bässe und Höhen »shelving type«, Mitten »band pass« – kann mir mal jemand erklären, was das genau ist?) gibt es einen Enhance-Regler, der bei flach eingestelltem EQ als »Ein-Regler-Sound-Einstellung« fungieren soll und das durchaus auch tut. Ebenso kann man Enhance und 3-Band-EQ kombiniert einsetzen.

Mehr dann morgen nach dem Härtetest …

07 Aug 2007 Abenteuerurlaub Bassverstärkerkauf, die zweite

(Die erste)

Kiel ist – das werden die, die dort schon einmal waren, bestätigen – nur an ganz wenigen Ecken eine schöne Stadt. Man muss den baltischen Charme unserer Landeshauptstadt mögen oder die schönen Ecken kennen, sonst gibt's da nicht viel. Eine der schönen Ecken ist die Gablenzstraße, auch wenn dort derzeit übelst gebaut wird. In der Gablenzstraße bzw. eigentlich nicht wirklich dort, der Eingang ist nämlich ganz wo anders, hinter der Provinzial nämlich, egal – dort jedenfalls findet man den führenden örtlichen Musikalienhandel für langhaarige Bombenleger und solche, die es mal werden wollen: INsound.

Bei INsound kommt man rein und stört den Chef am PC, was den Chef aber nicht stört. Auf die Frage nach dem Begehr (»Ich such 'n Bassverstärker.«) ruft der Chef nach Janni (»Komms' ma'?«). Janni ist so Mitte 20, könnte beim Duschen durch den Ausguß rutschen und kommt auch pronto zur Sache: Was ich suche, will der junge Mann wissen, und er nickt verständig, während ich ihm erläutere, was ich brauche und nicht brauche. Sogar die Tatsache, dass ich einen Combo in Erwägung ziehe, treibt ihm kein Runzeln auf die nahezu mützenbedeckte Stirn, denn er hat mit Sicherheit nicht in einer Riesenhalle auf ein 1000-Watt-Monstrum geschimpft, wohl aber mal in einer stinkenden Garage mit unterdimensionierter Verstärkung tapfer gegen eine lärmende Band angezupft. Wir gehen dann mal nach unten.

Unten steht alles Mögliche in großzügiger Räumlichkeit herum. Sogar ein Orange liegt da, einfach so auf dem Boden – allerdings natürlich mit dem dezenten Hinweis: »Verkauft!«. So ist das mit Oranges. Janni hat schon was im Auge, und auch die leidige Erfahrung mit dem Ashdown-Combo schreckt ihn nicht davon ab, mir einen Combo ans Herz zu legen. Allerdings keinen Ashdown: »In der Preisklasse machen wir viel mit Nemesis.«. Zu meinem Erstaunen (nach der gestrigen Erfahrung) gefällt der Preis durchaus, der an dem guten Stück pappt, und ich habe in der Tat schon gutes von Nemesis gehört, und zwar ausschließlich. Und da das, was neben dem Hinweis, dass es sich um ein Vorführmodell handele, an dem Teil pappt, schlanke 150 Tacken unter dem liegt, was mein Limit wäre, gehen wir jetzt mal getrennte Wege: Er schleppt den Combo schon mal in die Anspielkabine (sowas Schönes hat man dort; in Lübeck spielte man mitten im Verkaufsraum an), ich hole meinen Bass aus dem Auto.

In der Anspielkabine fühlt man sich ob des eierpappigen Wandbelags gleich heimisch. Ich kriege einen Hocker und ein Kabelende, Janni kniet am Amp und dreht die Knöppe. So macht Anspielen Spaß, vor allem, da das, was aus dem Speaker kommt, zunehmend gefällt und rummst. »Joah, der schiebt halt ganz schön.« ist der lapidare Kommentar des Fachmanns. Vor allem in den Bässen, was beim Bass nicht wirklich unwichtig ist. Ich kriege geduldige Antworten auf blöde Fragen, während mich Amp und Preis zusehends überzeugen. Gekauft. Und einmal frische Drähte obendrauf, bitteschön.

So läuft das, wenn man unter Leute gerät, die was verkaufen wollen: Man wird sachlich und freundlich beraten, es fällt nicht eine einzige Verkäuferfloskel und man kriegt nix aufgeschnackt. Die Details, was das gute Stück ist und kann, müssen noch ein paar Blogeinträge warten, und für die Quintessenz des Tages schalten wir nochmal eben zu Janni: »Nächs' Ma' komms' halt gleich hierher.«. Ist gebongt.

07 Aug 2007 Abenteuerurlaub Bassverstärkerkauf, die erste

Ich brauche, das erwähnte ich bereits, einen neuen Bassverstärker. Mein treuer Marshall Bass 60 bekommt mehr und mehr Zipperlein und Zickigkeiten, hat außerdem lange genug gelitten und sich seinen Ruhestand, ggf. als Übungsamp zu Hause, mehr als verdient. Ich will, das erwähnte ich noch nicht, keinen Gebrauchtschrott bei ePay ersteigern, der irgendwo in der Wallachei seit Monden vor sich hinmodert. Diesmal muss was Neues her – zudem ist Geld im Haus, und da kann es nicht bleiben. Man ist ja schließlich Musiker.

Gestern also der erste Versuch in einem Musikalienhandel in Lübeck – ich muss keine Abmahnung befürchten, denn ich brauche den Namen gar nicht zu nennen: Meines Wissen ist es der letzte Überlebende seiner Art in der Hansestadt, was vermutlich das gestrige Desaster erklärt. Die angestammten Musikalienhändler (Preisklasse: »Seit 50 Jahren am Platz.«) sind allesamt eingegangen, nur diese kleine Trutzburg des Rocker-Equipments hält sich. Naja – mehr oder weniger.

»Erzähl! Du kommst rein …« – Ich komm als rein. Und werde gleich mal »nach oben« geschickt. »Da is' der X, der spielt auch Bass.« Super. X ist also abgehalfterter Möchtegernprofi, der sogleich mal ausholt, dass man ja unter 1000 Watt eigentlich gar nicht erst anfangen brauche, und das am besten mit Minimum vier Boxen, sonst geht man baden. Ist ihm auch schon passiert, in einer Halle in Köln, deren Beschreibung denen der großen Hechte ähnelt, die Angler so an Land gezogen haben wollen. Während X'ens Halle also minütlich wächst, streunt mein Blick über die spärlichen Reihen an Equiment, welches ausgestellt und antestbereit vor mir steht. Hm. Das Webangebot des besagten Musikalienhandels sah irgendwie … umfangreicher aus.

Die ausgestellte Angebotspalette unterteilt sich, das bestätigt auch X mehr oder weniger indirekt, in »taugt nix« und »unbezahlbar«. Zudem hat er von dem, was da so rumsteht, keine Ahnung. Preis schon mal gar nicht, die stehen auch nur bei Teilen dran, die ab 800 Euro aufwärts kosten. Alles andere, z.B. Eckdaten wie die Impedanz von Boxen, muss der X auch erstmal nachgucken, und zwar, wie schön, im Internet. Das ist ungefähr so, als müsse eine Bäckereifachverkäuferin erst in der Backstube nachgucken, ob Mehl in den Brötchen ist. Mehrfach tue ich mein durch mein Portemonnaie gesetztes Preislimit kund, aber X wird nicht müde, mir Equipment für ungefähr das Doppelte mit dem alten Spruch der Gitarrenhändler anpreisen zu wollen: »Hier. Ist gut. Hab ich neulich einem Schüler von mir verkauft.« Erstes, unterdrücktes Stöhnen. Der nervt.

Schließlich raffe ich mich doch auf, packe meinen Bass aus und stöpsele mich an einen Ashdown-Combo. Hm. Dürftig, trotz ausreichend Watt. X guckt sichtbar sparsam und sondert eine weitere Weisheit ab: »Mit Combo wirste nich glücklich.« Nee, mit dem bestimmt nicht. Null Druck, Banjosound. Er macht auch keinerlei Anstalten, mir einen anderen ans Herz zu legen, er möchte mir lieber eine 8x10"-Box verkaufen. Lass mal, X. Wer soll das transportieren? Immerhin, das sieht er ein. Ansonsten … nö. Okay, wenn er nix verkaufen will …

To cut it short: Ich bin dann gegangen. Hat ja keinen Sinn so. Die Frage, warum sie all das Zeug da stehen haben, wenn es doch nichts taugt, habe ich mir verkniffen. Wer nix verkaufen will, dem kauf ich nicht mal Saiten ab, und dabei bräucht ich dringend welche. Und heute nachmittag fahre ich nach Kiel.

22 Jun 2007 Yet another Webseite reloaded

… und weil wir grad so schön in Fahrt sind, schieben wir die Webseite meiner Band Madison Heights gleich noch hinterher – komplettrenoviert, umgestaltet und (noch) mit schrecklichen Fotos. Tut mir leid, Kinder – musste sein.

(Für's erste bau ich jetzt keine Webseiten mehr um. Glaube ich.)