Artikel mit Tag band

18 Aug 2010 Zweitwohnungen

Seit ich 16 bin, hatte ich immer eine Zweitwohnung. Sie waren alle spartanisch eingerichtet und in unvorteilhafter Lage gelegen, zum Teil mit schrulligen Eigenheiten und immer mit lauten Mitbewohnern ausgestattet. Aber das war okay so – ich spiele in einer Band, meine Zweitwohnung ist ein Probenraum. (Hier sagt man „Probenraum“, anderswo „Proberaum“ und am einfachsten wäre es vermutlich, alle würden „Übungsraum“ sagen.)

Auf Wunsch einer einzelnen Dame plaudere ich dann hier darüber mal ein bisschen aus dem Nähzeug.

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21 Jan 2009 Plug and play

Falls noch andere Elektrodeppen und Physikschwächlinge wie ich da draußen darüber nachdenken, welche Zusatzbox sie ihrem Bassverstärker zur Seite stellen könnten: Die Fragen nach Ohm, RMS, Zoll und dem anderen Quatsch beantwortet höchst praxisnah und leicht verständlich Setup Tips for Amps and Speakers von SWR-Gründer Steve Rabe höchstselbst.

(Nochmals danke an Niels!)

27 Mai 2008 Reinhören

Heute morgen trudelten die Ergebnisse der jüngsten Aufnahmen per Post ein. Drei neue, ein alter Song. Die Euphorie der gelungenen Aufnahme-Session ist längst verflogen, die Ohren hören wieder kritisch. Zu kritisch?

Knurrt der Bass nicht stellenweise zu sehr? Fehlen ihm dafür, nun ja, die tiefen Töne, die ihn ausmachen? Ist der Gesang nicht zu brav? Fehlt da nicht das Kratzen, Beißen, um sich Treten, was ihn »live« oft ausmacht, die kleine Schaufel Dreck, ohne die man zu Rockmusik besser nicht singen sollte? Warum kommen die Schlagzeugeinsätze so ruckartig, schneiden die Becken im Ohr? Ist die Gitarre genau richtig viel daneben oder schon beißend schräg? War es eine gute Idee, aus zwei Takes ein und derselben Vocalspur eine Art Backgroundgesang zu basteln? Usw. usf. ad infinitum.

Musiker sind wohl einfach so. Eine perfekte Aufnahme gibt es nicht – irgendwas gibt es immer zu mäkeln, weil man als Kreativer weiß, wie es wäre, wenn es perfekt wäre. Dem Betrachter oder vielmehr Zuhörer fehlt diese Einsicht, was ihm Nachsicht verleiht. MP3s zur Selbsteinordnung folgen die Tage, ich muss das noch ein paar mal durch Boxen und Kopfhörer jagen, ehe ich es herausgeben mag.

19 Mai 2008 Akustisch skurril

Eine äußerst skurrile akustische Erfahrung ist es, in einem Aufnahmeraum zu sitzen, in dem gerade Gesang aufgenommen wird, und als einziger keinen Kopfhörer aufzuhaben, auf dem man auch den Backing Track (also die Musik) hört.

Man hört dann die Gitarren so, als kämen sie aus einem extrem höhenlastigen Kofferradio aus den Siebzigern; das Schlagzeug, als spiele der Drummer auf Pappkartons; und den Bass gar nicht. Und dazu dann Gesang – a capella.

16 Mai 2008 Breitenstein revisited

Sonntag ist es soweit: die Band fällt nach über einem Jahr wieder ins idyllische Breitenstein bei Benno ein, um drei neue und einen alten Song aufzunehmen. Wenn der so flott arbeitet wie beim letzten Mal, gibt's irgendwann Ende Mai frische MP3s.

Und wenn der alte Grundsatz, dass eine schlechte Generalprobe eine gute Premiere garantiert, umkehrbar ist, geht das Ganze kolossal in die Hose.