Artikel mit Tag accessibilityblogparade

28 Mär 2008 Publiziert: Das eLogbuch Accessibility

Nun ist es da: Das eLogbuch Accessibility kann gedruckt oder als – natürlich barrierearmes – PDF kostenfrei bezogen werden.

Großer Dank gebührt dem Team von MAIN_web, die dieses Buch und die dazugehörige Blogparade ins Rollen gebracht und umgesetzt haben. Rezension folgt, aber ich bin bekanntlich befangen ;-)

14 Mär 2008 Überfällig: Gedruckte Barrierefreiheit

Die Accessibility Blogparade wird zum Buch: Zum Logbuch Accessibility nämlich, welches ausgewählte Beiträge (u.a. einen meiner Artikel) zur Blogparade im Printformat bündelt und am 27. März öffentlich ausgegeben und präsentiert wird.

Wer im Gegensatz zu mir halbwegs die Möglichkeit hat, zum besagten Datum in Wien zu sein, sollte unbedingt hereinschauen, klingt nach einem unterhaltsamen Abend :-)

16 Okt 2007 »Nur ein Blog« barriereärmer gestalten, Stufe 1

Stufe 1 der praktischen Umsetzung der barriereärmeren Gestaltung von Roberts Blog im Rahmen der Accessibility Blog Parade wurde gestern gezündet. Was sich in dieser Stufe geändert hat, steht im Wesentlichen bei Robert. Wie es sich geändert hat und welche Änderungen Roberts Änderungswünsche in in einem Serendipity-Blog notwendig machten, beschreibe ich im Folgenden.

Die erste Änderung war eine Mischung aus Schusseligkeit und Unwissenheit. Bulletproof, auf dem Roberts Template basiert, hat Skiplinks, also zusätzliche Navigationshilfen für die Benutzer nicht-visueller Browser. Das Problem war nur: Sie funktionierten nicht, weil in den href-Attributen jeweils ein # fehlte … peinlich, peinlich. Zudem werden die Skiplinks nun in grafischen Browsern – wo sie nicht benötigt werden – mit einer anderen CSS-Technik ausgeblendet: Anstelle eines schnöden display: none; wird die skiplinks-ul nun absolut positioniert und aus dem Browserfenster verschoben.

Der fehlende Absendebutton im Suchfeld war hingegen nicht rein über CSS zu lösen, da benötigte es einen Eingriff in den Kern von Serendipity. In der Datei include/plugin_internal.inc.php wurde der Absendebutton »nachgerüstet«. Der Button ist »hart kodiert«, womit Benutzer, die ihn ausblenden wollen, das über CSS erledigen müssen. Soweit hat Roberts Projekt also bereits Wellen geschlagen – diese Änderung ist bereits in den Kerncode von s9y eingeflossen und wird in zukünftigen Versionen enthalten sein, womit nicht nur Roberts, sondern alle mit s9y betriebenen Blogs barriereärmer werden.

Die vermutlich weitreichendste Änderung war es, die Überschriften 1. Ordnung (h1) nicht länger dem Blog-Titel, sondern den Titeln der Einträge zuzuordnen, womit Artikel zum einen für Benutzer von nicht-visuellen Browsern und Screenreadern besser anzuspringen sind und zudem Artikel durch weitere Überschriften anderer Ordnungen besser strukturiert werden können. Das hat zur Folge, dass templateweit Überschriften nur für Eintragstitel verwendet werden dürfen, was wiederum zur Folge hat, dass man für einige Elemente andere, idealerweise semantisch korrekte oder zumindest geeignete Elemente finden muss. Für die bislang als h3 deklarierten Datumstrenner (.serendipity_date) sowie die Überschriften der Seitenleisten-Plugins wurde das über ein schnödes div gelöst – semantisch keine Heldentat, aber die naheliegende Lösung. Sehr viel besser zu lösen waren Blog-Titel und -Beschreibung im Header. Der Header ist nunmehr eine Definitionsliste (dl), in der der Titel der zu definierende Term (dt) und die Beschreibung die Definition (dd) ist. Natürlich ändert sich durch die veränderte Auszeichnung auch die Standardformatierung ein wenig, so dass im CSS nachgebessert werden musste.

11 Okt 2007 Accessibility Extensions

Ein weiterer, diesmal etwas kürzerer, bescheidener Beitrag zur Accessibility Blog Parade. Zusätzlich zum Tipp, standardkonformes (X)HTML und CSS zu verwenden, hilft es natürlich auch, frisch gestaltete Webseiten mit Hilfe geeigneter Helferlein auf Barrierefreiheit zu überprüfen.

Im Zeitalter der ausbaufähigen Browser leisten Extensions wie die Firefox Accessibility Extension oder die Web Accessibility Toolbar für den Internet Explorer – letztere mangels Internet Explorer von mir ungetestet – gute Dienste.

Die Accessibility Extension für Firefox ist dabei eigentlich primär als Hilfsmittel für eingeschränkte Nutzer gedacht, kann jedoch auch zu Testzwecken von Webgestaltern genutzt werden. So kann man unter anderem verschiedene Reports von Accessibility-Tests über die Extension abrufen, CSS-Styling komplett ab- oder auf zwei verschiedene Hochkontrast-Ansichten umschalten, die Navigation auf Herz und Nieren prüfen und vieles mehr.

(Etliche dieser Tests wie etwa das Abschalten von CSS oder Grafiken können übrigens auch über die Web Developer Extension für Firefox ausgeführt werden.)

10 Okt 2007 Accessibility: »Moderne« Webgestaltung hilft

Ich könnte wetten, viele Leser der Accessibility Blog Parade werden vom Themenkomplex Accessibility bzw. Barrierefreiheit zunächst einmal abgeschreckt. Klar – eine Webseite, womöglich gar eine, die von einer Blogengine oder einem Content Management System dynamisch generiert wird, so gestalten, dass sie von Besuchern mit verschiedenen Einschränkungen gleich gut benutzt werden kann, das klingt zunächst einmal nach Arbeit. Nach mehr Arbeit.

Meine diesbezügliche Erfahrung hat sich mit dem Serendipity Template-Framework Bulletproof einmal mehr bestätigt: »Moderne« (oder besser: zeitgemäße) Webgestaltung, sprich: standardkonformes HTML und CSS, hilft dabei bereits. Ich kann nicht behaupten, dass bei der Entwicklung von Bulletproof ausdrücklich auf Aspekte der Barrierefreiheit geachtet wurde, wohl aber auf standardkonformes (X)HTML und CSS. Als Robert mit der Idee an mich herantrat, sein – auf Bulletproof basierendes – Blog-Template im Rahmen eines BarCamp-Workshops auf Herz und Nieren in puncto Accessibility prüfen zu lassen, erwartete ich weit »Schlimmeres«, als das, was letztlich herauskam. (Heraus kam unter anderem ein ausdrückliches Lob einer blinden Nutzerin.)

Natürlich gibt es spezielle Dinge, die ein wirklich barrierefreies Blog benötigt und die jemand, der noch nie mit einem Screenreader arbeiten musste, nicht unbedingt kennt. Diese Dinge arbeiten Robert und ich derzeit mit Unterstützung von Martin durch – schließlich möchte Robert sein Blog im Rahmen dieser Blog Parade barrierefreier gestalten. Einen Experten zur Hand zu haben und noch dazu in Kontakt zu tatsächlich eingeschränkten Benutzern zu stehen ist natürlich die optimale Basis für solche Umbauten.

Generell sollte es ohnehin heutzutage selbstverständlich sein, standardkonformen Code zu verwenden – leider stolpert man immer wieder dennoch über veraltete Seiten mit schlimmem Code-Wust, Frame-Farmen und ähnlichen Unfug, oft verbunden mit der »Ausrede«, somit eine bessere Optik erzielen zu wollen. Liebe Leute, die Optik ist sekundär – der Inhalt macht's. Und der muss sinnvoll ausgezeichnet werden.