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16 Jun 2009 Bunter Hund

Wenn man ausnahmsweise mal (Sonst nie! Echt!) in der lokalen Zweigstelle des gelben M sein Abendbrot schiesst und dort von einem dieser jungen Menschen, welche dem Irrglauben aufgesessen sind, Systemgastronom sei ein ehrbarer Beruf mit Zukunftsaussichten, mit Na, heute frei? begrüßt wird, noch ehe man sagen kann, womit man sich gerne den Wanst vollschlagen würde, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.

  1. Man is(s)t doch öfter beim gelben M, als man meint.
  2. Das Dorf, in dem man selbst wohnt, ist wirklich sehr klein.
  3. Man ist Droschkenkutscher und verliert so langsam den Überblick über die eigene Kundschaft.

(Ich kannte den echt nicht. Zumindest erkannte ich ihn in seiner systemgastronomischen Uniform nicht.)

06 Jun 2009 Anleitung zum Taxifahren, Teil 101

Aus jugendlicher Voreiligkeit habe ich diese Woche mal wieder das kurze Streichholz beim Dienstplanbingo gezogen und kam somit in den zweifelhaften Genuss einer Rundum-Sorglos-Woche in der Mietkraftdroschke – Mittwoch Nachtschicht, Freitag Frühschicht und weil's so schön war heute am Samstag noch eine Wochenendschicht oben drauf. Da war aber von „Kopp runter und arbeiten, beschweren könnt Ihr Euch später“ bis „Wir stehen uns die Reifen eckig und saufen Kaffee um die Wette“ wirklich alles dabei.

Nun sollte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, dass Taxifahren eigentlich ganz leicht ist: „Hinsetzen, anschnallen, Kippe aus, Klappe halten!“ steht auf einem Schildchen, welches mein Kollege N., der alte Spaßvogel, in seinem Dienstfahrzeug kleben hat – „Klappe halten“ ist dabei total optional und normalerweise unerwünscht.

Trotzdem gibt es immer noch Zeitgenossen, denen diese Form der Personenbeförderung scheinbar fremd ist oder die dringlichst einen Auffrischungskurs benötigen. Also:

  1. Wenn man morgens um viertel nach neun bei einem beliebigen Taxiunternehmen anruft und anfragt, ob man wohl eine Portion Pommes gebracht bekommen könnte, sollte man sich nicht über schallendes Gelächter wundern. Speziell dann nicht, wenn man im 5 Kilometer entfernten Nachbarstädtchen anruft. Ja, wir machen Lieferfahrten – aber wir machen nicht alles, was man uns sagt.
  2. Wenn man einen Jungesellenabschied Hamburger Vorortler (Beruf: Sohn) schon auf's Land verlegt und dabei eine Strecke Richtung Strand mit Taxen zurücklegen möchte, sollte man, ehe man für eine Fahrt im Wert von 20 Euro schlanke 105 Euro ausgibt, durchaus mal die angetüddelten Reihen durchzählen. Einfaches Rechenbeispiel: 1 Fünfsitzer + 2 Siebensitzer - 3 Fahrer ergibt 16 Fahrgastplätze. Nicht 17. Unnötig zu erwähnen, dass 3 Siebensitzer genauso teuer gekommen wären – nacktes Glück, dass einer der Siebensitzer auf 8 Personen zugelassen war.
    Bonuspunkte immerhin für die schöne Aufgabenstellung an den kuhzünftigen Prinzgemahl: „Der muss auffe Strandpromenade die leeren Buddeln verhökern, damit wir den Kram nich zurückschleppn müssn!“
  3. Bestellt man „einen Wagen für 5 Personen“, so kann Missverständnissen vorgebeugt werden, indem man wahrheitsgemäß den Zusatz „mit Gepäck für eine Woche und einem kleinen Hund“ hinzufügt. Noch toller wäre die ungefähre Volumenangabe des mitgeführten Gepäcks, etwa in Form von „drei Trolleykoffer, zwei kleinen Taschen, einen Korb für den Hund und jede Menge lose in Tüten verpackte Spirituosen“ – dann kann der Fahrer bereits eine Stunde vorher damit beginnen, den spärlichen Stauraum, welcher in einem Minivan nach Ausklappen eines der beiden Sitze im ohnehin zu kleinen Kofferraum verbleibt, sinnvoll zu verplanen.

Ja, das sind reale Begebenheiten. Aber ich hätte ja auch auf meine Mutter hören und etwas Anständiges lernen können …

04 Jun 2009 Nokia 5800 Xpress Music

Es war mal wieder so weit: 24 Monate rum, Mobilfunkvertrag läuft aus. Neuer Vertrag bei neuem Anbieter und angesichts des grottigen Samsung-Handys, auf das beim letzten Mal die Wahl fiel: Neues Handy. Die Wahl fiel diesmal (Vorsicht, reichlich Flash!) auf das Nokia 5800 Xpress Music. Vertragsmodelle ebenso wie Kaufpreis ohne Vertrag bei ähnlichen Modellen (Ja, ich rede hier vom iPhone.) sind für meine Begriffe krank, aber ich wollte dennoch ein halbwegs zukunftsträchtiges Telefon, mit dem man auch in einem halben Jahr noch Spaß hat.

Nun bin ich im Grunde komplett der Falsche, um ein Mobiltelefon zu rezensieren – bereits nach wenigen Minuten mit dem neuen Ziegel schoß mir ein „Wer braucht das alles?“ durch den Kopf. Der Funktionsumfang des ersten Touchscreen-Handys von nokia ist mir außerdem viel zu lang für einen Blogeintrag, daher hier nur ein paar Anmerkungen meinerseits zu wesentlichen Kernfeatures.

  • Touchscreen: Das ist natürlich ein Feature, welches die Vergleiche mit iPhone/G1 antreibt – ich kann dazu nur sagen, dass ich mit dem Touchscreen ganz gut zurechtkomme, allerdings – speziell in den doch recht kleinen QWERTZ-OSD-Tastaturen – erheblich besser mit dem Stift als mit meinen Wurstfingern. Die taktile Rückmeldung ist dabei ebenfalls recht hilfreich.
  • Display: 360x640 bzw. 640x360 Pixel, für meine Begriffe in diesen Dimensionen ohne Grund zur Beanstandung, selbst beim Abspielen von MPEG4-Videos. Einzig der Lagesensor ist mitunter etwas reaktionslahm und begriffstutzig beim Umschalten.
  • Musikwiedergabe: Über Kopfhörer okay, über Lautsprecher … nun ja, das klingt schon ziemlich nach Kofferradio. Für digitale Klingeltöne mehr als ausreichend, mehr will ich persönlich nicht mit einem Telefon machen.

Ansonsten kann ich bislang nur sagen: Die Kamera ist vollkommen okay für eine Handykamera, die Sprachqualität ist wunderbar. Sehr gelungen finde ich den integrierten Kalender, der anstehende Termine stets in der Hauptansicht des Displays „ankündigt“, und natürlich die völlig streßfreie Verbindung des Telefons per Bluetooth mit meinem Linux-Laptop.

Klare Minuspunkte hingegen für die katastrophal unübersichtliche Installation der zugehörigen Software (unter Windows), welche danach nicht einmal funktioniert, und die bislang leider nur geringe Anzahl von zusätzlichen (und sinnvollen) Applikationen für das Telefon (was sich hoffentlich ändern wird; auch habe ich hier noch nicht wirklich ausgiebig gesucht).

27 May 2009 Fan sein heißt: Bekloppt sein

Ten

Hallo, ich heiße YellowLed und ich bin Fan. Seit nunmehr 17 Jahren begleitet mich die Musik von Pearl Jam, den letzten Überlebenden der Grunge-Ära. Dabei wird man mitunter ein wenig bekloppt.

Das Bild rechts zeigt die „Collector's Edition“ von Pearl Jams großartigem Debütalbum Ten, einer CD, die ich seit 17 Jahren besitze. Aber wenn man es mir so schmackhaft macht, dann kaufe ich sie nochmal. Per Luftpost aus England. Für etwa das Doppelte bis Dreifache dessen, was eine CD in meinem Universum eigentlich kosten darf.

Das wunderschön mit steinalten Fotos dekorierte Digipak enthält neben viel Erinnerungsmaterial aus den goldenen Tagen des Flanellhemdes:

  • eine neu gemasterte Version des Originalalbums
  • eine von Brendan O'Brien neu abgemischte „Redux“-Version des Albums inklusive sechs z.T. bisher unveröffentlichen Bonustracks (allerdings nicht den drei Titeln, welche zusätzlich auf der Europa-Version des ursprünglichen Albums enthalten waren)
  • eine DVD des legendären Unplugged-Konzertes bei MTV

Im Übrigen bin ich nicht richtig bekloppt. Wäre ich das, hätte ich schlanke 120,- Euro für die „große Ausgabe“ inklusive beider CDs in Vinyl, eines Livemitschnitts auf Vinyl und diverser Memorabila angelegt. Wenn mir allerdings jemand eine Freude machen wollen würde … ;-)

04 May 2009 Fünfunddreissig

Kinnbart abgenommen, Haare dran gelassen. Twitterer, Wieder-Single und Webkraut geworden. Erstmals mehreren Freunden zur Geburt des ersten Kindes gratuliert. Gefühlte Jahreslänge: Normal.