07 Sep 2007 Die inneren Dämone des Ronnie O'Sullivan

Ein großartiges Interview mit Ronnie O'Sullivan auf Times Online. Über seine inneren Dämone, seinen Kampf mit der Depression, dem Perfektionismus und der Dunkelheit. Ein intensives, verstörendes Portrait eines großen Sportlers, gefangen zwischen Genie und Wahnsinn.

(via snookerblog.de)

04 Sep 2007 Fünfzehn

Fussballer müssen wissen, wieviele Tore sie mal in einem Spiel geschossen haben, selbst wenn es gegen Blau-Weiß Hintertupfing in der F-Jugend auf einem Grandplatz war. Snooker-Spieler haben es da ein wenig leichter, denn die wichtigste Frage in diesem Sport ist: »Was ist Dein höchstes Break?«, wobei man Unwissenden an dieser Stelle vielleicht erklären sollte, dass ein Break eine Punktzahl ist, die durch in Serie korrekt gelochte Bälle entsteht. Schafft man das perfekt, erziehlt also die höchstmögliche Punktzahl von 147, so hat man ein sogenanntes Maximum Break zu Buche stehen. Davon sind mein Snookerpartner Martin und ich Lichtjahre entfernt, aber das macht nichts – wir spielen ja erst seit einem knappen Jahr und auch das nur einmal pro Woche.

Seit heute abend jedenfalls kann ich diese Frage mit einer neuen Antwort beantworten: »Fünfzehn«. Wem das lächerlich wenig erscheint, der möge sich an einen Tisch stellen und es unter gleichen Umständen besser machen – die Lernkurve beim Snooker ist abartig steil. Fünfzehn bedeutet in diesem Fall Rot, Blau, Rot, Schwarz, Rot … und dann kam leider, leider eine sauknapp verschossene Schwarze aus einem perversen Winkel. Nicht zu machen, zumindest nicht für mich. Und es war an keine andere Farbe heranzukommen. Ansonsten wäre aus dem Break mindestens eine Zweiundzwanzig geworden. Und das wäre insofern interessant gewesen, als dass der Meister persönlich, Ronnie O'Sullivan, in seiner Autobiografie über Stones-Gitarrist Ron Wood nicht nur erzählt, dass dieser in seinem Haus einen der schönsten Snooker-Räume überhaupt hat, sondern auch Folgendes (sinngemäß zitiert) preisgibt:

Er ist ein ziemlich guter Spieler, er kann Breaks um die zwanzig Punkte machen.

Tja. Das wär's gewesen, Kopf an Kopf mit Ronnie Wood. Naja, Schwamm drüber.

06 Aug 2007 Selbsterkenntnis

Die Snooker-Saison geht (mit dem Shanghai Masters) gut los. Soeben kommentiert Rolf Kalb ein Bild (die Verteilung der Kugeln auf dem Tisch) zwischen Dominic Dale und Liu Chuang mit: «Das ist hier bislang mit Abstand der zerfahrenste Frame.« (die Kugeln lagen wohl verteilt). Und ich denk mir: »Shit. Bei uns sieht das immer so aus …«

10 Jul 2007 Endlich geklärt!

Seit Monaten, genauer seit dem Finale der Snooker-WM in Sheffield, taucht immer derselbe Suchbegriff in Deutsch oder Englisch in meinen Statistiken auf: Es geht um die Lebensabschnittsgefährtin des smarten Finalisten Mark Selby, dessen Freundin ebenfalls professionell Kugeln übers Tuch schubst:

"I've had a couple of decent games under my belt so I'm looking forward to it," answered Selby, whose girlfriend, Vikki Layton, lost in the last 32 of the ladies singles.

Die Dame ist Irin und spielt Pool.

09 Jul 2007 Hall of who?

Heute abend um 19 und 23 Uhr (letzteres ist eine Wiederholung) gibt es eine der schönsten Sendungen auf Eurosport für Snookerfans: »Hall Of Frame« – legendäre Partien der vergangenen Jahre. Zum Teil gibt es eine große Partie (gern ein WM-Finale), zum Teil einen Mix aus verschiedenen Partien und Highlight-Reels von Turnieren. Ein must-see.

Ärgerlich nur, dass Eurosport so gar nicht preisgibt, was es denn heute abend zu sehen gibt. Der Videotext schweigt beharrlich, ebenso die gängigen TV-Programmdienste im Netz, selbst die Printfernsehzeitung weiß nix. Eurosports eigener TV-Plan ist komplett karpott und unbenutzbar, und der Eurosport-Newsletter zum Thema verrät lediglich, dass es eine »Hall Of Frame« gibt, schweig aber ebenfalls zum Inhalt.

Servicewüste TV.