07 Nov 2008 »Snooker. Gentlemen's Sport«

»Die Profis verraten ihre besten Tricks« steht auf dem Cover dieser DVD, auf der die beiden ehemaligen deutschen Meister Itaro Santos und Patrick Einsle einschläfernd kommentiert demonstrieren, wie man Snooker spielt.

Nun ja – grundsätzlich zeigen die Herren Santos und Einsle in den gerade einmal 33 Minuten Laufzeit schlicht und einfach die absoluten Grundlagen des Snookersports. Sicherlich kann jeder (Hobby-)Spieler daraus noch den einen oder anderen nützlichen Tipp oder praktische Übungen für das eigene Training entnehmen, aber insgesamt ist der Lehrwert dieser DVD, auf der sich zudem noch ein kompletter Frame zwischen Santos und Einsle befindet, doch eher begrenzt.

Ich behaupte mal: Es ist kein Zufall, dass man diese DVD über den amazon Marketplace bereits für unter 7 Euro inklusive Versand erhalten kann …

04 Nov 2008 Fünfzehn reloaded

Die Zahl 15 wächst sich zu einem kleinen Trauma aus: Auch heute war die Farbreihenfolge im Break rot, blau, rot, schwarz, rot – und dann schwarz versemmelt.

Irgendwann ist das 20er-Break fällig …

30 Okt 2008 Über den Reiz, die Lernkurve zu meistern

Seit gut zwei Jahren nun nehmen mein Spielpartner und ich etwa einmal wöchentlich circa zwei Stunden lang Lektionen in Demut – wir ziehen mit schwerem Gerät in die nahe gelegene Zockbude und blamieren uns am Snooker-Tisch.

Die Lernkurve ist nach wie vor höchst steil, zumindest was den zählbaren Erfolg angeht. In Sachen Spiel sind durchaus Fortschritte zu erkennen, keine Frage: Es gelingen mittlerweile Anstöße, die nicht den kompletten Tisch in ein Durcheinander aus bunten Kugeln verwandeln. Mitunter ist nicht nur knackiges Safety-Spiel möglich, es bleiben dabei sogar die »kleinen« Farben auf den Spots. Selbst das Spiel mit Wirkung und Hilfsqueues ist halbwegs unter Kontrolle.

Was aber die Breaks angeht, gibt es nach wie vor keinen Grund, größenwahnsinnig zu werden: Auch nach zwei Jahren stetiger Entwicklung ist noch keinem Beteiligten ein Break von 20 oder mehr Punkten gelungen. Fünfzehn, in welcher Form auch immer erzielt, ist nach wie vor ein ziemlich guter Wert an diesem Tisch.

Woran liegt das? Breakbuilding erfordert neben Lochsicherheit auch Positionsspiel. Positionsspiel erfordert neben Spielverständnis auch vorausschauendes Spiel, und für vorausschauendes Spiel muss man nicht nur die Wirkungen beherrschen, sondern auch die Ballphysik verstehen. Keine dieser Disziplinen ist für sich genommen zu schwer, es ist vielmehr die Summe aus allen, die die steile Lernkurve bei diesem Sport ausmacht – und damit auch den Reiz, auch wenn es mitunter frustrierend sein kann.

25 Jun 2008 Jetzt bloss nicht größenwahnsinnig werden

Letzte Woche am großen grünen Tisch: Ein Break von ca. 15.

Heute abend am großen grünen Tisch: Zwei Breaks von ca. 15.

(Schalten Sie kommenden Dienstag wieder ein, wenn Sie lesen wollen, wie ich in der harten Realität des »Rot plus Gelb gibt zwar nur drei Punkte, ist aber irgendwie trotzdem sowas wie ein Break.« aufschlage.)

13 Jun 2008 Five in a row

Die Lernkurve am großen grünen Snookertisch ist brutal steil; man freut sich bereits über kleine Erfolgserlebnisse wie zufällig geglückte Trickshots, man bekommt selbst für eigentlich lächerlich niedrige Breaks Anerkennung gezollt.

Ein ebenso erfreuliches Erfolgserlebnis könnte es sein, fünf Kugeln regelkonform eingenetzt zu haben. Muss man erstmal machen – fünf Bälle in Folge zu lochen mag beim Pool keine Herausforderung sein, am Snookertisch ist das auf diesem Niveau bereits eine athletische Höchstleistung.

Locht man dabei allerdings die letzte Rote, dazu Grün als Farbe und dann die drei kleinen des Endspiels, verschießt dann jedoch Blau auf, na, genau, die Mitteltasche, dann gibt's eben »nur« 13 Punkte für diesen Kraftakt, und das ist dann irgendwie … nun ja. Gnarf.