13 Sep 2007 Tausendundeins

Nein, gemeint sind in diesem Fall nicht Einträge in diesem Blog, das dauert noch ein Weilchen – gemeint sind Posts im Serendipity-Forum. Circa 1000 Posts in ziemlich genau 20 Monaten, das macht also etwa 50 Posts pro Monat. Das reicht für Platz 5 in der Liste der Top-Poster, ist aber dennoch nur ein Bruchteil dessen, was Garvin dort postet. Und genau das (Garvin zu entlasten) ist der Punkt daran, nicht etwa die Selbstbeweihräucherung, ein aktiver Helfer innerhalb der s9y-Community zu sein. (Wobei: Noch 55 Posts bis zu Carl. Feelin' my breath, Galloway? ;-))

Robert hat vor einer Weile mal den Eintrag »Wie ich Serendipity unterstütze(n kann)« geschrieben. Folgender Punkt ist dabei meines Erachtens von besonderer Wichtigkeit:

Ich schreibe im S9y Forum und beantworte hin und wieder - so gut ich kann - Fragen.

So mache ich das auch. Und so sollte es jeder, der s9y benutzt, machen. Es ist tatsächlich so, wie Robert es beschreibt: Der eigene Wissensstand in Sachen s9y mag noch so gering eingeschätzt werden, es gibt immer Nutzer, die weniger wissen oder sich ganz einfach in anderen Teilbereichen auskennen. Jeder Post im Forum kann hilfreich sein. In vielen Fällen ist es schon hilfreich, dem Originalposter ggf. Zusatzinformationen aus der Nase zu ziehen, die dann anderen, eventuell sachkundigeren Postern später bereits zur Verfügung stehen.

Ein Beispiel: Viele Poster erzählen von den Problemen mit ihrem selbstgestrickten Template. Dieses klappt nicht, jenes sieht nicht gut aus, der IE macht Zicken usw. Was aber etliche Poster dabei vergessen, ist eine URL zum betreffenden Blog anzugeben. Ohne URL, also ohne Einsicht in die Stylesheets oder auch nur einen optischen Eindruck des Problems, ist es aber oft schwierig bis unmöglich, zu helfen. Bereits diese Nachfrage kann viel Zeit ersparen – so einfach kann es also sein, zu helfen! (Noch einfach wäre natürlich, wenn jeder Fragesteller eine URL angeben würde, aber man kann eben nicht alles haben.)

06 Sep 2007 Bulletproof als neues Standardtemplate?

Möglicherweise ist dieser Thread im Themes-Bereich des s9y-Forums einfach nur »Verlegt wie bei Suhrkamp: Unauffindbar.«, vielleicht liegt es auch daran, dass im Themes-Bereich Englisch geschrieben wird. Tatsache ist, die Userbeteiligung an dieser durchaus interessanten Diskussion ist mager.

Worum geht es dort? Garvin wünscht sich eine auf Bulletproof basierende Umsetzung des Templates carl_contest als neuen Look für künftige s9y-Versionen. Ich bin genauso wie meine Mitentwickler in dieser Frage natürlich zutiefst voreingenommen, daher wäre es schön, wenn sich ein paar mehr Meinungen dort äußern würden.

27 Aug 2007 Mehr zu Bulletproof

Wie bereits erwähnt: Die wichtigen Details zum neuen Serendipity Template Framework stehen generell drüben auf s9y-bulletproof.com. Kurz zusammengefasst gibt es drei primäre Eigenschaften, die Bulletproof auszeichnen (und auch bereits im Dokumentationsblog ausführlich beschrieben wurden):

  1. Theme options: In den sogenannten Theme options kann der Benutzer verschiedene Features des Templates (und damit des Blogs) selbst über ein komfortables Interface in der Verwaltungsoberfläche konfigurieren und den eigenen Wünschen anpassen. Dabei werden u.a. verschiedene Features abgedeckt, die in den letzten Monaten und Jahren FAQs im s9y-Forum waren und bislang stets manuelles Editieren der Dateien eines Templates erforderten, wie etwa eine individuelle Navigationsleiste oder ein individuelles Banner. All das und mehr ist mit Bulletproof ohne Kenntnisse in XHTML/CSS/PHP/Smarty machbar.
  2. Stabile Basislayouts: Bulletproof bringt »out of the box« sechs Basislayouts mit – klassische Layouts auf Spaltenbasis, wie sie in tausenden von Blogs bereits benutzt werden, die – mehr oder weniger unabhängig von der sonstigen Gestaltung – in allen halbwegs modernen Browsern auf den drei großen Betriebssystemen stabil bleiben.
    Interessantes Detail dabei (für Kollegen und Interessierte) ist übrigens, dass die aktuelle BP-Version 1.0 keine browserspezifischen Hacks benötigt. Wir haben zwar spezielle Stylesheets für IE6 und IE7, welche über conditional comments eingebunden werden, um eventuell in zukünftigen Versionen notwendige Hacks integrieren zu können, aber sie sind derzeit leer. Für mich ist das der »Kneif mich«-Teil an Bulletproof – keine IE-Hacks. Unfassbar.
  3. Solide Codebasis für neue Templates: Ich habe es gerade erst bei dem Layout für mein eigenes und Roberts Blog ausprobiert – es ist eine wahre Freude, auf Basis von BP Templates zu gestalten. Der von BP gelieferte Basiscode in Tateinheit mit den Features, die über die Theme options gelöst sind, nimmt dem Gestalter wahnsinnig viel Kleinkram ab, mit dem man sich sonst herumärgern musste. Man kann sich voll und ganz auf »Farben und Formen« konzentrieren. Ich bin allerdings jetzt schon gespannt, wie viel oder wenig umständlich das mit grafiklastigeren Templates aussehen wird.

Andererseits denke ich nicht, dass nunmehr alle neuen s9y-Templates auf Bulletproof basieren sollten – das wäre ein Stillstand in der Template-Entwicklung, die wir nicht möchten. Es muss weiterhin innovative Templates wie Carl Galloways Hemingway port oder Alp Uckans adaption geben, es muss Aufgabe der Template-Entwickler sein … nun ja, »to boldly go where no template has gone before«, sozusagen. Und sei es nur zum »proof of concept«.

Das Projekt Bulletproof war in vielerlei Hinsicht speziell. Es war vermutlich die längste Entwicklungszeit, die je ein s9y-Template hatte (sieben Monate), unter anderem beeinflusst durch viele Stolpersteine. Es ist meines Wissens das einzige Template für Serendipity, an dem drei Entwickler gemeinsam gewerkelt haben, noch dazu unterstützt von fleißigen Helfern außerhalb des eigentlichen Entwicklungsteams. Sehr hilfreich war dabei die Bereitschaft verschiedener s9y-Entwickler, allen voran natürlich Garvin, Änderungen am s9y-Code vorzunehmen, um uns für Bulletproof neue oder verbesserte Features zu ermöglichen. Diese Zusammenarbeit zwischen Codern und Templategestaltern hat vieles in BP erst möglich gemacht (z.B. die austauschbare Headergrafik oder die colorsetspezifischen XML-Icons), und diese Arbeitsweise sollte beispielhaft für zukünftige s9y-Projekte sein. Es gibt leider unter den Gestaltern wenige bis keine mit PHP-Kenntnissen und Einblick in den Serendipity-Code, daher sind die meisten Gestaltern auf diese Hilfe angewiesen – ebenso sollten sich Coder nicht scheuen, z.B. Gestalter in Pluginprojekte einzubinden, um effizientere Vorlagedateien anbieten zu können.

26 Aug 2007 s9y Version 1.2 und Bulletproof

Serendipity Version 1.2 ist veröffentlicht, und damit auch der Grund, warum hier in der letzten Woche so wenig zu lesen und in meinem Hirn so viel Streß war: Bulletproof.

Bulletproof ist ein neues Template für s9y, welches neben der Tatsache, dass sein Layout (hoffentlich …) in keinem halbwegs modernen Browser auseinanderfällt, die neuen Theme options so sehr ausnutzt, dass es kaum ein benutzerfreundlicheres Template geben dürfte. Alles andere, was man vielleicht über Bulletproof wissen können wollte, steht im Dokumentationsblog, in welchem ich in den folgenden Tagen und Wochen zusammen mit meinen Mitstreitern im Entwicklungsteam, David Cummins und Don Chambers, auch versuchen werde, Fragen zu diesem Template-Framework zu beantworten, denn BP ist nicht nur ein Template, es kann auch hervorragend als Basis für neue Templates (wie das aktuelle dieses Blogs oder das des Dokumentationsblogs) dienen.

Ich werde sicherlich morgen noch mehr und ausführlicher dazu bloggen, aber für den Moment bin ich einfach erstmal froh, dass dieses Baby draußen ist :-)

Nachtrag: Oha. Ganz vergessen: Schönen Dank an Robert für das »dezentrale Backup« – und für die erste Rezension von Bulletproof.

14 Aug 2007 In der Mache: The Missing Manual

Dass Serendipity-Entwickler Garvin Hicking der Erfinder des 36-Stunden-Tages ist, ist nichts Neues. Nun scheint er auch die 48-Stunden-Marke geknackt zu haben, denn Garvin sitzt an einem Serendipity-Buch, welches voraussichtlich im Februar 2008 bei Open Source Press erscheinen wird.

Der Gedanke dahinter ist gleich doppelt großartig: Ein echtes Manual für Serendipity gibt es in dem Sinne nicht, die Dokumentation krankt seit mehreren Versionen leicht an nicht vorhandener Aktualität, und wer könnte alles rund um Serendipity besser erklären als Garvin selbst? Eben.

Nachtrag: Einstweilen sei Anwendern auf der Suche nach Dokumentation Robert Lenders großartiges Projekt Das fragmentarische Quer durch das Web Serendipity/S9y Online Handbuch ans Herz gelegt – eine sehr umfassende, nach Themen sortierte Linksammlung zu s9y.