06 Dec 2006 Bloggeständnisse: TV-Trends, die an mir vorbeiliefen

»Mach«, emailt Anke, »Du.«. Gut, ich gestehe: Auch an mir sind anderen längst bekannte und für gut befundene TV-Serien z.T. jahrelang vorbeigelaufen. (Buffy, das nur als Trost für Frau Gröner, habe ich ebenfalls bis heute nicht gesehen.)

Jahrelang als »Mädchenfernsehen« abgetan habe ich Ally Mc Beal, in die ich auf VOX mal vor Urzeiten über ein Serienspecial den Einstieg und über John Bon Jovi dann wieder den Ausstieg fand, aber rückblickend und mit Einblicklausch in den Originalton via DVD-Boxset muss ich zugeben: Das ist nicht nur komisch und ansatzweise lebensweise, das ist auch zu einem gewissen Ausmaß »revolutionäres« TV. Vieles, was in Six Feet Under gemacht wird (skurriles Tagträumen sei beispielhaft genannt), gab es 4 Jahre vorher schon bei Ally McBeal.

Noch schlimmer jedoch: Ich habe jahrelang Seinfeld ignoriert! Dafür werde ich eines schönen Tages in der Ignorantenhölle schmoren. Aber man hatte mich gewarnt: »jüdischer New Yorker Humor«, hatte es geheißen, »unübersetzbar« war hinzugefügt worden, »das verstehen Deutsche gar nicht« war eingewandt worden. Die erste Staffel habe ich hinter mir (DVD-Boxsets von halbstündigen Serien finde ich ja irgendwie ermattend. Man ist einfach zu schnell mit einer Disc durch.), und ich muss sagen: Aus meiner Sicht stimmt nichts davon. Vielleicht bin ich schrullig oder kann zu gut Englisch, aber ich finde es zum Brüllen komisch, verstehe es bestens und finde es auch nicht unsynchronisierbar. Und revolutionär war es so oder so.

Das war also mein Beitrag zur »Selbsthilfegruppe für TV-geschädigte Blogger« – und nun Ihr. Im Gegensatz zu Ankes Kommentaren sind meine weit geöffnet, setzt Euch, nehmt Euch einen Keks und gesteht – Ihr werdet Euch besser fühlen …

06 Dec 2006 Unser Mann (?) beim Bundesvision Song Contest

Die TV Blogger verraten die Teilnehmer am Bundesvision Song Contest 2007 – am Start für Schleswig-Holstein: Kim Frank, ehemals Sänger des Tokio-Hotel-Prototypen Echt. Das kann ja nur 'ne Schmalznummer sein ...

Starke Konkurrenz droht – zumindest auf dem Papier, auf dem die mediacontrol-Charts stehen – aus Hamburch (Jan Delay), Berlin (MIA), NRW (Pohlmann) und Niedersachsen (Oomph! mit Die-Happy-Stimme Marta Jandová – na, wobei … das hat doch letztes Mal (?) mit Apocalyptica schon nicht geklappt).

14 Nov 2006 Verbummelt?

Im Moment gucke ich mich auf Leih-DVDs durch Seinfeld, was an sich noch keinen Blogeintrag wert wäre, obschon ich Seinfeld im O-Ton um Klassen komischer finde als im synchronisierten TV.

Aber laut Versandmeldung vom DVD-Verleih sind derzeit die Discs 3 und 4 des ersten Box-Sets unterwegs zu mir. So weit, so gut. Heute morgen fand sich jedoch nur eine DVD im Briefkasten, was an sich nicht tragisch ist, hätte ich da nicht dieses ungute Gefühl gehabt ... tja, Murphy mal wieder – es ist natürlich zuerst Disc 4 bei mir eingetrudelt, Disc 3 scheint sich unterwegs verlaufen zu haben. Super gemacht, Post.

31 Oct 2006 The Matrix has you

Es mag Menschen, die mich kennen oder dieses Blog verfolgen, erstaunlich erscheinen, manche mögen es auch für ein unfassbares Versäumnis halten, aber ich habe tatsächlich gestern zum ersten Mal The Matrix komplett gesehen. Und mich "stört" immer noch dasselbe daran.

Meine Vorstellung, meine Phantasie von der Matrix, vom Cyberspace definiert sich über den Roman Neuromancer von William Gibson. Ich habe früher lange das mehr oder minder daraus entstandene Pen & Paper-Rollenspiel Shadowrun gespielt. Und bei Gibson steht die Matrix nun mal für ein virtuell generiertes Abbild eines Computernetzwerkes, in das man sich über eine neuronale Schnittstelle einloggt (allein die Nackenbuchsen in The Matrix ... baaah, sowas gehört in die Stirn!), aber eben keine simulierte Realität, aus der es auszubrechen gilt. Wobei ich durchaus zugeben muss, dass die Idee, wie das Ganze im Film umgesetzt ist, ihren Reiz hat – sie ist aber nun mal nicht "originalgetreu".

(Ja, ich weiß, dass The Matrix keine Gibson-Verfilmung sein soll. Ja, ich spalte gern Haare.)

27 Oct 2006 Im, aber nicht unter Strom

Nachdem ich mir den bereits erwähnten "Mann im Strom" aufgezeichnet zu Gemüte geführt habe, muss ich sagen: Das muss ein hartes Jahr für die deutschen Schauspieler gewesen sein, wenn Jan Fedder dafür den Deutschen Filmpreis bekommt ...

(Und jetzt gehe ich einhundertmal "Du sollst keine TV-Tipps posten, wenn Du den Film nicht schon kennst." schreiben.)