18 Feb 2009 Stolperfalle quotes

Eine echte Stolperfalle in Webseiten können typografische Anführungszeichen sein. Allein die – typografisch – korrekten Anführungszeichen zu wählen ist schon relativ kompliziert (speziell in einer mehrsprachigen Umgebung wie einem multilingualen Blog), sie dann auch noch für jedes Zitat von Hand einzugeben fällt schon fast unter Folter.

Einfacher geht es über »generated content« und die quotes-Eigenschaft in CSS2, welche dafür sorgt, dass entsprechend ausgezeichnete HTML-Elemente via CSS automagisch in typografische Anführungszeichen »verpackt« werden.

Wo ist dabei nun die Stolperfalle? In den Versionen 6 und 7 unseres alten Kumpels IE ausnahmsweise nicht – dort wird das Ganze offenbar mangels Unterstützung von :before und :after schlicht ignoriert. No harm, no foul. Sieht halt nicht schön aus, fällt aber auch nicht unangenehm auf oder macht Zicken.

Haarig wird es ausgerechnet im appleschen Browsermutterschiff Safari (möglicherweise sogar in allen WebKit-basierten Browsern?): Dort passiert zunächst wie im IE gar nichts. Des Rätsels Lösung: Safari braucht eine Extrawurst, sogar eine umfangreichere, wenn es auch für blockquotes funktionieren soll.

(Dankeschön für den rettenden Link an Eric.)

29 Jan 2009 I will follow

Normalerweise hätte man das jetzt twittern müssen, aber mit 140 Zeichen komme ich da einfach nicht aus.

Meine bescheidene Gemeinde an Followern ist ein ziemlich … wie soll ich das diplomatisch ausdrücken? – bunt gemischter Haufen. In neun von zehn Fällen einer Follower-Benachrichtigung per Email habe ich null Ahnung, wer sich da nun wieder für mein Geschnatter interessiert. Üblicherweise sehe ich mir dann das entsprechende Profil an und bin schlauer, meistens weil der-/diejenige ein Blog mit Serendipity betreibt.

Wenn dem nicht so ist, gucke ich mir mal an, was der-/diejenige zuletzt so geschnattert hat. Üblicherweise followe ich dann auch, wenn ich nicht in diesem kurzen Überfliegen bereits das untrügliche Gefühl bekomme, dass mich das Getwitter dieser Person nicht besonders interessieren wird. Das ist gar nicht persönlich gemeint, aber ich habe für mich halt feststellen müssen, dass mein Hirn nur ein gewisses Maß an Tweets verarbeiten kann. Wenn ich also nicht »zurückfollowe«, dient das üblicherweise der Rauschminderung meinerseits. (Das gilt im Übrigen auch für diejenigen, denen ich das Follow nach kurzer Zeit dann doch wieder »entziehe«.)

Es wird eindeutig Zeit, dass es irgendwo ein »Twittern Sie bitte langsam, ich bin alt«-Shirt gibt …

07 Jan 2009 Sokrates für Browserflüsterer

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates

Genau so geht es uns, die wir mit beruhigender Stimme (vulgo: CSS) auf die störrischen Pferde, Verzeihung: Browser, einreden. Wir wissen nichts, und das Ausmaß des Nichtwissens wird eigentlich täglich größer.

Nicht nur wissen wir nicht, mit welchen Browsern – von Versionen will ich gar nicht erst anfangen – Besucher unsere Seiten betrachten – wir wissen nicht mal, ob sie sie überhaupt betrachten; manche lassen sie sich auch vorlesen. (Und womit? Mit Recht!) Zwar glauben wir nach sorgfältiger Analyse unserer Logdateien und Besucherstatistiken in etwa verlässliche Werte zu haben, mit welcher Bildschirmauflösung unser Durchschnittsbesucher daherkommt, ob das jedoch der Breite (von der Höhe haben wir uns gedanklich längst verabschiedet) des Viewports entspricht, wissen wir jedoch auch nicht. Und selbst wenn: Es kommen täglich neue Auflösungen dazu. Ein Blick in die Statistiken verkommt da schnell zum heiteren Endgeräteraten (320x240, was ist das? PSP?).

Wir gestalten munter in der Annahme, jeder grafische Webbrowser käme ab Werk mit einer voreingestellten Schriftgröße von 16 Pixeln daher (was in der Theorie auch stimmt), aber wir wissen natürlich nicht, ob und wie der einzelne Benutzer das ggf. verändert hat. Das passt allerdings ganz gut dazu, dass wir auch nicht wissen, ob und wie der Einzelne die Zoom-Funktion(en) der jeweiligen Endgeräte nutzt – vergrößern, verkleinern, nur Text oder gleich alles? Wir haben, offen gesagt, keinen blassen Schimmer. Wagemutige Benutzer könnten sogar mit einem Benutzerstylesheet oder veränderten Farben durch die Untiefen des Netzes browsen. Möglich wär's, man weiß es nicht.

Ganz ehrlich, Du hast keine Ahnung. ist für einen Netzgestalter keine Beleidigung. Es entspricht schlicht den Tatsachen.

30 Dez 2008 UMTS-Bildkompression in Firefox abklemmen

Sollte jemand – wie ich neuerdings – mit Firefox über eine UMTS-Verbindung unterwegs sein und dabei feststellen, dass (JPEG-)Bilder gar nicht geladen werden oder beim hovern mit dem wunderschönen Alternativtext »Originalbild kann mit Shift + R nachgeladen werden« dekoriert werden, so liegt das an der UMTS-Bildkompression.

Grundsätzlich keine schlechte Sache, spart es doch (bei UMTS-Vebindungen durchaus wertvollen) Traffic. Etwas lästig jedoch, wenn Webseiten dadurch entstellt dargestellt werden.

Man installiere sich die Extension Mobile Headers und folge dieser Anleitung, dann hat sich der Spuk erledigt.

10 Dez 2008 Bluetrip

Ich bin eigentlich kein Fan von Grid Design in Webseiten. Ich gebe aber gerne zu, dass es verlockend simpel ist und eine Menge Arbeit erspart, mit einem Framework wie BlueTrip zu arbeiten – speziell bei der Erstellung von (X)HTML-Prototypen.

Alles, was man braucht, ist schon da, mit ein paar wenigen Zeilen Code hat man schnell ein ansprechendes Layout und muss sich um das altbekannte Schreckgespenst Browserkompatibilität auch keine Gedanken mehr machen – der Vorteil eines jeden Frameworks: Die Arbeit hat jemand anderes bereits gemacht.

Was mich an Grids – oder besser: An den Umsetzungen der gängigen Grid-Frameworks – stört, ist bekannt: Oft ist das nicht viel anders als das verhasste Tabellenlayout mit anderen Mitteln (divs nämlich). Eine mögliche Lösung, die ich mir jedoch noch nicht näher angesehen habe: emastic. Oder aber ein Grid-Layout mit YAML.