30 Apr 2009 Die Zeit ist überreif: Jabber

Auf die Gefahr hin, jetzt wieder in den Kommentaren als skurriler Linuxnutzer bepöbelt zu werden, dessen „komische Software nicht richtig funktioniert“ – ich überlege ernsthaft, in absehbarer Zukunft meinem Multiprotokoll-Client pidgin kurzerhand die ICQ- und AIM-Accounts abzuklemmen und mich rein auf GoogleTalk und Jabber zu verlasssen.

Die betreffenden proprietären IM-Dienste machen im Grunde permanent Streß, besonders dann, wenn eine Änderung im Protokoll mal wieder tagelang alle Nutzer von alternativen Clients aus den betreffenden Netzwerken aussperrt.

Jabber hingegen kann alles, was diese Dienste auch leisten, ist aber unabhängig, frei und dezentral. GoogleTalk hingegen basiert auf dem Jabber-Protokoll, und auch wenn jetzt möglicherweise die üblichen Google-Mahner aufschreien: Ich mag GoogleMail und -Talk.

Die „wichtigsten“ meiner Kontakte sind bereits über mindestens eine der beiden Varianten erreichbar, alle anderen Leser sind herzlich willkommen, mich wahlweise als matthiasmees@googlemail.com (GoogleTalk) oder yellowled@jabber.ccc.de (Jabber) zu ihren Kontaktlisten hinzuzufügen. Noch bin ich wie gesagt auch via ICQ/AIM erreichbar – wenn es denn gerade mal funktioniert.

Einen sehr umfassenden Artikel über die Vorteile von Jabber sowie eine Kurzanleitung zum Einstieg gibt es bei Frank Helmschrott.

01 Apr 2009 IE6/2009: 1. Quartal

„Marktanteil“ des verhassten IE6 im ersten Quartal 2009:

Damit kommt der „Lieblingsbrowser“ aller Netzgestalter auf Seiten, zu deren Zahlen ich Zugang habe, im Mittel im ersten Quartal des Jahres 2009 auf einen Anteil von weniger als 7 Prozent.

Vergleichwerte sind natürlich sehr willkommen – traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

03 Mär 2009 Drop it

Dropbox ist ein kostenloser Dienst, um Dateien vom eigenen PC online abzulegen und optional mit anderen zu teilen. Ein Online-Backupmedium also, welches immerhin – steigerungsfähige, dazu gleich mehr – 2GB Speicherkapazität bietet.

Dropbox

Interessant dabei die Umsetzung unter Linux: Nicht nur gibt es (vorbildlich) ein Ubuntu-Repository für die Applikation, welche den Rechenknecht mit Dropbox verbindet, die Installation funktioniert auch noch ebenso streßfrei wie die Software – leider nicht immer üblich bei Software von Drittanbietern.

Die Dropbox-Software integriert sich unter Gnome in SystemTray und den Dateimanager nautilus. Es wird ein lokaler Ordner angelegt, dessen Inhalte automagisch mit Dropbox sychronisiert werden. Einfacher geht es eigentlich nicht. Zugriff auf die abgelegten Daten ist im Übrigen auch von einem anderen Rechner über das Webinterface möglich.

Mund wässrig gemacht? Wer Dropbox ausprobieren möchte, kann mir einen Gefallen tun und mir (und sich!) 250 MB zusätzlichen Speicherplatz sichern (in dem er/sie genau diesen Link zur Anmeldung nutzt).

18 Feb 2009 Stolperfalle quotes

Eine echte Stolperfalle in Webseiten können typografische Anführungszeichen sein. Allein die – typografisch – korrekten Anführungszeichen zu wählen ist schon relativ kompliziert (speziell in einer mehrsprachigen Umgebung wie einem multilingualen Blog), sie dann auch noch für jedes Zitat von Hand einzugeben fällt schon fast unter Folter.

Einfacher geht es über »generated content« und die quotes-Eigenschaft in CSS2, welche dafür sorgt, dass entsprechend ausgezeichnete HTML-Elemente via CSS automagisch in typografische Anführungszeichen »verpackt« werden.

Wo ist dabei nun die Stolperfalle? In den Versionen 6 und 7 unseres alten Kumpels IE ausnahmsweise nicht – dort wird das Ganze offenbar mangels Unterstützung von :before und :after schlicht ignoriert. No harm, no foul. Sieht halt nicht schön aus, fällt aber auch nicht unangenehm auf oder macht Zicken.

Haarig wird es ausgerechnet im appleschen Browsermutterschiff Safari (möglicherweise sogar in allen WebKit-basierten Browsern?): Dort passiert zunächst wie im IE gar nichts. Des Rätsels Lösung: Safari braucht eine Extrawurst, sogar eine umfangreichere, wenn es auch für blockquotes funktionieren soll.

(Dankeschön für den rettenden Link an Eric.)

29 Jan 2009 I will follow

Normalerweise hätte man das jetzt twittern müssen, aber mit 140 Zeichen komme ich da einfach nicht aus.

Meine bescheidene Gemeinde an Followern ist ein ziemlich … wie soll ich das diplomatisch ausdrücken? – bunt gemischter Haufen. In neun von zehn Fällen einer Follower-Benachrichtigung per Email habe ich null Ahnung, wer sich da nun wieder für mein Geschnatter interessiert. Üblicherweise sehe ich mir dann das entsprechende Profil an und bin schlauer, meistens weil der-/diejenige ein Blog mit Serendipity betreibt.

Wenn dem nicht so ist, gucke ich mir mal an, was der-/diejenige zuletzt so geschnattert hat. Üblicherweise followe ich dann auch, wenn ich nicht in diesem kurzen Überfliegen bereits das untrügliche Gefühl bekomme, dass mich das Getwitter dieser Person nicht besonders interessieren wird. Das ist gar nicht persönlich gemeint, aber ich habe für mich halt feststellen müssen, dass mein Hirn nur ein gewisses Maß an Tweets verarbeiten kann. Wenn ich also nicht »zurückfollowe«, dient das üblicherweise der Rauschminderung meinerseits. (Das gilt im Übrigen auch für diejenigen, denen ich das Follow nach kurzer Zeit dann doch wieder »entziehe«.)

Es wird eindeutig Zeit, dass es irgendwo ein »Twittern Sie bitte langsam, ich bin alt«-Shirt gibt …