01 Okt 2007 Rubin-Interview

Wochen hat es gedauert, bis ich vorgestern endlich mal dazu kam, das sehr, sehr, sehr lange NY Times-Interview mit Rick Rubin (via Nerdcore) zu lesen. Rubin hat so ziemlich alles produziert, was man in den letzten 20 Jahren gehört haben sollte, und ganz nebenbei noch aus Johnny Cash eine noch größere Legende gemacht.

Nun soll Rubin also die dahinsiechende Musikindustrie vor dem Ruin retten, einen Moloch, der sich über Jahrzehnte an der Kreativität anderer sattgefressen hat und dem nun – kurz vor dem Platzen – die eigene Kreativität fehlt, um das eigene Fell zu retten. Das Zauberwort according to Rick lautet Vernetzung plus Flatrate:

"You would subscribe to music," Rubin explained, as he settled on the velvet couch in his library. "You'd pay, say, $19.95 a month, and the music will come anywhere you'd like. In this new world, there will be a virtual library that will be accessible from your car, from your cellphone, from your computer, from your television. Anywhere. The iPod will be obsolete, but there would be a Walkman-like device you could plug into speakers at home. You'll say, 'Today I want to listen to ... Simon and Garfunkel,' and there they are. The service can have demos, bootlegs, concerts, whatever context the artist wants to put out. And once that model is put into place, the industry will grow 10 times the size it is now."

Man bezahlt also eine pauschale Summe und hat dafür überall, wo man Musik hören möchte und kann, Zugriff auf eine riesige virtuelle Musik-Bibliothek. Hm.

Das klingt ein wenig nach »Radio 2.0« bzw. »radio on demand«, was grundsätzlich ja eine hübsche Idee ist. Man würde es vermutlich mit irgendeiner Form von sozialem Netzwerk verknüpfen, welche dynamische Playlisten generieren kann usw. usf. DRM wäre überflüssig – wozu downloaden, kopieren, brennen, wenn man doch überall und jederzeit hören kann, wonach einem gerade ist … die Frage ist halt: Haben die das nochmal durchgerechnet? Kriegt man tatsächlich alle Plattenfirmen und Künstler dazu, zu dieser Bibliothek beizutragen? Sind 20 Dollar wenig genug?

27 Sep 2007 Endlich! (Peinlich.)

Ohrwürmer sind faszinierend. Seit geraumer Zeit höre ich immer mal wieder ein lustiges, zappeliges, kleines Gitarrenriff als Untermalung für irgendwelche TV-Beiträge und frage mich: Was, zum Donnerknispel, ist das? Tja. Bloc Party, Banquet.

(Auf die hätte mich ja ohnehin mal eher jemand hinweisen können.)

25 Sep 2007 Nicht blöd

Die Manic Street Preachers mit ihrem verschollenen Gitarristen gehen mir seit jeher am Allerwertesten vorbei. Wenn sie jedoch eine Single (»Your Love Alone Is Not Enough«) mit Nina Persson als Gaststimme veröffentlichen, drehe sogar ich gelegentlich das Radio lauter.

Smarte Mistkerle.

21 Sep 2007 Böser Ohrwurm

Where did I go wrong, I lost a friend
Somewhere along in the bitterness
And I would have stayed up with you all night
Had I known how to save a life

(The Fray, How To Save A Life)

(Hält sich sehr renitent und ohne jeglichen persönlichen Bezug seit Tagen im Ohr.)

18 Sep 2007 Big Love

Neulich, als wir so im Eingeweide unserer Lieblingskneipe saßen und beim Biertrinken dummes Zeug redeten, da kamen der Peter, der dicke Lutz und ich auf Fleetwood Mac. Man frage mich bitte nicht, wie wir darauf kamen. Vermutlich auf Umwegen.

Jedenfalls erzählte der Lutz, sein Lieblingssong von Fleetwood Mac sei »Tusk« vom gleichnamigen (Doppel-)Album, und ich erzählte, der meinige sei »Big Love« – woraufhin ich sehr sparsam angeblickt wurde.

Ich kannte von besagtem Song bislang nur die Live-Version, die auf dem Soundtrack von Elizabethtown enthalten ist, denn eigentlich fand und finde ich, dass man nicht unbedingt öffentlich zugeben sollte, etwas von Fleetwood Mac zu mögen. Wie auch immer – mittlerweile kenne ich die Studioversion. Und jetzt weiß ich auch, woher der sparsame Blick kam, und wieso ich eigentlich finde, dass man … nun ja.

Live ist halt immer nochmal was anderes. Vgl. Mother's Finest, aber das ist nun wieder eine ganz andere Geschichte.